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Radtour mit Kultur

Haunstetten im August 2008
Jutta Goßner, Kulturkreis Haunstetten e.V.

Start der Fahrradtour Start der Fahrradtour

I. Evangelische Kirche

vor der Christuskirche

Die Kirche wurde 1909 eingeweiht. Vorher waren die Protestanten aus Haunstetten und Siebenbrunn nach St. Ulrich eingepfarrt. Durch den Zuzug von Webern aus Oberfranken und Sachsen stieg die Zahl der Evangelischen stark an - z.B. 1856 Ansiedlung der Haunstetter Spinnerei und Weberei.

 

Ab 1876 konnten die Gottesdienste vor der Christuskirchein einem Fabrikraum der Baumwollspinnerei in Siebenbrunn abgehalten werden, dann in der Siebenbrunner Schule. Bei der Lösung der Bauplatzfrage zeigte die Spinnerei und Weberei großes Entgegenkommen.
Architekt war Ludwig Hebeisen, der auch die Kolonie baute.

Bei den Luftangriffen 1944 wurde die Kirche getroffen (Dach, Sakristei, Orgel)

II. Arberhalle - Fliegertechnische Vorschule

Die Fliegertechnische Vorschule alte Turnhallewar 1937 erbaut worden. Die Turnhalle ist als einziges Gebäude erhalten geblieben. In unmittelbarer Nähe lagen die Messerschmitt Werke und die dazugehörigen Flugplätze. Rudolf Heß startete am 10.05.1941 vom Flugplatz der Haunstetter Messerschmittwerke seinen Englandflug.

 

 

 

Die Fliegertechnische Vorschule war 1937 erbaut worden.

Die Turnhalle ist als einziges Gebäude erhaltenalte Turnhalle geblieben.

In unmittelbarer Nähe lagen die Messerschmitt Werke und die dazugehörigen Flugplätze. Rudolf Heß startete am 10.05.1941 vom Flugplatz der Haunstetter Messerschmittwerke seinen Englandflug. 

 

 

 

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II. Kreiskrankenhaus St. Albert
Das Kreiskrankenhaus für Lungenerkrankungen unter der Leitung von Chefarzt Dr. Goßner, die Krankenpflege lag bei den Schwestern des Hl. Karl Borromäus, befand sich von 1950-1969 in den Räumen der Fliegertechnischen Vorschule; es wurde dann in die von der LVA Schwaben neu gebaute Zusam-Klinik in Zusmarshausen verlegt.
1982 wurde die Fliegertechnische Vorschule abgebrochen und an dessen Stelle das neue Pflegeheim gebaut.

IV. Grundig-Werk
1956 wurde die hier bestehende Formholzgesellschaft von der Firma Grundig übernommen. 1981 wurde Grundig geschlossen und es gingen 800 Arbeitsplätze verloren.

V. Haunstetter Spinnerei und Weberei AG (zuletzt zu C. Dierig gehörend)

Im Jahr 1856 wurde die Weberei gegründet, zu der 1889/91 eine Spinnerei hinzukam. Auf dem neuen „Industriegelände“ stand früher eine Papiermühle.
Im Jahr 1856 wurde die Weberei gegründet, zu der 1889/91 eine Spinnerei hinzukam. Auf dem neuen „Industriegelände“ stand früher eine Papiermühle.
Die Haunstetter Weberei – eine Aktiengesellschaft - beschäftigte bei der Gründung 180 Arbeiter mit einem Kaufmann an der Spitze und hatte 300 Webstühle. Die Haunstetter Handwerker fühlten sich durch die Gründung in ihrer Existenz bedroht. Während des 1. Weltkriegs wurde in der Spinnerei und Weberei wegen fehlender Textilrohstoffe sogar Tabak zu Zigarren für die Wehrmacht verarbeitet (1915-18).
Im 2.WK hat die Spinnerei und Weberei starke Schäden erlitten, die erst nach Jahren behoben waren. Im Sommer 1982 schloss der Betrieb, der zuletzt 230 Einwohner hatte.Marconistrasse

Für die Arbeiter gab es Wohnungen in der so genannten „Kolonie“.
Die Augsburger Lokalbahn – nach Haunstetten führte die Linie III -, fuhr seit 1901 (Personenverkehr nur bis 1927, der Inbetriebnahme der Straßenbahn), sie hatte hier eine Haltestelle, es gab die Gaststätte „Eisenbahn“, leider abgerissen.

 

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VI. Siebenbrunn
Das Gelände war ursprünglich bayerisch, nannte sich „Meringerau“ (Die landwirtschaftliche Siedlung zog sich bis Mering hin.) und kam erst 1910 an Augsburg.
Anfang des 19.Jh. wurde die ursprüngliche Auenlandschaft zur Kultivierung freigegeben. Um fünf große Grundstücke bewarben sich ein Arzt und vier Kaufleute aus Augsburg. Wegen der französischen Dachform ihrer stattlichen Häuser sprach man fälschlicherweise von „Hugenottenhäusern.“
Restliche Grundstücke wurden an Kleinbauern abgegeben; so entstanden eine obere und eine untere Ansiedlung. Die protestantischen Kinder mussten zum Unterricht nach St.Ulrich in Augsburg gehen. 1876/77 wurde in Siebenbrunn deshalb eine protestantische Schule erbaut. Die katholischen Kinder gingen weiter nach Haunstetten.
Wegen des Trinkwasserschutzes wurde in Siebenbrunn seit den 1980er Jahren viel abgerissen, die Bewohner vom Unterdorf ins Oberdorf umgesiedelt. Das Unterdorf mit der ehemaligen Weberei wurde abgerissen und aufgeforstet.

Hugenottenhaus Nur zwei "Hugenottenhäuser" blieben erhalten. Als neue Stadträtin konnte ich das Haus neben der Schule vom Abriss bewahren. Es wurde an privat verkauft und vorbildlich hergerichtet. Das jetzige Schulhaus wurde Hugenottenhaus1918 vom damaligen Augsburger Stadtbaurat Otto Holzer erbaut. Er baute u. a. auch das Maria-Theresia-Gymnasium und die alt Hochablassgaststätte. Es diente bis 1956 als konfessionell gemischtes Schulhaus. Dann verschiedene Nutzungen.

 

 

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VII. Schießplatz / Haunstetter Wald

Der Haunstetter Wald gehörte mit seinen 879 ha bis 1883 dem bayerischen Staat, 1883 erwarb ihn Georg Käß. Seine Tochter verkaufte ihn 1917 an Kommerzienrat Johann Pfeffer, der ihn 1924Haunstetter Wald an die Stadt Augsburg verkaufte. Der Haunstetter Gemeindewald kam durch die Eingemeindung an Augsburg; 1927 musste Haunstetten davon 37 ha abgeben für den Bau der Straßenbahn.
Unterlagen gibt es kaum über dieses riesige Schießplatz - Gelände im Wald. Die Anlage bestand bereits zur Zeiten der Reichswehr und auch Haunstetter Bürger waren z.B. als „Platzwart“ beschäftigt. Ein Plan von 1927 vorhanden. Dann wurde er von den Nationalsozialisten genutzt; über Erschießungen von Plünderern nach den Bombenangriffen und Deserteuren hört man oft, aber die Archive besitzen keine Unterlagen.
Nach 1945 nutzte die US-Armee den Platz bis zum Abzug der Garnison.


VIII. Haunstetter Krankenhaus

Im Mai 1890 Krankenhausstiftete Georg Käß der Gemeinde Haunstetten 100.000 Mark zum Bau eines Armen- und Krankenhauses und einer Kleinkinderbewahranstalt. 1897 wurde das Anwesen „Jägerhaus“ erworben, das von 1900 bis 1968 als Krankenhaus diente, es wurde leider abgerissen. 1968 wurde das neue Krankenhaus in Betrieb genommen, das seit 1971 zum Krankenhauszweckverband gehört. Jetzt Klinikum – Süd.

 

 

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IX. Freiwillige Feuerwehr
Feuerwehrhaus
Sie wurde am 12.5. 1873 von 50 Haunstetter Bürgern gegründet. Erster Hauptmann, heute Kommandant, war Narziss Högele. 1876 baute die Gemeinde an der Krankenhausstraße ein Feuerlöschgerätehaus, erweitert 1908, abgerissen 1964.
X. Eichendorffschule

1904 Errichtung mit finanzieller Hilfe von Georg Käß. Es gab damals acht Schulsäle, eine Hausmeisterwohnung, außerdem wohnten dort ein Lehrer und ein „Fräulein“. Viele Jahre war auch hier die Motorspritze der Freiwilligen Feuerwehr untergebracht in einer Garage. 1948 wurde die Schule durch den Ausbau des Dachgeschosses vergrößert. Eichendorffschule
Bis 1955 war sie auch Sitz der Haunstetter Verwaltungsspitze (eigener Eingang), z.B. - Amtszimmer des Bürgermeisters (Eheschließungen), im Keller das Gemeindearchiv. Nach dem 2.Weltkrieg war dort auch das Wirtschaftsamt.
Am Georg-Käß-Platz war ab 1927 die Endstation der Straßenbahn.

XI. Käß'sche Palais- und Denkmal von Christian Angerbauer.

Johan Georg Käß (1823 Schussenried-1903 Haunstetten), Unternehmer u.a. Teilhaber seines Verwandten Martini und der Martinibetriebe. 1888 wandte er sich dem Lokomotivbau zu. Zahlreiche Stiftungen für soziale Zwecke, z.B. Bau der Eichendorff-Schule, als das Schulhaus in der jetzigen Dudenstraße neben St.Georg viel zu klein geworden war.

Die Tochter Tochter von Karolina und Georg Käß (1867-1947) war mit Maximilian von Tattenbach verheiratet. 1927 wurde sie Ehrenbürgerin von Haunstetten.

Eichendorffschule1952 kaufte die Stadt Haunstetten das Palais, es wurde zum Rathaus. Nach der Eingemeindung zahlreiche städtische Ämter; Schulamt, Schulreferat; jetzt Bürgerbüro, Forstverwaltung, Stadtteilbücherei.
Schulamt, Schulreferat; jetzt Bürgerbüro, Forstverwaltung, Stadtteilbücherei.

Das Denkmal wurde vom Haunstetter Künstler Angerbauer zur Jahrtausendwende geschaffen. Jutta Goßner war Initiatorin der Idee, zahlreiche Spenden und Unterstützer u.a. von der ARGE Haunstetter Vereine.



F
ebruar 1965 wurde hier der berühmte evangelische Theologe Prof. Dr. Ernst Troeltsch geboren. Sein Vater war Arzt und königl. Hofrat. Das Haus mit dem Gebälk aus dem 18.Jh. wurde trotz Protestes abgerissen. Die Tafel ist seither verschollen.


Zum Abschluss gemütliches Beisammensein beim Eis essen.

Eiscafe

 

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