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Neue Ergebnisse zum Thema „Bombenangriffe und Opfer in Haunstetten im 2.Weltkrieg sowie zu den Displaced Persons ab Kriegsende im Mai 1945

Kulturkreis Haunstetten e.V. forscht weiter

 

1. Nach dem Umzug  des Stadtarchivs der Stadt Augsburg in die neuen Räumlichkeiten auf dem Gelände der Ehemaligen Kammgarnspinnerei und der damit verbundenen Neuordnung, sowie Erfassung der Archivalien, darunter auch die der ehemaligen Gemeinde und Stadt Haunstetten, hat der Kulturkreis Haunstetten e.V. in den letzten Wochen interessante Unterlagen zum Thema Bombenangriffe auf Haunstetten im 2.Weltkrieg  Unsere Dokumentationen zu den Bombenangriffen 2.Weltkriegs können jetzt aufgrund einer bisher unbekannten, nun im Archiv gefundenen Archivalie, die detaillierte Angaben zu den getöteten Personen - getrennt nach Frauen, Männern und Kindern, des Angriffsdatums und des Todesortes enthält,  ergänzt werden. Nach derzeit noch laufenden Vergleichen mit den bisher bekannten Opfern wird sich wohl herausstellen, so Kulturkreis Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, dass die Zahl der Bombenopfer nach oben korrigiert werden muss.

Gedenkstätte

Bild: Kulturkreis Haunstetten

Gedenkstätte für die zivilen Bombenopfer im 2.WK am Alten Haunstetter Friedhof; die Gedenkstätte für die durch die Bombenangriffe getöteten Insassen des KZ-Außenlagers befindet sich im Hermann-Frieb-Park / Haunstetten.

 

2. Die Recherchen und auch veröffentlichte Dokumentationen des Kulturkreises Haunstetten zu den Displaced Persons (DPs) in Haunstetten könnten ebenfalls mit im Stadtarchiv neuen Unterlagen zum Zeitraum zwischen Kriegsende Mai 1945 bis Ende 1955 -  Belegung vonTeilen der Messerschmittsiedlung mit DPs und daran anschließender Belegung  von Wohnungen  durch die amerikanische Besatzungsmacht  -  ergänzt werden.
Dieser Zeitraum  der Geschichte  von Haunstetten und der involvierten damaligen Baugesellschaft „Heimbau Bayern“, heute  der IGEWO, ein Münchner Wohnungsbauunternehmen,  wird derzeit im Auftrag der IGEWO von Historikern der Neumann & Kamp, Historische Projekte, München aufgearbeitet und dokumentiert. Dazu trägt der Kulturkreis Haunstetten e.V. von Anfang an mit Teilen unserer Recherchen bei, erklärt Kulturkreis-Vorsitzende Jutta Goßner. In absehbarer Zeit, so Vertreter der IGEWO, wird die Dokumentation der Öffentlichkeit vorgestellt.

Erinnerungsblatt Konfirmatiion

Bild: Kulturkreis Haunstetten

Erinnerungsblatt an ihre Konfirmation der Displaced Person (DP) Margareta Sporleder; sie wurde 1892, am 17.12. (bzw.30.12.1892) in  Moskau unter Zar Alexander III. geboren. Bis zu ihrer Umsiedlung („Flucht“) im Mai 1941 –noch vor der Okkupation Estland durch die Deutschen August 1941 -  war sie in der Verwaltung der Baltischen Bauwollspinnerei und Weberei in Reval tätig. Ihr Lebenslauf liegt uns vor.

 


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Stand: 06.11.2017