Der Kulturkreis Haunstetten heißt Sie auf seiner Homepage herzlich willkommen

Wir wollen ein Kulturprogramm für und in Haunstetten mit seinen über 27000 Einwohnern bieten.

Ein Programm, das alle Bereiche der Kultur umfasst und den Bürgerinnen und Bürgern auch die Möglichkeit bietet, selbst aktiv zu werden. Dafür arbeiten wir ehrenamtlich seit 1990. Haunstetten mit seiner reichen Vergangenheit ist zu schade, nur reine "Schlafstadt" zu sein.

Neu: Kulturkreis Haunstetten sucht Zeitzeugnisse Näheres erfahren Sie



Information

Fördermitglieder des Kulturkreises Haunstetten

Wir bedanken uns bei folgenden Institutionen und Firmen für ihre Förderung der Arbeit des Kulturkreises

Partner in Kultur sind

  • Kulturamt der Stadt Augsburg
  • Stadtteilbücherei Haunstetten, Tattenbachstr. 15
  • Augusta-Bank eG Raiffeisen-Volksbank
  • hre Brille - Augenoptik GmbH, Inningerstr. 6
  • Gärtnerei Türk, Tal 3
  • Goldschmiede Haunstetten, Hofackerstr. 9
  • Ruhesitz Wetterstein GmbH, Königsbrunner Str.
  • Evangelische Christuskirche Haunstetten
  • kath. Stadtpfarrei St. Pius
  • Freie Evangelische Gemeinde

Verantwortlich für das Programm

Heinrich Bachmann, Andrea Brehme, Gerlinde Eberle, Harald Eckard, Jutta Goßner, Anita Höfle, Andreas Jäckel, Ludwig Luger, Anette Mayer, Petra Löw, Regina Tobias, Bülent Gecgüner, Lea Höfle und für die ortsgeschichtliche Sammlung Gertrud Widmeier und ihr Team.

Mitgliedsbeitrag

Jahresbeitrag: EUR 30,--

Mit 2,50 EUR pro Monat ermöglichen Sie ein abwechslungsreiches Kulturangebot in Ihrer Umgebung. Bei Veranstaltungen bitte Mitgliederausweis mitbringen. Mitglieder erhalten bei allen Veranstaltungen Ermäßigung (außer bei Führungen, Fahrten)

Die Ermäßigung wird dann an der Abendkasse zurückerstattet.

Unsere Beitrittserklärung ist im PDF Format und kann abgerufen werden.

Ortsgeschichtliche Sammlung

Sind Sie an Informationen über die Ortsgeschichte Haunstettens interessiert?
Besuchen Sie die Ortsgeschichtliche Sammlung des Kulturkreises.
Öffnungszeiten: Jeden 1. Mittwoch des Monats, 10.30 - 12.00 Uhr
Altes Rathaus Nebengebäude 1. Stock, Tattenbachstr. 15a

Vorverkaufssstellen

Broschüren des Kulturkreises Haunstetten

Heft 1: Haunstetten im Bombenkrieg v. Karl Filser und Ludwig Feigl

Heft 2: Haunstetten im Jahre 1945 v. Karl Filser und Ludwig Feigl

Heft 3: Haunstetten - Archäologie eines Augsburter Vororts -
Zehn Jahre Ausgrabungen von 1986 bis 1996, reich bebildert,
8 Farbseiten!!!, verfasst von Dr. Lothar Bakker
dem Leiter des römischenMuseums.

Die Broschüren können in der Stadtteilbücherei ausgeliehen und im Ortsgeschichtlichen Archiv, Tattenbachstr.15a (jeweils mittwochs von 14:00 bis 15:00 Uhr), zum Preis von je 5,00 € erworben werden.




Programm

Unser Programm ist im PDF Format und kann abgerufen werden.


In Kürze

Programm ab Dezember 2021 für die nächsten drei Monate.

TitelTerminvonbisTreffpunktKostenAnmeldungBeschreibung
Besinnliche Klänge zum Ende der Weihnachtszeit2022-01-0615:0000:00Kirche St. Albert, Leisenmad 7, Haunstettenfrei - Spenden erbeten für sozialen ZweckEs singen und musizieren: Der Lechrainer Viergesang, der Boarische Saitenklang, das Haunstetter Blockflötenensemble, der Evangelische Posaunenchor der Christuskirche.
Konzet mit der Sängerin "Mombee"2022-02-1819:0000:00Kirche St. Albert, Leisenmad 7, Haunstetten15,-- €/ Mitglieder: 13,-- €Mit ihrer unverkennbaren, ausdrucksstarken, tiefen und tabakangerauhten Soul,- und Gospelstimme entführt die zierliche Sängerin Mom Bee (Augsburg), gemeinsam mit ihren Freunden, dem Ausnahmetrompeter Klaus Dallmeir (Berlin) und dem Jazz-Pianisten Theo Kollross (Augsburg), in die emotionale Welt der Gospel und Soulmusik. Eigenwillige
Interpretationen von bekannten Evergreens stehen schwerpunktmäßig auf dem Programm.
Mom Bee, die von zahlreichen Kritikern in den höchsten Tönen gelobt wird, ist nicht nur Ohren,- und Augenschmaus, sie und ihre hervorragenden Begleitmusiker versetzen die
Zuhörerschaft direkt in die Südstaaten und erwecken ganz unaufdringlich die gesamte Klaviatur an Lebensgefühlen.
Führung durch die Halle 1162022-02-2210:3000:00Karl-Nolan-Straße 2, 86150 Augsburgfrei - Spenden willkommenbis 18.01.22 unter 0821-811518 oder kulturkreishaunstetten.gossner@t-online.deAls am 13.04.1944 das Außenlager Haunstetten des KZ Dachau durch alliierte Bombenangriffe vollständig zerstört worden war, mussten die über 2300 überlebenden KZ-Insassen auf andere Orte verteilt werden, auch in die „Halle 116“ nach Augsburg-Pfersee. Ab Mai 1944 bis Mitte Mai 1945 firmierte die ehemalige Fahrzeughalle als Außenlager Pfersee des KZ Dachau. Auf Beschluss des Augsburger Stadtrats wird die Halle 116 erhalten und darin ein Lern- und Erinnerungsort eingerichtet.



Pressemitteilung

Die Straßennamen von Haunstetten

Das neue Buch des Kulturkreises Haunstetten e.V.

Straßennamen dienen nicht nur der Adressierung und Orientierung. Sie überliefern auch Heimatgeschichte.

Haunstetten mit seiner über 2000 jährigen Geschichte ist ein Ort, der für viele Menschen - auch wenn sie von weit her kommen - "Heimat" bedeutet. Die Straßennamen sollen von dieser langen Geschichte - vom Beginn unter den Römern über das Dorf im Besitz des Reichsklosters St. Ulrich und Afra bis hin zum Stadtteil von Augsburg - erzählen.

Nun kann der Kulturkreis dieses Buch mit den Bedeutungen der amtlichen Namen für die 245 Straßen, Wege und Plätze im Stadtteil Haunstetten (236), im Bereich der Volkssiedlung (5) und im Ortsteil Siebenbrunn (4) herausgeben.

Viel Interessantes wurde vom Autor, unserem Mitglied Wilfried Matzke und anderen Kulturkreis-Mitgliedern zusammengetragen. Besonderer Dank geht an Dr. Bernd und Gabriele Wißner vom Haunstetter Wißner Verlag, ohne deren Unterstützung dieses hochwertige Werk nicht möglich gewesen wäre. Prima, dass auch die Produktion in Haunstetten erfolgen konnte - bei der
traditionsreichen Druckerei Walch.

Facts:

• Erhältlich für 14,90 EUR im Buchhandel sowie in Haunstetten bei "Ihre Brille" in der Inninger Straße 6, der Gärtnerei Türk in Tal 3, der Stadtteilbücherei Haunstetten in der Tattenbachstr.15 (jeweils zu den Öffnungszeiten) und während der Adventszeit im Weihnachtsmarkt der Pfarrei St. Georg

• 64 Seiten im DIN-A4-Format, 105 Abbildungen, acht Haunstetter Stadtpläne von1938 bis 2021 und zwei Luftbilder

• Erstes Druckwerk über Augsburger Straßennamen seit dem Jahr 1833

• Herausgegeben vom Kulturkreis Haunstetten, erschienen im Haunstetter Wißner Verlag, produziert in der Haunstetter Druckerei Joh. Walch

Jutta Goßner, 1. Vorsitzende
Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Die Straßennamen von Haunstetten

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:30.11.2021


Die Straßennamen von Haunstetten

Person
Die Straßennamen von Haunstetten

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:30.11.2021


Die Straßennamen von Haunstetten

Person
Die Straßennamen von Haunstetten

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:30.11.2021


Geschichte KZ-Außenlager Haunstetten

Die Tragödien hinter dem Hermann-Frieb-Park:

Das KZ-Außenlager Haunstetten

Friedlich liegt der Hermann-Frieb-Park in der Sonne, ein idyllisches Fleckchen gleich neben der Inninger Straße: Grüner Rasen, mächtige Bäume, Lachen von Kindern und Jugendlichen, Senioren auf einladenden Parkbänken.

Nur wenige Haunstetter wissen noch um die grausame Vergangenheit dieser Idylle: Hier befand sich von 09.02.1943 bis 20.04.1944 eines der größten KZ-Außenlager der Luftfahrtindustrie Deutschlands.

Wie kam es dazu?

Aufgrund des zunehmenden Mangels an deutschen Arbeitskräften in den Jahren des 2.Weltkrieges für die Rüstungsindustrie der Messerschmittwerke kamen zuerst Kriegsgefangene zum Einsatz - Später nach und nach mehrere Tausend Zwangs- und Fremdarbeiter , die u.a. in Baracken der Lager Uhu und Star an der Inninger Straße wohnten.

Als diese Arbeitskräfte nicht ausreichten wurde von der SS im Februar 1943 auf Wunsch der Messerschmitt-Werke ein Außenlager des KZ-Dachaus erbaut und die SS "vermietete" die Häftlinge an die Messerschmitt AG. Davor war das Areal eine Kiesgrube, dann ein Militärinternierungslager.

Da KZ-Außenlager war von einem hohen elektrisch geladenen Stacheldrahtzaun mit Sichtmatten umgeben. An den vier Ecken standen Wachtürme. Die Gefangenen aus ganz Europa lebten in ca. 22 Holzbaracken. Im Januar 1944 gab es bereits 2695 Häftlinge. Die ersten 200 waren im Frühjahr 1943 aus dem KZ Mauthausen (Österreich) gekommen, die anderen offiziell aus Dachau. Eine Erweiterung auf 4500 war von der Messerschmitt AG geplant.
Es waren meist junge Männer, politische Gefangene, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas usw. Männer mit technischen Kenntnisse waren von Messerschmitt besonders begehrt.

Sie arbeiteten fast ausnahmslos bei Messerschmitt in der Produktion der Me-210 und Me-410. Zu Fuß mussten sie in Kolonnen zu Messerschmitt laufen, bewacht von SS und Hunden. Täglich sahen die Haunstetter die Kolonnen der ausgemergelten Häftlinge zu ihrer 12 Stunden Schicht Viele Namen der verantwortlichen SS-Lagerleiter und der Wachmannschaft sind dem Kulturkreis Haunstetten nach umfangreicher Recherche nun bekannt.
Das Leben im Lager war für die Häftlinge voller Angst, Misshandlungen (z.B. Schläge oder das "auf sie Hetzen der Hunde") und Tod geprägt.
So schildert der überlebende Häftling Edmond Falkuss (1916-2010) in einem Interview, dass im Frühjahr 1944 vier entflohene, aber gefasste Häftlinge auf dem Appellplatz gehängt wurden; alle Häftlinge mussten dabei zusehen. Ebenso wurden acht des Diebstahls von Lebensmittelresten verdächtigte Häftlinge im Frühjahr 1944 gehängt. In der Regel mussten die Gehängten zur Abschreckung einen Tag hängen bleiben.

Aber auch Lagerälteste , selbst KZ-Häftlinge, waren von ihren Mithäftlingen gefürchtete Schläger. Ein Beispiel ist Hugo Zier(geb-1906): In seinen Memoiren berichtet der im KZ Dachau inhaftierte polnische Genaralkonsul M.Grabinski (1893-1960), wie Zier in Dachau mit Vorliebe Priester misshandelte. Den Weihbischof von Wloclawek ( Leslau), Michael Kozal (geb.1906), schlug er im Januar 1943 so brutal, dass dieser, schwer verletzt, daran starb. Zier wurde "In Anerkennung seiner Verdienste", so der Generalkonsul in seinem posthum 2007 erschienenen Buch, als Lagerältester ins Außenlager Haunstetten versetzt.

Durch alliierte Luftangriffe wurde das Lager am 13.April 1944 vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die zahlreichen Angriffe forderten viele Todesopfer, da z.B. die Häftlinge die Luftschutzbunker nicht aufsuchen durften. Die Überlebenden mussten einige Tage im Freien auf dem Schießplatz im Wald "hausen".

Ab 20.04.1944 wurden die KZ-Häftlinge auf andere KZ-Außenlager verteilt, so z.B. Gablingen, Leonberg, Pfersee. Am 25.04.1945 mussten auf Befehl der SS alle den sog. "Todesmarsch" von Pfersee nach Klimmach (bei Schwabmünchen) antreten. Dort wurde sie, unter ihnen von den heranrückenden US-Truppen befreit.

Die Stadt Augsburg ließ 1985 im Park zur mahnenden Erinnerung eine Tafel mit Stahlkranz des Bildhauers Claus Scheele errichten.
Im Jahr 2008 erfolgte die Aufstellung einer Stele durch den Kulturkreis Haunstetten e.V. mit den über 120 von Kulturkreisvorstandsmitglied Heinrich Bachmann ermittelten Namen samt Nationalität, Geburts- und Sterbedaten der Opfern der Bombenangriffe des KZs

Wunderbar, dass wir heute die Idylle in Frieden und einem demokratischen Staat genießen können, doch darf man das Grauen dahinter nicht vergessen.

Jutta Goßner
Vorsitzende Kulturkreis Haunstetten e.V.

06.11.2021

Person
KZ-Außenlager Haunstetten

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:07.11.2021


Offener Archiv-Vormittag

Termin: 03. November, Zeit: 10.30 - 12.00 Uhr

Ort: Altes Rathaus Haunstetten, Nebengebäude, 1. Stock, Tattenbachstr. 15a

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich unter kulturkreishaunstetten.gossner@t-online.de oder 0821 811518.
Ohne Anmeldung ist kein Zutritt möglich. Die an diesem Tag gültigen Corona-Regelungen müssen eingehalten werden.

Die interessierten Besucher*innen können sich informieren über die Geschichte Haunstettens vom ulrikanischen Dorf bis zur Stadterhebung über die Eingemeindung bis zur Gegenwart. Eine umfangreiche regional ausgerichtete Bibliothek steht ebenfalls zur Verfügung.

Jutta Goßner
Vorsitzende

Person
Offener Archiv-Vormittag

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:20.10.2021


Georg Käß - Unternehmer, Bürger und Mäzen

Georg Käß, geboren 1823 in Schussenried und gestorben 1903 in Haunstetten war ein erfolgreicher Unternehmer. Zuerst im Bereich der Textilindustrie, später steckt er sein mit Aktien erworbenes Vermögen in die prosperierende Eisenbahnindustrie, u.a. in die Münchner Lokomotivenfabrik Krauss & Cie. AG , in dessen Aufsichtsrat er lange Mitglied war.
Viele Vorhaben der Gemeinde Haunstetten, vor allem im sozialen Bereich, wären durch sein finanzielles Engagement, fortgeführt nach seinem Tod durch seine Frau Karolina und seine Tochter Marie Gräfin Tattenbach, nicht oder nicht so realisierbar gewesen. Sie ermöglichten für die Bürgerschaft wichtige Einrichtungen, die heute alle von der öffentlichen Hand durch Steuern finanziert werden würden.
In der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20.Jahrhunderts stellten viele Unternehmer große Summen ihres Privatvermögens für öffentliche Zwecke zur Verfügung. Der Historiker Jürgen Kocka nennt dies ein "bürgerliches Verhalten par excellence" . Der bürgerliche Mäzen löste so den adeligen Mäzen ab. Aber die Förderung sozialer und kultureller Vorhaben war für sie und auch für Georg Käß kein reiner menschenfreundlicher Selbstzweck. Dadurch wollte man sich von nicht-bürgerlichen armen Schichten abgrenzen, hohe öffentliche Anerkennung und Prestige in der Heimat erreichen und gesellschaftliche Grenzen zum Adel durchbrechen. So erhielt seine Tochter 1927 die Ehrenbürgerwürde Haunstettens.

Neben zahlreichen Spenden für Vereine und individuellen Zuwendungen für Bedürftige, sind einige Projekte noch heute in und für Haunstetten wichtig.

1. Kranken- und Armenhaus

Mit den Mitteln der anlässlich seiner Heirat im Mai 1890 errichteten Stiftung und anderen Zuwendungen konnte die Gemeinde Haunstetten im ehemaligen Gasthof "Zum Jägerhaus" ein Krankenhaus mit 40 Betten einrichten. Das "Jägerhaus" lag damals noch auf bayerischem Territorium; Käß erreichte, dass es auf Gemeindegebiet umgewidmet wurde. Das Armen- und spätere Altenheim wurde in einem Wirtschaftsgebäude des Gasthofs untergebracht. Auch seine Tochter Marie ließ dem Krankenhaus zahlreiche Summen zukommen und bedachte es in ihrem Testament. Das Krankenhaus war bis 1968 in Betrieb. Heute steht hier das Uniklinikum Süd.

2.Friedhof an der heutigen Bgm.-Widmeier-Straße

Bis 1870 wurden die Verstorbenen der Gemeinde rund um die Pfarrkirche St.Georg bestattet. Da der alte Friedhof zu klein geworden war, musste die Gemeinde ein Grundstück erwerben, um einen "neuen" Friedhof anzulegen. Die konnte sie nur mit einem großzügigen Darlehen von Georg Käß und seinen Verwandten Friedrich Martini. 1870 wurde der Friedhof eingeweiht und bereits 1899 vergrößert.. In einem dort 1904 errichteten repräsentativen Mausoleum ist die Grabstätte der Familie Käß.

3. Kirchen

Wegen des starken Anstiegs an Gläubigen ließ Pfarrer Eberhard Spickermann ab 1888 die katholische Pfarrkirche St.Georg um 10 Meter nach Westen verlängern und im Stil des Neobarocks umgestalten. Auch zu dieser Baumaßnahme trug eine großzügige Spende Georg Käß bei. Überdies finanzierte er einen neuen Baldachin-Hochaltar, die beiden Nebenaltäre, eine neue Orgel des Augsburger Orgelbauers Offner und zwölf Apostelfiguren. Seine Frau und seine Tochter trugen zur Finanzierung neuer Glocken im Jahr 1910 bei: eine trug deshalb den Namen "Karolina" und eine weitere hieß "Maria".
Für die Renovierung der Muttergotteskapelle 1906 spendete Karolina Käß einen namhaften Betrag.

4.Eichendorffschule und Kinderbewahranstalt

Durch die zunehmende Ansiedlung von Industriebetrieben stieg die Zahl der Einwohner und ihrer Familien stark an, so dass ein neues Schulhaus notwendig wurde. Damit dieses neue gemeindliche Schulhaus großzügig und funktional gebaut werden konnte, spendete Käß eine erhebliche Summe. Bereits September 1904 konnte Bürgermeister Carl Hüber die neue Schule am heutigen "Georg-Käß-Platz" einweihen. Auch die Gemeindeverwaltung war hier bis 1955 untergebracht.
Das alte Schulhaus von 1888 in der heutigen Dudenstraße wurde mit großzügiger Zuwendung von Georg Käß in seinem Testament 1906 in eine Kinderbewahranstalt umgewandelt und den Klosterschwestern von Maria Stern anvertraut. Es war eine sehr wichtige Einrichtung, da viele Mütter in den Fabriken arbeiten mussten und sich deshalb untertags nicht um sie kümmern konnten. Noch heute ist in diesem Haus ein Kindergarten der Stadt Augsburg untergebracht.

5. Turnhalle

Der damalige TV (heute:TSV) Haunstetten musste als junger Verein seine Turnstunden in den Sälen Haunstetter Gastwirtschaften (z.B. "Zu Sonne") an der Ecke Landsberger/Inninger Straße abhalten. 1914 begann der Verein eine eigene Turnhalle zu bauen, 1916 wurde sie fertiggestellt. Ohne die Spenden für den Baufonds von Marie Gräfin Tattenbach wäre dieser Bau, man sprach von der schönsten Turnhalle Schwabens, nicht realisierbar gewesen. Im April 1945 wird sie durch Bomben vollständig zerstört.

Nicht nur in Haunstetten waren der Unternehmer Käß, seine Frau und seine Tochter als Mäzene engagiert. Zahlreiche Spenden gingen an Schussenried, den Geburtsort von Georg Käß und an die Gemeinden, in denen seine zwei Schlösser standen: Weidenkam (am Starnberger See) und Eurasburg - Hier ließ Gräfin Tattenbach eine Kirche bauen, die 1909 eingeweiht wurde.

Kulturkreis Haunstetten e.V.
Jutta Goßner

Person
Krankenhaus - Turnhalle - Eichendorffschule

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:07.10.2021


Fachexkursion zum historischen Kriegsgräberstätte Schwabstadl

Eine Fachexkursion führte die Vorsitzende des Kulturkreises Haunstetten e.V. Jutta Goßner mit den Vorstandsmitgliedern Gerlinde Eberle, Heinrich Bachmann sowie dem Kulturkreismitglied Eva-Maria Noppen-Eckart nach Schwabstadl Über 2025 deutsche und ausländische Tote aus beiden Weltkriegen sowie aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Der Kulturkreis erforscht gerade ein dunkles Kapitel des Haunstetter Schießplatzes: Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden hier mindestens 25 junge deutsche Soldaten auf Grund von Feld- bzw. Militärgerichten u.a. wegen Fahnenflucht exekutiert.

In den 1950er Jahren wurden die Erschossenen (bis auf einen) durch den Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge von ihrer ursprünglichen Bestattungsstätte im Augsburger Westfriedhof nach Schwabstadl umgebettet.

Alle ihre Gräber konnten vom Kulturkreis nun auf dem Soldatenfriedhof Schwabstadl verifiziert werden.

Ziel der Recherche ist es, auf dem Haunstetter Schießplatz ein würdiges Gedenkmal mit erklärenden Informationen zur hundertjährigen Geschichte des Schießplatzes zu errichten. Diesem Ziel ist der Kulturkreis nun einen Schritt näher gekommen,

Jutta Goßner
Vorsitzende Kulturkreis Haunstetten e.V.
13.09.2021

Person
Fachexkursion zum historischen Kriegsgräberstätte Schwabstadl

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:13.09.2021


Die Munitionsbunker aus der Zeit des Nationalsozialismus im Haunstetter Wald

Heute sind sie "Heimat" wertvoller Fledermäuse

Ein sehr gelungenes Beispiel für die Umwandlung von Militärgebiet in einen friedlichen Ort des Naturschutzes sind die Munitionsbunker im Haunstetter Wald.

In den Jahren 1934 - 1936 wurde nördlich des bereits seit dem 19. Jahrhundert vorhandenen Schießplatzes von der Wehrmacht, d.h. der Heeresmunitionsnebenanstalt Augsburg des Wehrkreis VII ein Munitionslager mit 13 Munitionsbunkern für die Artillerie angelegt. Die Gesamtkapazität betrug ca. 40 Tonnen. Es war in der Zeit, kurz nach der nationalsozialistischen Machtergreifung, als die in der Weimarer Republik begonnenen Planungen für eine Vergrößerung der Reichswehr durch Adolf Hitler eine massive Intensivierung erfuhren.

Nach der Besetzung Haunstettens im 2.Weltkrieg am 28.04.1945 durch Einheiten der 3.Infanteriedivision der 7.US-Armee brauchten diese, so berichteten Haunstetter Zeitzeugen, einige Tage, um die mit Bewuchs (Sträucher, Gras, Moos, Bäume ...) gut getarnten Munitionsbunker zu finden.

Nach dem 2.Weltkrieg bis 1961 nutzten die in Augsburg stationierten US-Truppen das Munitionslager als "Ammunition Storage". Bewacht wurden die Bunker u.a. durch deutsche Zivilangestellte der US-Armee, auch junge Männer aus Haunstetten und Siebenbrunn waren dabei. Diese Civilian Guards (CG) gehörten zur Industrial Police und später zum Labor Service der amerikanischen Armee. Deren Sitz war zuerst die Augsburger Holbeinstraße 12, dann die Reese Kaserne an der Sommestraße.

Im Jahr 1961 erfolgt die Übernahme als Korpsdepots 258 durch die 1955 gegründete Bundeswehr.
Aus Sorge um reines Trinkwassers für die wachsende Bevölkerung Augsburgs und Haunstettens wurden bereits 1962 weite Teile des Haunstetter Waldes als Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen. 1975 beantragte die Stadt Augsburg aus Gründen des Trinkwasserschutzes die Absiedelung des Munitionsdepots 258. Eine von der Bundeswehr beabsichtigte Verlagerung nach Derching-Haberskirch kam nicht zustande.

Von 1982-86 wurde das Munitionsdepot der Bundeswehr nach und nach geschlossen, die Munition entfernt. Abgetragen wurden auch die wenigen Gebäude wie die Räume für das Wachpersonal, einige Wellblechhallen, Munitionslagerhäuser und die Umzäunung.
Die Bunker wurden verschlossen und als Domizil für Fledermäuse benutzt.

Betreut wird das Gebiet von der städtischen Forstverwaltung Augsburg. 2021 tauschte es aus Sicherheitsgründen die marode gewordenen Türen zu den Bunkern aus - natürlich wieder mit Einflugslöcher für die Fledermäuse.

Text: Stand 03.08.2021
Jutta Goßner Vorsitzende Kulturkreis Haunstetten e.V.

Bilder: alle Archiv des Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Munitionsbunker aus der Zeit des Nationalsozialismus

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:13.08.2021


OB Weber besichtigt ehemaliges Außenlager des KZ Dachau in Haunstetten

Am Dienstag, 03.August 2021 besichtigte auf Einladung des Kulturkreises Haunstetten und seiner Vorsitzenden Jutta Goßner Frau Oberbürgermeisterin Eva Weber das Gelände des ehemaligen Außenlagers Haunstetten des KZ Dachau im heutigen Hermann-Frieb-Park an der Inninger Straße.

Die Kulturkreis-Vorstandsmitglieder Altstadtrat Heinrich Bachmann und Landtagsabgeordneter Andreas Jäckel, Petra Loew (Leiterin der Stadtteilbücherei Haunstetten) erklärten zusammen mit Altstadträtin und Vorsitzenden Jutta Goßner der Oberbürgermeisterin die Historie des Außenlagers, das eines der größten Lager der Luftfahrtindustrie Deutschlands in der Zeit des Nationalsozialismus war.

Auf Grund des akuten Mangels an Arbeitskräften (trotz mehreren Tausend Zwangsarbeitern) reichten der Messerschmitt AG die Zahl an Arbeitern bald nicht aus. Auf Wunsch des Unternehmens wurde deshalb Anfang Februar an der Inninger Straße (zwischen Viehtrieb- und Afrastraße, östlich des Lagers "Star" für Zwangsarbeiter ) ein Lager für über 26000 männliche KZ-Häftlinge aus aller Herren Länder (Stand Januar 1944) gebaut. Umgeben von einem drei Meter hohen elektrisch geladenen Stacheldrahtzaun mit Sichtmatten, war es nachts beleuchtet und mit vier Wachtürmen an jeder Ecke.
Zu Fuß mussten die Häftlinge frühmorgens, bewacht von SS-Personal und etlichen Hunden zu ihrer zwölf Stunden- Schicht in die Messerschmitt Werke laufen.

Nach zahlreichen Luftangriffen der Alliierten ab Februar 1944 wurde das Außenlager am 13.04.44 vollständig zerstört, Hunderte von Häftlingen fanden den Tod. Es wurde nie wieder aufgebaut. Die überlebenden Häftlinge verteilte man an andere Orte: so z.B. Gablingen, Leonberg oder Pfersee.

Frau Oberbürgermeisterin Eva Weber versprach, dass die Stadt Augsburg die grausamen Schicksale der Häftlinge hier in Haunstetten auch in Zukunft nicht vergessen wird.

Jutta Goßner

Person
Hermann-Frieb-Park 2021

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:13.08.2021


Haunstetter Stadtspaziergang: Zu Fuß durch die Jahrhunderte

Termin: Samstag, 31. Juli 2021
Dauer: 10:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr
Treffpunkt: vor der Arberhalle, Arberstraße 7, 86179 Augsburg
Führung: Jutta Goßner

Wir gehen zu Fuß von der ehemaligen Fliegertechnischen Vorschule vorbei an zahlreichen Zeugnissen aus vielen Jahrhunderten (wie dem Käß schen Mausoleum, Kino Atrium, Muttergotteskapelle, ehem.Kinderbewahranstalt usw.).
Die Orte werden geschichtlich eingeordnet und erklärt. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich unter kulturkreishaunstetten.gossner@t-online.de oder 0821 811518; ansonsten ist keine Teilnahme möglich.

Die zu dem Zeitpunkt gültigen Corona-Regeln müssen eingehalten werden.

Jutta Goßner
Vorsitzende des Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Eichendorff Grundschule + Jägerhaus

Foto/Bild:Archiv Kulturkreis Haunstetten

Datum:04.07.2021




Projekte

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere besonderen Projekte vor, die wir in Haunstetten planen, oder auch schon in die Tat umgesetzt haben.

Klicken Sie auf die Vorschaubilder, und Sie bekommen nähere Informationen.

Zeitzeugnisse
Wappenschild
Fahradtour 2
Pax
QR Code
Straßennamen
Postkartenmotive
Bilderausstellung
Maibaum
Grabstein
Gefallene
Fahradtour 1
Digitalisierung
Fahradtour 3


Ortsarchive

Ortsgeschichtliche Sammlung

Dieses Archiv hat Ludwig Feigl aufgebaut. Im Lauf seines Lebens hat er eine stattliche Sammlung an schriftlichen Zeugnissen und Bilddokumenten zusammengetragen. In dieser Sammlung finden sich nicht nur Berichte zum aktuellen Geschehen, sondern auch Geschichten und Begebenheiten aus früherer Zeit.

In über 60 Ordnern kann sich der interessierte Besucher informieren über Geschichte allgemein (Bayern, Schwaben), Archäologie und die Geschichte Haunstettens vom ulrikanischen Dorf bis zur Stadt und bis zur Eingemeindung nach Augsburg, alte Anwesen und Ihre Besitzer, Straßennamen und ihre Herkunft, Gewässer, Wald- und Forstwesen, Landwirtschaft, Gewerbe, Industriebetriebe, wie z.B. Martini, Spinnerei & Weberei und die Kunstmühle, Kirchen und Schulen, Kindergärten, und soziale Einrichtungen, Gesundheitswesen, Vereine, die freiwillige Feuerwehr, Mundart, Brauchtum und Theater in Haunstetten.

Über Siebenbrunn gibt es ebenso Unterlagen, wie über die nähere Umgebung von Haunstetten. Es existieren Dokumente über die früheren Gemeinderatssitzungen, Wahlen, politische Parteien, Bürgermeister. Eine weitere Sammlung ist lebenden und verstorbenen Haunstetter Persönlichkeiten gewidmet. Auch über Georg Käß und die Gräfin Tattenbach liegt umfangreiches Material vor. In mehreren Ordnern wird über die Zeit des Zweiten Weltkriegs, die Nachkriegszeit und die amerikanische Besatzung berichtet. In einer bislang 50 Ordner umfassenden und stetig wachsenden Sammlung wird chronologisch alles dokumentiert, was über Haunstetten in der Presse zu finden ist.

Ein weiterer Bestandteil des Archivs ist die umfangreiche Fotosammlung. Zu fast allem, was in Ordnern dokumentiert ist, gibt es auch Bildmaterial. Viele Haunstetter Straßen wurden fotografiert, Gesamtansichten und einzelne Gebäude, es wurden Feste, Feiern und Klassentreffen im Bild festgehalten. Luftaufnahmen zeigen die Ausdehnung Haunstettens im Lauf der Jahre. Besonders interessant sind alte Postkarten und Aufnahmen von Haunstetter Straßen und Plätzen.

Interessante Dokumente und Fotos aus Privatbesitz, die sich z.B. in Haunstetter Nachlässen finden und zum Wegwerfen zu schade sind, nimmt das Archiv gerne an, um sie vor dem Vergessen zu bewahren.

Zu den Öffnungszeiten kann sich der interessierte Bürger im Leseraum gemütlich niederlassen und in aller Ruhe schmökern und in Geschichte schwelgen.

Gertrud Widmeier und Ludwig Luger freuen sich auf Ihren Besuch und beantworten gern Ihre Fragen.

Öffnungszeiten: jeden 1. Mittwoch des Monats von 10:30 - 12:00 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel.: 0821 / 81 24 24
Ort: altes Rathaus, Nebengebäude, 1. Stock, Tattenbachstr. 15a


Online Archive
Begriff
Startdatum
Enddatum





Bibliothek

Bücherliste Kulturkreis Haunstetten e.V.

AutorenTitelPublikationsdatumVerlagSeitenISBN
Vorsteher, Dieter1.9.3.9 Ein Versuch über den Umgang mit Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg1989DHM GmbH
Nagler, Gregor111 Orte in Augsburg, die man gesehen haben muss18/06/2015Emons Verlag2409783954515981
Menschen Dr., Peter; Dann Dipl. KfM., Wilfried; Feigl, Ludwig; Buchnee Prof. Dr., Herbert; Söffing Prof. Dr., Günter; Kotter, Kkaus25 Jahre Steuerkanzlei Walter SetteleBrigitte Settele Verlag118
Eberlein Dr., Hans350 Jahre Hasenbrauerei Augsburg
Bergh, Hendrik vanAlbertus Magnus1980Busse-Seewald1203-512-00602-7
Willi, GerhardAlltag und Brauch in Bayerisch-Schwaben. Die schwäbischen Antworten auf die Umfrage des Bayerischen Vereins in München von 1908/09 (Veröffentlichungen ... zur historischen Volks- und Landeskunde)09/07/1999Wißner-Verlag7713-89639-146-1
Staatl. Archive BayernArmenfürsorge und Daseinsvorsorgr1992Verlagsdruckerei Schmidt
Schreiber, FranzAugsburg2004Wartberg639783831314065
Wißner, BerndAugsburg2004Wißner-Verlag1259783896394293
Schreiber, FranzAugsburg - Bilder einer Stadt um 1900: Historische Fotografien10/2001Wartberg649783831311002
Büchler, JosefAugsburg - Die Stadt des Pyrs und Reichsadlers1963Die Brigg
Reiniger, RobertAugsburg - Portrait einer Fliegerstadt1995Presse-Druck- und Verlaggs-GmbH Augsburg192
Plößl, ElisabethAugsburg auf dem Weg ins Industriezeitalter1985Müller Rainer A.
Schweinberger, WillyAugsburg im Rampenlicht1986AWO Werbung
Wegele, Ludwig Augsburg -Augsburg so wie es war1974Gondrom1043770003713
Bast, Eva-Maria; Thissen, HeikeAugsburger Geheimnisse11/2017Bast Medien GmbH1909783946581277
Bast, Eva-Maria; Thissen, HeikeAugsburger Geheimnisse: 50 Spannende Geschichten aus der Fuggerstadt (Geheimnisse der Heimat)30/10/2017Bast Medien GmbH192978-3-946581-27-7
Grünsteudel, GüntherAugsburger Stadtlexikon (German Edition)01/01/1998Perlach3-922769-28-4
Groll, Thomas; Ansbacher, WalterAugusta Sacra - Heilige, Selige und Glaubenszeugen des Bistums Augsburg28/11/2018Fink, Josef382978-3-95976-192-5
Eckert, AlfredBallon und Luftschiffahrt in Augsburg1976Wulf Bergner239
Hollo, Harald; Laß, WalterBayerisch Schwaben. Blickpunkte: Vielfalt der schwäbisch-bayerischen Landschaft. Vor- und Frühgeschichte. Vom Ries bis zum Allgäu- vom Ulmer Winkel ... Burgen und Schlösser, Kirchen und Klöster14/07/2003Satz und Grafik Partner1639783935438001
Hubensteiner, BennoBayerische Geschichte1980Süddeutscher360
Panitz, ReinerBis zum Sanktnimmerleinstag2005Reiner Panitz1833-9522805-1-8
WalchChronik der Familie Walch1984
Teichner, A; Behrendt, WChronik der Pfarrei St. Ulrich KönigsbrunnPfarrei St Ulrich
Linke, Norbert [Hrsg.]:Das grosse Buch unserer beliebtesten Volkslieder. Kein schöner Land....1983Niedernhausen/Ts., Falken-Verlag 1983.03-8068-4150-0
Weber, JohannDas Kriegsende 1945 in Mering1996Eigenverlag101
Fassl, PeterDas Kriegsende in Schwaben 194525/04/2005Satz und Grafik Partner1849783935438520
Huyer, RrichDas Lechfeld1967Mayer Josef209
Mäck, UlrichDas schwäbische DonaumoosBrigitte Settele Verlag204
Dierig AGDas Werk von fünf Generationen - 150 Jahre Dierig
Kotter, Ludwig; Schätzl, Lothar; Reiprich, Gert; Bergmann, Ingrid; Stiefenhofee, Hans; Streitberger, Karl; Hofmann, Alfred; Schneider, Anton; Settele, WalterDer alte Pfarrhof HaunstettenBrigitte Settele Verlag64
Bundeszentrale für HeimatdienstDer Beginn des Zweiten Weltkrieges - Heft 47
Pfeuffer, EberhardDer Lech2010Wißner-Verlag1849783896397683
Miller, Franz R.Der Lech und seine Abenteuer1990Allgäuer Zeitungsverlag128
Roden, HansDeutschland steckt voller Merkwürdigkeiten1963Hans E. Günther228
Fuchs Dr., KarlheinzDie Alamannen1997Wbg Theiss5283-8062-1302-X
Römer, GernotDie Austreibung der Juden aus Schwaben1987Presse-Druck- und Verlaggs-GmbH Augsburg256
Buts, RitaDie Kleene aus der Salzmarktstraße2012Andreas, Peter273978-3-935881-88-3
Mayer, G.Die Lechhochwasser Katastrophe 19101914Verlag der Stadtgemeinde
Lang, OttoDie Schneedörfer und Orte der Umgebung im Böhmerwald1988Schwabenverlag AG Aalen/Ellwangen359
Mutzbauer, OttoDie Urkunden des Archivs der Grafen von Tattenbach1967Karl Zink Verlag384
Pöhl, Karl OttoEin Band durch fünf Generstionen - Martini gestern und heute1957Verlag Mensch und Arbeit
Ücker, BernhardEndstation 1920. Die Geschichte der königlich-bayerischen Staatsbahn1972Süddeutscher1583-7991-5704-2
Drescher, Hans-GeorgErnst Troeltsch1991Vandenhoeck & Ruprecht5573-525-55418-4
Pöhlmann, MarkusEs war gerade, als würde alles bersten: Augsburg im Bombenkrieg07/01/2019Volk Verlag168978-3-86222-282-7
Troeltsch, ErnstEthik und Geschichtsphilosophie01/01/1995Beltz Athenäum09783895470905
Kapeikis, Harry G.Exile from Latvia11/2007Trafford Publishing3169781425134006
Römer, GernotFür die Vergessenen1984Presse-Druck- und Verlaggs-GmbH Augsburg229
Hinterbrandner, Gerhard Und MarianneGau Chronik2004Altbayrisch-schwäbischer Gauverband
Menacher, PeterGelebtes Miteinander. Der "Preis Augsburger Friedensfest" und seine ökumenischen Impulse13/02/1997Wißner-Verlag2163-89639-079-1
Korhammer, HermannGemeindewappen des Landkreises Augsburg1965Selbstverlag des Landkreises Augsburg118
Schneider, Otto; Zelzer, Maria; Stoll, Siegfried; Müller, HanneloreGöggingen1969Selbstverlag der Stadt Göggingen303
Wirth, StefanGrabfunde der späten Bronzezeit und der Urnenfelderzeit von Augsburg-Haunstetten und Friedberg in Bayern1998Wißner-Verlag2013-89639-121-6
Eberlein Dr., HansGrundriss der Heimatkunde des Landkreises Augsburg1969Selbstverlag des Landkreises Augsburg428
Wächter, Hermann; Ruchti-Settele, BrigitteGrüß Gott in Bayerisch-Schwaben. Heitere und besinnliche Geschichten und Gedichte im Jahreslauf von Land und Leuten in Mundart und Hochdeutsch für Schwaben und NichtschwabenBrigitte Settele Verlag1333-932939-30-1
Feigl, Ludwig; Reiprich, GertHaunstetten Geschichte-Episoden-BilderBrigitte Settele Verlag172
Pfundner, ThomasHistorische Grenzsteine in Bayerisch-Schwaben05/11/2015Konrad, A H2029783874375689
Groll, ThomasJahrbuch 50. Jahrgang2016Kunstverlag Josef Fink978-3-95976-067-6
Groll, Thomas; Ansbacher, WalterJahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte, 51. Jahrgang, 201727/11/2017Fink, Josef940978-3-95976-109-3
Wiercinski, Thomas; (Augsburg), Diözesanmuseum St. Afra; Augsburg, Kunstsammlungen und Museen; Ferdinandeum, Tiroler LandesmuseumJohann Evangelist Holzer05/2010Haymon Verlag4489783852186412
Thomas, GrollKardinal Otto Truchseß von Waldburg (1514–1573): Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte, 49. Jahrgang, 201509/11/2015Fink, Josef430978-3-89870-986-6
unbekanntKommunale Archive in Bayern (German Edition)03-87717-702-6
Linde, FritzKönig Ludwig und seine Schlösser1926Georg Kummer Verlag32
Schwarzmeier, HansmartinKönigtum, Adel und Klöster im Gebiet zwischen Oberer Oller und Lech1961Verlag Schwäbischen Forschungsgemeinschaft
Bauer, KarlLiebes Thierhaupten2001Kulturforum Thierhaupten
Pörnbacher, HansLiteratur in Bayerisch Schwaben1979Anton H. Konrad Berlag2043-87437-161-1
Cramer-Fürtig, MichaelMachtergreifung in Augsburg: Anfänge der NS-Diktatur 1933-1937 (Beiträge zur Geschichte der Stadt Augsburg)15/09/2008Wißner-Verlag4489783896396549
Schindlmayr, HansMittelschwbischer VolksspiegelVerlag Bayerisches Schulmuseum Augsburg
Baumgärtner, Franz JosefMünchner Porträts -Wilhelm Hoegner1957Günter Olzog43
Chrobaczek, ChristianeMuseen in Schwaben: Ein Führer zu 145 Sammlungen, Schlössern und Gedenkstätten zwischen Bodensee und Ries01/01/1992Bezirk Schwaben1603-9802516-1-6
Eitel, JoachimMut zur Feigheit12/01/2017E.I.-Verlag265978-3-00-054787-4
Reiprich, Gert; Feigl, Ludwig; Kießling, Hermann; Streitberger, Karl; Settele, BrigitteMuttergotteskapelle HaunstettenBrigitte Settele Verlag112
Wohlfarth, FritzNoch ein Stück von mir.1997Fritz Wohlfarth2883-00-002288-0
Zipperer, G.A.Nördlingen Schicksalstunde 1634Georg Wagner71
Schmid, Elmar D.Nördlingen, die Georgskirche und St. Salvator1977Konrad Theiss Verlag, Stuttgart,1673-8062-0167-6
Wagner, GeorgSchwartamagaUnion deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart
Büchner Prof. Dr., Herbert; Feigl, Ludwig; Reiprich, GertSettele - Geschichte einer schwäbischen FamilieBrigitte Settele Verlag108
Glaser, Hermann; Pufendorf, Lutz von; Schöneich, Michael.So viel Anfang war nie. Deutsche Städte 1945 - 194901/04/1992Siedler Verlag3393-88680-350-3
Ruckdeschel, WilhelmTechnische Denkmale in Augsburg1984Brigitte Settele Verlag139
Schlicht, UdoTextilbleichen in Deutschland: Die Industrialisierung einer unterschätzten Branche (Studien zur Regionalgeschichte)11/06/2010Verlag für Regionalgeschichte384978-3-89534-672-9
Schalm, SabineÜberleben durch Arbeit?2009Metropol-Verlag368978-3-940938-45-9
Lasky, Melvin J.Und alles war still24/10/2014Rowohlt Berlin496978-3-87134-7085
Beron, AlfredUnsere bayerische HeimatEigenverlag336
Groll, ThomasVerein für Augsburger Bistumsgeschichte Jahrbuch 50. Jahrgang2016
Eser, Susanne F.Verwaltet und verwahrt. Armenpolitik und Arme in Augsburg. Vom Ende der reichsstädtischen Zeit bis zum Ersten Weltkrieg01/2001Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart3503-7995-0469-9
Wagner, RichardVia Claudia Augusta198660
Lokale Aktionsgruppe Via Claudia AugustaVia Claudia Augusta - Radwandern1998EOS Verlag963-88096-456-4
Emmendörfer, Christoph; Trepesch, ChristofWasser - Kunst - Augsburg2018Schnell & Steiner4489783795433000
Wolf Dr., BarbaraWBG Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Augsburg2002Schoder Druck
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Ebert, Hans J; Kaiser, Johann B; Peters, KlausWilly Messerschmitt. Pionier der Luftfahrt und des Leichtbaues1992Bernard & Graefe4323-7637-6103-9
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Person

Frau Jutta Goßner

Vorsitzende

Tel. (0821) 811518

kulturkreishaunstetten@web.de

Kulturkreis Haunstetten sucht Zeitzeugnisse


Displaced Persons aus den baltischen Staaten nach 1945 in Haunstetten

Auch 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs weiß man, so Kulturkreis Vorsitzende Jutta Goßner und Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, in Haunstetten wenig über die Schicksale der sog. Displaced Persons, die hier jahrelang gewohnt hatten.

Die Displaced Persons waren Personen, die infolge des Zweiten Weltkriegs aus ihrer Heimat durch direkte oder indirekte Folgen des Krieges vertrieben, verschleppt oder geflohen waren. Dazu zählen alle Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, ehemalige KZ -Häftlinge und Osteuropäer. Nicht darunter fallen per definitionem die deutschen Flüchtlinge und Heimatvertriebenen.

Von ca.sechs Millionen DP´s in den drei westlichen Zonen konnten ca.eine Million von den Alliierten nicht repatriiert, d.h. in ihre alte Heimat zurückgeführt werden. Es waren vor allem Balten, deren Heimat die Sowjetunion besetzt und ihr kommunistisches Regime errichtet hatte.
Da die DP´s kein Geld und keine Unterkunft hatten, beschlagnahmten die US-Amerikaner als Besatzungsmacht ab Mai 1945 Wohnungen auch in Haunstetten - vermutlich vor allem im Bereich Goldammer-/Flachs-/Postillion- und Hofackerstraße, (aber auch im Hochfeld). Die deutschen Bewohner mussten sie verlassen und die DP´s zogen ein.

Erst 1949/50 wurden die Wohnungen in Haunstetten zurückgegeben.
Die über 1000 Blatt starken Dokumente der beiden DP- Lager (Hochfeld und in Haunstetten) wurden dann 1950 in die USA nach Chicago gebracht.

Bei der Recherche nach diesem Personenkreis“, so Vorsitzende Jutta Goßner und Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, „ stießen wir jedoch auf einige Spuren der baltischen DP´s, die heute noch in Haunstetten sichtbar sind. Wir möchten aber gerne mehr wissen.“

Die Muttergotteskapelle war unmittelbar nach 1945 das Zentrum der litauischen Gemeinde, denn die Uno-Organisation UNRRA hatte nach 1945 in Haunstetten ein Lager für nichtdeutsche Flüchtlinge und Vertriebene, so genannte Displaced Persons errichtet, viele stammten aus Litauen (ca. 500-1000 in Haunstetten – 2000 im Baltic Camp Hochfeld; heute zeugt davon noch dort das sog.Litauer-Kreuz), den baltischen Staaten oder der Ukraine. An der rechten Langhausseite der Kapelle (siehe Foto) erinnert daran eine Gedenktafel.

Im Alten Haunstetter Friedhof ist ein kleines Gräberfeld dieses Personenkreises zu finden; auf den einfachen Grabtafeln kann man ihre Schicksale ablesen. – (siehe Foto). (Die Gräberliste vom 24.11.1953 liegt dem Kulturkreis vor). Beispiel: Der lettische Volksschullehrer Janins Hintergebr (geb.29.03.1903, gestorben 20.02.1949 in Haunstetten) oder litauische Richter Julyonas Boreisa (geb. 12.04.1881, gest. 08.11.1947)

Viele der ehemaligen DP´s aus Haunstetten wanderten, als die Hoffnung auf die Wiederherstellung der baltischen Staaten nicht erfüllt wurde, in den 50er Jahren nach Australien, den USA oder Kanada aus.

Wer Hinweise, Unterlagen, Erinnerungen, Fotos etc. an diesen Personenkreis besitzt oder sich noch an diese Zeit erinnern kann, der melde sich bitte bei Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, TEL. 0821 813883.

Erstellt am 17.06.2010

Impressum

Verantwortlich für dieses Angebot gemäß § 5 TMG:
Kulturkreis Haunstetten e.V.
Tattenbachstraße 15a
86179 Augsburg
www.kulturkreis-haunstetten.de
Eingetragen Registergericht Augsburg mit der Vereinsregisternummer VR 1696

Kontaktdaten

Inhaltlich verantwortlich gemäß § 55 Absatz 2 RStV:
1.Vorsitzende Jutta Goßner
Angerstraße 27
86179 Augsburg
jutta.gossner@t-online.de
Tel.0821 811518

Umsetzung & ehrenamtliche Betreuung

Bülent Gecgüner
gecguener@gmx.de

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