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Radtour mit Kultur

Haunstetten, 1. August 2010
Jutta Goßner, Kulturkreis Haunstetten e.V.

Über 25 Teilnehmer konnte der Kulturkreis dieses Jahr für die "Radtour mit Kultur" begeistern. Frau Goßner, Vorsitzende und auch Referentin hatte wieder interessante Punkte aus Haunstetten ausgewählt.

Treffpunkt war der Neue Friedhof.

Neuer Friedhof

I. Neuer Friedhof (früher Korn- heute Hopfenstraße)

Oktober 1954 Baubeginn, es wurden 2,6 ha gekauft.
5.12.1955 Erste Bestattung (eines Heimatvertriebenen) vor der offiziellen Einweihung, insgesamt 27 wegen Platznot am Alten Haunstetter Friedhof
1955 Wandbild an der Nordseite der Aussegnungshalle Aussegnungshalledurch den Haunstetter Maler Werner Helbig (geb. 1921 in Berlin-Weißensee, kam nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft Ende der 40er Jahre nach Haunstetten, gest.1990); es handelt sich um eine Neuinszenierung eines Ausschnitts aus dem Isenheimer Altar  von Mathis Grünewald (1470-1528). Daneben auch im Innern Schriftbänder  und -tafeln sowie eine Pieta, die ebenfalls dem Isenheimer Altar nachempfunden ist. Helbig ist in einem einfachen Grab hier begraben.
28.10.1956 Sonntag, 10.15 Uhr, Einweihung, Platz für 2500 Gräber, kirchliche Weihe durch Stadtpfarrer Josef Schmuttermair.
28.08.1960 Erster Gottesdienst der Expositur St.Pius in der Kapelle des Neuen Friedhofs
März 1963 Haunstetten schafft als erste Gemeinde in der BRD die Beerdigungsklassen ab.
15.10.1969 Beginn der Erweiterung des Neuen Friedhof
1970 Die Stadt Haunstetten Denkmalerrichtet die Zentrale Gedenkstätte für die Opfer der Kriege und der Gewalt; Christian Angerbauer gestaltete ein mächtiges, gespaltenes Steinkreuz aus Nagelfluh mit Bronzeplatten, deren Szenen die Schrecken sinnloser Gewalt symbolisieren.
         Mahnmal für alle Russlanddeutschen durch die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

 

 

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II. Naturfreibad

1958
erfolgte der erste Spatenstich durch Bürgermeister Karl Rieger und Captain Boylan von der US-amerikanischen Standtort-Ingenieur-Abteilung Augsburg an der Rogenstraße. Cptn. Boylan brachte dabei eine große Planierraupe mit, mit der und anderen Arbeitsmaschinen der US - Army auf den 14000 qm die Humusschicht abgeschoben wurde. Bei den vorausgehenden Planungen hatte man von verschiedenen Standortmöglichkeiten überlegt, so auch die Fläche zwischen Wald und dem Werksgelände der Firma Martin, die später zum Teil für Kleingärten verwendet wurde.

Das Bad für die junge Stadt - Haunstetten hatte 1958 rund 15000 Einwohner, 12000 weniger als heute - war mit drei Abteilungen geplant: für Nichtschwimmer, Schwimmer und mit einer sechsbahnigen 50-Meter-Schwimmkampfbahn. Für die Kosten ohne Umkleidekabinen waren 45 000 DM veranschlagt. Der Stadtrat hatte sich durch eine Fahrt nach Frankenthal in der Rheinpfalz vom Typ des Naturfreibades informiert, das es damals erst in wenigen Exemplaren in Deutschland gab. Planung und Bau erfolgten unter Stadtbaurat (seit 1947) Dipl. Ingenieur Hans Tacina.
Am 3.Juli 1960 wurde das Bad eröffnet, der Zuspruch war sofort sehr groß. An manchen Sommertagen waren rund 5000 Menschen auf dem Gelände. Es wurde deshalb sogar ein eigener „Parkplatz“ für Kinderwägen angelegt. Es gab damals auch eine Kleideraufbewahrung für ca. 8000 Badegäste. Überdies zwei Wohnungen für städtische Bedienstete.
1972 übernahm die Stadt Augsburg im Zuge der Eingemeindung das Naturfreibad.
Bereits in den 1980er Jahren war das Bad von Sparmaßnahmen der Stadt Augsburg tangiert, als das Nichtschwimmerbecken aufgefüllt wurde und es zu einem „offenen gebührenfreiem Badegelände ohne Beaufsichtigung“ erklärt wurde. Eingeebnet aus Kostengründen wurden auch die Blumenbeete. Selbst eine Schließung wurde bereits damals diskutiert.
Bereits in den 1990er Jahren wurde der schlechte Zustand der Betonumrandung moniert und die Sanierung auf einen Millionenbetrag geschätzt.
Seit der Eröffnung 3.7.1960 ist die Haunstetter Wasserwacht ehrenamtlich stark für das Bad engagiert.

III. Kirche St.Pius

1956
Die Kirchenverwaltung von St.Georg erwirbt ein Grundstück für eine neue Kirche.Tafel bei St. Pius
Das rasche Bevölkerungswachstum führte am 16.Juni 1961 zur Errichtung einer Expositur durch Bischof Freundorfer aus der Pfarrei St.Georg. Gottesdienste fanden in der Aussegnungshalle des Neuen Friedhofs statt.
Dezember 1961 Der Kirchenbauverein wird ins Leben gerufen.
      1964 Erster Spatenstich der Kirche durch Pfarrer Hans Stiefenhofer . Den Grundstein mit   Bischofswappen (Plebi Dei Peregrinanti)gestaltete C. Angerbauer. Angerbauer gestaltete auch einen Osterleuchter in Bronze, in drei Stufen als Lebenssäule gestaltet. Die Flachreliefs spannen den Bogen von der Schöpfungsgeschichte und der Erschaffung der Menschen bis zur Erlösung durch den Opfertod Christi. Die Hindernisse und Wirren, die dem Menschen entgegengestellt sind werden durch Ereignisse wie der Auszug aus Ägypten und Kriegszerstörungen symbolisiert.
      Mai 1965 Das fünf Glocken umfassende Geläut erhält seine Weihe.
       Juli 1965 Richtfest
       Weihnachten 1965 Feier der Weihnachtsmette in der neuen Kirche
 4. September 1966 Weihe der Kirche durch Bischof Josef Stimpfle,  entworfen von Hans Schädel, F. Ebert und Marquart, gleichzeitig Erhebung zur Stadtpfarrei. Patron in Papst Pius X. (1835 – 1914)
       1980 Bau des Gemeindezentrums
       1986-89 Altarfenster und Christusfresko der Seitenkapelle von Prof. Franz .Nagel (geb. 1.9.1907 in Günzburg, gest. 22.3.1976 am Tegernsee) und Westfenster von Prof. Franz-Bernhard  Weißhaar (Akademie der Bildenden Künste München).
An den beiden Eingängen der Kirche erinnern Betonreliefs an das KZ - Außenlager. Vorlage war ein Kreuz, das Dachauer Häftlinge für einen Bischof schnitzten. Die in Form eines Kreuzes angeordneten griechischen Wörter lauten „phos“ und „zoe“ (Licht und Leben).

2007 Glasfenster (halbtransparente Echtantikglasscheiben) mit dem Thema des Johannesevangeliums “Er muss wachsen, ich aber muss klein werden.“ durch Glasmaler Prof. Dr.theol.h.c. Johannes Schreiter (geb. 1930 in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge). Die Fensterreihe ist wie ein Buch von links zu lesen. Die Fenster verdeutlichen, dass das Dunkel im alten Adam immer mehr der in ihm wachsenden Liebe Gottes weicht. Das vierte Fenster ist eine Ausnahme: Hier stellt Schreiter die Überzeugung des Johannes dar, dass er von Gott geliebt wird; der Himmel (als Säule dargestellt) über Johannes steht bildlich offen, von oben strahlt das Licht.

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IV. Pestalozzi-Hauptschule – heute: Albert-Einstein-Volksschule.

20.9.1958 Einweihung der Pestalozzi-Hauptschule durch Bgm. Karl Rieger, Stadtpfarrer Josef  Schmuttermair und Stadtbaurat Hans Tacina.
Der Unterricht begann im Schuljahr 1957/58; Erweiterungen bereits 1962/63 und 1972.

V. Neuapostolische Kirche Haunstetten – Breitwiesenstraße

1946 Erster neuapostolischer Gottesdienst in der Gaststätte „Eisenbahn“ (Gottesdienste bis 1957).
1957 Ecke Schafweid-/Sudetenstraße Errichtung einer Notkirche; Abriss 1968.
22.12.1968 Einweihung der neuen Kirche durch Bezirksapostel Startz
1983 Renovierung der Kirche
2009 knapp 300 Mitglieder

VI. Die ersten Haunstetter

1. Schnurkeramiker und Glockenbecher-Leute ab ca. 2800 v. Chr.
1985 fand man in Grabfunden die Spuren der ältesten Haunstetter im Bereich des Unteren Talwegs.

2. Bronzezeit 1600 bis 1200 v. Chr.
Friedhof der frühen Bronzezeit:  zwischen Postillion- und Brahmsstraße.
Mittlere und Späte Bronzezeit : Grabfunde  im Bereich Unterer Talweg.

3.Urnenfelderzeit von 1200 bis 800 v. Chr.
Grabfunde im Bereich Unterer Talweg

VII. Kunstkamin Landesamt für Umwelt

Als Kunst-am-Bau-Objekt von der Künstlergruppe „Open System(s)“: Nausikaa Hacker, Dieter Kunz, Uli Panick
1999 Freistehender, gemauerter Schornstein aus roten Kaminradialklinkern; 36m Höhe und 1,4 m Außendurchmesser am Fuß. Er kann durch einen schmalen Eingang betreten werden.
Die horizontale Architektur des Amtes korrespondiert mit der vertikalen des Kamins.
Der Kamin steht als Symbol für die Problematik Energieversorgung, CO2-Ausstoß und ist ein historisches Zitat aus dem Industriezeitalter.

 

 

 

IIX..  Eichamt Augsburg

1883 Einführung der Bezeichnung Eichamt in Bayern
1960 Bezug des ehem. Artillerie-Depots in der Gögginger Straße
Neubau 1994 in der Weddingenstraße

 

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IX. Kirche St.Albert

Seit 1.Juli 1938 Expositur (=  abgegrenzter selbständiger Seelsorgebezirk der Pfarrei St.Georg) durch Bischof Josef Kumpfmüller mit Siegmund Berger als Seelsorger  - wegen Bevölkerungszuwachs.
Die Notkirche aus Holz (31.10.1938 Einweihung) stand an der Stelle des heutigen Verbindungstraktes Pfarrsaal und Kirche. Das Altarbild zeigt den hl. Albert; es hängt heute neben dem Hauptportal. Der Ausbruch des 2.WK verhinderte den Bau eines bereits geplanten Gotteshauses. Die Notkirche wurde durch die Bombenangriffe im Februar 1944 schwer beschädigt.
Bis 1954 Gottesdienst in der Muttergotteskapelle.
Juli 1953 Grundsteinlegung und Baubeginn
1.2.1954 selbständige Pfarrei durch Bischof Josef Freundorfer
5.12.1954 Einweihung der Kirche St. Albert nach Plänen von Adolf Wenzel  durch Bischof Dr. Josef Freundorfer. Im Hauptaltar ist eine Albertusreliquie.
1956 Erwerb des Christkönigkreuzes von Richard Stammberger. Erwerb der drei Glocken aus der Passauer Gießerei Rudolf Perner.
1959Anbringung des Mosaiks des Augsburgers Hanns Weidner über dem Hauptportal
1962 Orgelweihe
1965 von Chr. Angerbauer: Taufbecken mit Bronzerelief: Bekehrung des Paulus; den Deckel krönt die Heilig-Geist-Taube. Priestersitz (Holz) mit dem Motiv des brennenden Dornbuschs. Ambo (Bronze und Holz)  mit Flachrelief: Jesus predigt den Menschen.
1979/80 Renovierung und Umgestaltung der Seitenkapelle (Allerheiligenkapelle), Einweihung durch Weihbischof Manfred Müller; Gestaltung der sechs Glasfenster durch den Augsburger Künstler Willi Weiner; Todesangst Christi im Garten von Getsemane; die Ohnmacht und das Ausgeliefertsein; Abendmahl; Thema Spott; Kreuz in , die das Thema Ostern behandeln, horizontaler Lage, das von Christus getragen wird; Kreuz mit Gräbern – die Helligkeit darüber verkündet den Tod als Durchgang zum ewigen Leben. Der Tabernakel mit seiner Rückwand und der Altar sind ein Werk von Ernst Steinacker aus dem Ries.
1988 Außenrenovierung
1993 Neugestaltung des Vorplatzes der Kirche; Aufstellung der bronzenen Albertsäule (mit Reliefs aus dem Leben des Gelehrten) und eines Brunnens aus Kalkstein  des Bildhauers Ernst Steinackers aus Spielberg bei Gnotzheim.
2000 Bemalung der Altarwand durch die Künstlerin Anita Rist-Geiger.

 

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