Der Kulturkreis Haunstetten heißt Sie auf seiner Homepage herzlich willkommen

Wir wollen ein Kulturprogramm für und in Haunstetten mit seinen über 27000 Einwohnern bieten.

Ein Programm, das alle Bereiche der Kultur umfasst und den Bürgerinnen und Bürgern auch die Möglichkeit bietet, selbst aktiv zu werden. Dafür arbeiten wir ehrenamtlich seit 1990. Haunstetten mit seiner reichen Vergangenheit ist zu schade, nur reine "Schlafstadt" zu sein.

Neu: Kulturkreis Haunstetten sucht Zeitzeugnisse Näheres erfahren Sie



Information

Fördermitglieder des Kulturkreises Haunstetten

Wir bedanken uns bei folgenden Institutionen und Firmen für ihre Förderung der Arbeit des Kulturkreises

Partner in Kultur sind

  • Kulturamt der Stadt Augsburg
  • Stadtteilbücherei Haunstetten, Tattenbachstr. 15
  • Augusta-Bank eG Raiffeisen-Volksbank
  • hre Brille - Augenoptik GmbH, Inningerstr. 6
  • Gärtnerei Türk, Tal 3
  • Goldschmiede Haunstetten, Hofackerstr. 9
  • Ruhesitz Wetterstein GmbH, Königsbrunner Str.
  • Evangelische Christuskirche Haunstetten
  • kath. Stadtpfarrei St. Pius
  • Freie Evangelische Gemeinde

Verantwortlich für das Programm

Heinrich Bachmann, Andrea Brehme, Gerlinde Eberle, Harald Eckard, Jutta Goßner, Anita Höfle, Andreas Jäckel, Ludwig Luger, Anette Mayer, Petra Löw, Regina Tobias, Bülent Gecgüner, Lea Höfle und für die ortsgeschichtliche Sammlung Gertrud Widmeier und ihr Team.

Mitgliedsbeitrag

Jahresbeitrag: EUR 30,--

Mit 2,50 EUR pro Monat ermöglichen Sie ein abwechslungsreiches Kulturangebot in Ihrer Umgebung. Bei Veranstaltungen bitte Mitgliederausweis mitbringen. Mitglieder erhalten bei allen Veranstaltungen Ermäßigung (außer bei Führungen, Fahrten)

Die Ermäßigung wird dann an der Abendkasse zurückerstattet.

Unsere Beitrittserklärung ist im PDF Format und kann abgerufen werden.

Ortsgeschichtliche Sammlung

Sind Sie an Informationen über die Ortsgeschichte Haunstettens interessiert?
Besuchen Sie die Ortsgeschichtliche Sammlung des Kulturkreises.
Öffnungszeiten: Jeden 1. Mittwoch des Monats, 10.30 - 12.00 Uhr
Altes Rathaus Nebengebäude 1. Stock, Tattenbachstr. 15a

Vorverkaufssstellen

Broschüren des Kulturkreises Haunstetten

Heft 1: Haunstetten im Bombenkrieg v. Karl Filser und Ludwig Feigl

Heft 2: Haunstetten im Jahre 1945 v. Karl Filser und Ludwig Feigl

Heft 3: Haunstetten - Archäologie eines Augsburter Vororts -
Zehn Jahre Ausgrabungen von 1986 bis 1996, reich bebildert,
8 Farbseiten!!!, verfasst von Dr. Lothar Bakker
dem Leiter des römischenMuseums.

Die Broschüren können in der Stadtteilbücherei ausgeliehen und im Ortsgeschichtlichen Archiv, Tattenbachstr.15a (jeweils mittwochs von 14:00 bis 15:00 Uhr), zum Preis von je 5,00 € erworben werden.




Programm

Unser Programm ist im PDF Format und kann abgerufen werden.


In Kürze

Programm ab September 2021 für die nächsten drei Monate.

TitelTerminvonbisTreffpunktKostenAnmeldungBeschreibung
Offener Archiv-Vormittag2021-10-0610:3000:00ehem. Rathaus Haunstetten, Nebengebäude, 1. Stock, Tattenbachstraße 15aunter kulturkreishaunstetten.gossner@t-online.de oder 0821 811518Die interessierten Besucher*innen können sich informieren über die Geschichte Haunstettens vom ulrikanischen Dorf bis zur Stadterhebung über die Eingemeindung bis zur Gegenwart. Eine umfangreiche regional ausgerichtete Bibliothek steht ebenfalls zur Verfügung.
Offener Archiv-Vormittag2021-11-0310:3000:00ehem. Rathaus Haunstetten, Nebengebäude, 1. Stock, Tattenbachstraße 15aunter kulturkreishaunstetten.gossner@t-online.de oder 0821 811518Die interessierten Besucher*innen können sich informieren über die Geschichte Haunstettens vom ulrikanischen Dorf bis zur Stadterhebung über die Eingemeindung bis zur Gegenwart. Eine umfangreiche regional ausgerichtete Bibliothek steht ebenfalls zur Verfügung.
Vernissage "Feelings"2021-11-1818:0000:00Stadtteilbücherei Haunstetten, Tattenbachstr. 15frei unter buecherei.haunstetten@augsburg.de oder 0821-324 2726Vernissage „Feelings“ mit der Rock-Coverband Schweigepflicht. Die Bilder von Franzi Rauscher und Lisa Löw können zu den Öffnungszeiten der Bücherei bis März 2022 besichtigt werden.
Führung Wittelsbacher Schloss2021-11-2111:0000:00Schlosshof Friedberg 10.45 UhrEintritt und Führung 10,-- €, Mitglieder: 9,-- €bis 9.11.21 unter kulturkreishaunstetten.gossner@t-online.de oder 0821-811518Nach mehrjähriger Schließung erstrahlt das Museum im Wittelsbacher Schloss in neuem Glanz.Wir wollen in einer kurzweiligen Führung Interessantes über die bewegte Vergangenheit unserer Nachbarstadt Friedberg und des Wittelsbacher Schlosses erfahren
Führung Wasserwerk Lochbach2021-11-2710:3000:00Eingang des Lochbachwasserwerks Beim Dürren Ast 31frei unter kulturkreis@eckart-augsburg.deDie Stadt Augsburg hat eine vorbildliche Trinkwasserwirtschaft mit einer einzigartigen Geschichte. Das „Augsburger Wassermanagement-System“ erhielt deshalb den Titel „UNESCO-Welterbe“. Die Stadtwerke Augsburg ermöglichen einen Besuch des Wasserwerks am Lochbach, von dem aus ein Viertel des Augsburger Wasserbedarfs gedeckt wird. Bei einem Blick hinter die Kulissen ist es unter anderem möglich, die kürzlich erneuerte, hochmoderne Pumpentechnik zu bestaunen. Ein erfahrener Experte der Stadtwerke Augsburg beantwortet gerne und kompetent alle Fragen rund um die Augsburger Wasserversorgung.



Pressemitteilung

Fachexkursion zum historischen Kriegsgräberstätte Schwabstadl

Eine Fachexkursion führte die Vorsitzende des Kulturkreises Haunstetten e.V. Jutta Goßner mit den Vorstandsmitgliedern Gerlinde Eberle, Heinrich Bachmann sowie dem Kulturkreismitglied Eva-Maria Noppen-Eckart nach Schwabstadl Über 2025 deutsche und ausländische Tote aus beiden Weltkriegen sowie aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Der Kulturkreis erforscht gerade ein dunkles Kapitel des Haunstetter Schießplatzes: Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden hier mindestens 25 junge deutsche Soldaten auf Grund von Feld- bzw. Militärgerichten u.a. wegen Fahnenflucht exekutiert.

In den 1950er Jahren wurden die Erschossenen (bis auf einen) durch den Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge von ihrer ursprünglichen Bestattungsstätte im Augsburger Westfriedhof nach Schwabstadl umgebettet.

Alle ihre Gräber konnten vom Kulturkreis nun auf dem Soldatenfriedhof Schwabstadl verifiziert werden.

Ziel der Recherche ist es, auf dem Haunstetter Schießplatz ein würdiges Gedenkmal mit erklärenden Informationen zur hundertjährigen Geschichte des Schießplatzes zu errichten. Diesem Ziel ist der Kulturkreis nun einen Schritt näher gekommen,

Jutta Goßner
Vorsitzende Kulturkreis Haunstetten e.V.
13.09.2021

Person
Fachexkursion zum historischen Kriegsgräberstätte Schwabstadl

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:13.09.2021


Die Munitionsbunker aus der Zeit des Nationalsozialismus im Haunstetter Wald

Heute sind sie "Heimat" wertvoller Fledermäuse

Ein sehr gelungenes Beispiel für die Umwandlung von Militärgebiet in einen friedlichen Ort des Naturschutzes sind die Munitionsbunker im Haunstetter Wald.

In den Jahren 1934 - 1936 wurde nördlich des bereits seit dem 19. Jahrhundert vorhandenen Schießplatzes von der Wehrmacht, d.h. der Heeresmunitionsnebenanstalt Augsburg des Wehrkreis VII ein Munitionslager mit 13 Munitionsbunkern für die Artillerie angelegt. Die Gesamtkapazität betrug ca. 40 Tonnen. Es war in der Zeit, kurz nach der nationalsozialistischen Machtergreifung, als die in der Weimarer Republik begonnenen Planungen für eine Vergrößerung der Reichswehr durch Adolf Hitler eine massive Intensivierung erfuhren.

Nach der Besetzung Haunstettens im 2.Weltkrieg am 28.04.1945 durch Einheiten der 3.Infanteriedivision der 7.US-Armee brauchten diese, so berichteten Haunstetter Zeitzeugen, einige Tage, um die mit Bewuchs (Sträucher, Gras, Moos, Bäume ...) gut getarnten Munitionsbunker zu finden.

Nach dem 2.Weltkrieg bis 1961 nutzten die in Augsburg stationierten US-Truppen das Munitionslager als "Ammunition Storage". Bewacht wurden die Bunker u.a. durch deutsche Zivilangestellte der US-Armee, auch junge Männer aus Haunstetten und Siebenbrunn waren dabei. Diese Civilian Guards (CG) gehörten zur Industrial Police und später zum Labor Service der amerikanischen Armee. Deren Sitz war zuerst die Augsburger Holbeinstraße 12, dann die Reese Kaserne an der Sommestraße.

Im Jahr 1961 erfolgt die Übernahme als Korpsdepots 258 durch die 1955 gegründete Bundeswehr.
Aus Sorge um reines Trinkwassers für die wachsende Bevölkerung Augsburgs und Haunstettens wurden bereits 1962 weite Teile des Haunstetter Waldes als Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen. 1975 beantragte die Stadt Augsburg aus Gründen des Trinkwasserschutzes die Absiedelung des Munitionsdepots 258. Eine von der Bundeswehr beabsichtigte Verlagerung nach Derching-Haberskirch kam nicht zustande.

Von 1982-86 wurde das Munitionsdepot der Bundeswehr nach und nach geschlossen, die Munition entfernt. Abgetragen wurden auch die wenigen Gebäude wie die Räume für das Wachpersonal, einige Wellblechhallen, Munitionslagerhäuser und die Umzäunung.
Die Bunker wurden verschlossen und als Domizil für Fledermäuse benutzt.

Betreut wird das Gebiet von der städtischen Forstverwaltung Augsburg. 2021 tauschte es aus Sicherheitsgründen die marode gewordenen Türen zu den Bunkern aus - natürlich wieder mit Einflugslöcher für die Fledermäuse.

Text: Stand 03.08.2021
Jutta Goßner Vorsitzende Kulturkreis Haunstetten e.V.

Bilder: alle Archiv des Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Munitionsbunker aus der Zeit des Nationalsozialismus

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:13.08.2021


OB Weber besichtigt ehemaliges Außenlager des KZ Dachau in Haunstetten

Am Dienstag, 03.August 2021 besichtigte auf Einladung des Kulturkreises Haunstetten und seiner Vorsitzenden Jutta Goßner Frau Oberbürgermeisterin Eva Weber das Gelände des ehemaligen Außenlagers Haunstetten des KZ Dachau im heutigen Hermann-Frieb-Park an der Inninger Straße.

Die Kulturkreis-Vorstandsmitglieder Altstadtrat Heinrich Bachmann und Landtagsabgeordneter Andreas Jäckel, Petra Loew (Leiterin der Stadtteilbücherei Haunstetten) erklärten zusammen mit Altstadträtin und Vorsitzenden Jutta Goßner der Oberbürgermeisterin die Historie des Außenlagers, das eines der größten Lager der Luftfahrtindustrie Deutschlands in der Zeit des Nationalsozialismus war.

Auf Grund des akuten Mangels an Arbeitskräften (trotz mehreren Tausend Zwangsarbeitern) reichten der Messerschmitt AG die Zahl an Arbeitern bald nicht aus. Auf Wunsch des Unternehmens wurde deshalb Anfang Februar an der Inninger Straße (zwischen Viehtrieb- und Afrastraße, östlich des Lagers "Star" für Zwangsarbeiter ) ein Lager für über 26000 männliche KZ-Häftlinge aus aller Herren Länder (Stand Januar 1944) gebaut. Umgeben von einem drei Meter hohen elektrisch geladenen Stacheldrahtzaun mit Sichtmatten, war es nachts beleuchtet und mit vier Wachtürmen an jeder Ecke.
Zu Fuß mussten die Häftlinge frühmorgens, bewacht von SS-Personal und etlichen Hunden zu ihrer zwölf Stunden- Schicht in die Messerschmitt Werke laufen.

Nach zahlreichen Luftangriffen der Alliierten ab Februar 1944 wurde das Außenlager am 13.04.44 vollständig zerstört, Hunderte von Häftlingen fanden den Tod. Es wurde nie wieder aufgebaut. Die überlebenden Häftlinge verteilte man an andere Orte: so z.B. Gablingen, Leonberg oder Pfersee.

Frau Oberbürgermeisterin Eva Weber versprach, dass die Stadt Augsburg die grausamen Schicksale der Häftlinge hier in Haunstetten auch in Zukunft nicht vergessen wird.

Jutta Goßner

Person
Hermann-Frieb-Park 2021

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:13.08.2021


Haunstetter Stadtspaziergang: Zu Fuß durch die Jahrhunderte

Termin: Samstag, 31. Juli 2021
Dauer: 10:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr
Treffpunkt: vor der Arberhalle, Arberstraße 7, 86179 Augsburg
Führung: Jutta Goßner

Wir gehen zu Fuß von der ehemaligen Fliegertechnischen Vorschule vorbei an zahlreichen Zeugnissen aus vielen Jahrhunderten (wie dem Käß schen Mausoleum, Kino Atrium, Muttergotteskapelle, ehem.Kinderbewahranstalt usw.).
Die Orte werden geschichtlich eingeordnet und erklärt. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich unter kulturkreishaunstetten.gossner@t-online.de oder 0821 811518; ansonsten ist keine Teilnahme möglich.

Die zu dem Zeitpunkt gültigen Corona-Regeln müssen eingehalten werden.

Jutta Goßner
Vorsitzende des Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Eichendorff Grundschule + Jägerhaus

Foto/Bild:Archiv Kulturkreis Haunstetten

Datum:04.07.2021


Der Kulturkreis öffnet sein Foto-Archiv

Der Kulturkreis Haunstetten besitzt ein reichhaltiges Fotoarchiv. Heute möchten wir Ihnen einige Fotografien vorstellen.
Haben Sie Anmerkungen, Erinnerungen, Bilder zu den einzelnen Themen? Wir freuen uns auf Ihre Resonanz!

1.Gedenkstein für den 1934 abgestürzten Piloten Wolf Freiherr von Dungern BILD 1

Am 27. Juli 1934 stürzte Wolf v. Dungern (geboren 1900 in Potsdam), der Referent des Deutschen Luftsportverbandes im Reichsluftfahrtministerium, mit seinem Flugzeug Bf 108 in der Nähe des Werkes Haunstetten in Sichtweite des Werksflughafens ab. Dungern war für die Bayerischen Flugzeugwerke AG (im Juli 1938 umbenannt in Messerschmitt AG) auf dem Rückflug von Rechlin, der Erprobungsstelle für Luftfahrzeuge im Deutschen Reich. Das Flugzeug geriet beim Langsamflug in eine unkontrollierbare Fluglage und zerschellte am Boden.
Die Bf 108 wird meist als Me 108 oder Taifun bezeichnet. Die ersten Exemplare fanden Verwendung als luxuriöse private Sport-, Reise- und Geschäftsflugzeuge. Einer weiten Verbreitung standen jedoch die komplizierte Technik und der Preis im Weg. Der Verkaufserfolg stellte sich erst ein, als die Luftwaffe 1936 ein Großauftrag erteilte, weil sie die Taifun zu ihrem neuen Verbindungsflugzeug wählte.

2. "Die Kolonie" der Haunstetter Spinnerei und Weberei BILD 2

Die 1856 gegründete Haunstetter Weberei, zu der 1889/90 eine Spinnerei kam, brauchte immer mehr Arbeitskräfte von auswärts, viele kamen aus Sachsen und Oberfranken (meist Protestanten).
Für diese schuf das Unternehmen kostengünstigen, nahe der Fabrik gelegenen Wohnraum an der heutigen Haunstetter-, Textil-, Marconi- und Ellensindstraße. 1891 entstanden die ersten zwei Wohnhäuser, später waren es auf ca. sieben Hektar drei Reihen von Mehrfamilienhäusern. Dazu kamen u.a. ein öffentlicher Brunnen, ein Waschhaus, ein Gemischtwarengeschäft. 1934 wurden sogar Kleingartenparzellen angelegt.
Ab 1935 gehörte die Spinnerei und Weberei als "Haunstetten - Textil GmbH" mit zur Christian Dierig AG, Langenbielau (Schlesien). Nach dem 2.Weltkrieg verlegte Dierig seinen Firmensitz nach Augsburg. 1976 wurde in der beginnenden Textilkrise die Kolonie geräumt, 1978 abgerissen. Sofort wurde mit der Bebauung der Fläche begonnen. Das Haunstetter Werk schloss die Dierig AG 1982 und verkaufte später das Areal an die Stadt Augsburg.


3. Kath. Lehrlingsheim St.Ludwig BILD3

1928 ging der langersehnte Wunsch der Haunstetter kath. Jugend in Erfüllung: Der Personenverkehr mit der Lokalbahn wurde zum 01.01.1928 eingestellt und die Wartehalle an der Haltestelle "Haunstetten-Ort" überflüssig. Diese wurde für 700 Mark erworben, an die Angerstraße verlegt und für den neuen Zweck hergerichtet. Am 10.11. 28 wurde das Jugendheim mit einem Festakt eingeweiht. Auch das Theaterspielen fand dort eine Heimat, u.a wurde 1930 das Stück "Paradies und Brudermord" aufgeführt. 1935 pachtete die Gemeinde Haunstetten das Heim für die HJ (Hitlerjugend). Während der Bombenangriffe wurde es im 2.WK zerstört. In den 50er Jahren wurde es von der kath .Jugend in Eigenregie wieder aufgebaut. Die Pfarrei St.Georg verkaufte das Grundstück in den 70er Jahren; auf ihm stehen heute Reihenhäuser. Bis zur Fertigstellung des Pfarrzentrum fand die Jugend im Zerlehof und dann im Alten Forsthaus Unterschlupf“.

4. "Altes Forsthaus", das ehemaliges Gräfliche Forsthaus BILD 4

1. Das stattliche Haus in der südlichen Schulstraße (jetzt Dudenstraße) stand neben der alten, 1885 gebauten und 1978 abgerissenen Schule, und wurde wie sie wegen des Baus des neuen Pfarrzentrums von St.Georg erworben und 1986 abgerissen. Eine der alten Linden steht noch heute beim nördlichen Beginn des damaligen Apothekergäßchen. Marie Gräfin Tattenbach (1867 bis 1947) hatte von ihrem Vater, dem Unternehmer Kommerzienrat Georg Käß (1823-1903) große Waldungen von ca. 950 ha in Haunstetten geerbt. Käß hatte sie 1883 vom Bay. Staat gekauft. Im Jahre 1917 veräußerte Gräfin Tattenbach den Wald, da der Stadt Augsburg der Preis zu hoch war, an Kommerzienrat Johann Pfeffer, Inhaber einer großen Leimfabrik in Memmingen. 1924 konnte die Stadt Augsburg den Wald von Pfeffer erwerben.
Das Gebäude beherbergte bis zu seinem Abriss Mieter der städt.Forstverwaltung . Der Blick auf dem Foto fällt von Süden auf die Gartenseite.

5. Grundsteinlegung der Kirche St.Albert 1953 BILD 5

Im Juli 1938 hatte Bischof Dr.Josef Kumpfmüller den nördlichen Teil Haunstettens als Expositur St.Albert aus der St.Georg ausgegliedert, denn wegen des starken Zuzugs von Arbeitern, z.B. der Messerschmitt AG siedelten sich dort immer mehr Menschen an. Bereits 1937 wurde auf dem Platz des jetzigen Durchgangs vom Pfarrheimes zur Kirche eine Notkirche errichtet. Durch einen Bombenangriff 1944 wurde sie schwer getroffen.
Erst am 24.07.1953 konnte der Grundstein für die Pfarrkirche nach Plänen von Anton Wenzel, einem neben Sebastian Buchegger, Wilhelm Wichtendahl u.a. wichtigsten in Schwaben tätigen Architekten von Bischof Josef Freundorfer gelegt werden. Anwesend waren u.a. Bürgermeister Widmeier und Vertreter des Haunstetter Stadtrates. In der Nähe des Ambo mauerte er den Grundstein mit einer Urkunde ein. Am 05.Dezember 1954 weihte Bischof Freundorfer die Kirche ein. Seelsorger war seit 1937 Siegmund Berger (1903 - 1966).

Person
Foto-Archiv

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:07.06.2021


Peter Maria Mayr : Der jüngste und letzte Pater des Reichsstifts St.Ulrich und Afra wurde 1816 Pfarrer in Haunstetten

Die Zeit der Koalitionskriege, d.h. die 1792 bis 1815 dauernden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und seinen europäischen Machtrivalen brachten auch in unsere Heimat viel Elend und Tausende von Toten. Überdies wurde die politische Landkarte Schwabens völlig neu gestaltet:

Haunstetten war nach ca. 800 Jahren ab 1802 kein Klosterdorf mehr und wurde - mit Genehmigung Napoleons - dem Kurfürstentum Bayern eingegliedert.
Bereits im September 1802 hatten Soldaten des Kurfürsten Max Joseph die Reichsabtei besetzt. Im Dezember 1802 war das Ende des stolzen Benediktiner-Reichsstift St.Ulrich und Afra besiegelt. Wie Hunderte anderer Klöster in Schwaben wurde es "säkularisiert".
Der Reichsdeputationshauptschluss von Anfang 1803 legalisierte die Auflösung der Reichsabtei, die Enteignung des Klosters und die Besitzübernahme aller Güter durch den bayerischen Staat.
1805 wurden in den ehemaligen Klostergebäuden von St.Ulrich und Afra Hunderte von Kriegsgefangenen und verwundeten Soldaten untergebracht. Unter ihnen brach Typhus aus, der viele Soldaten und etliche, sie betreuende Patres zum Opfer fielen; im Januar 1806 starb auch der letzte Abt Gregor II.Schäffler an der Seuche.

Die überlebenden Ex-Benediktiner mussten 1806 ihr ehemaliges Kloster verlassen. Vergeblich hofften sie lange auf eine Wiederherstellung ihres Klosters.
Ab 1808 wurde das ehemalige Klostergebäude zur königlichen Kavalleriekaserne des 4. Chevauxlegers-Regiments umgewandelt und Kaserne blieb es bis 1945.

Ab 1802 war Haunstetten mit seinen etwas mehr als 600 Seelen bayerische Landgemeinde .
Alle Besitztümer des Klosters im Ort gehörten nun Bayern. Pfarrer Franz Xaver Rid, der letzte vom Reichskloster in Haunstetten eingesetzte Pfarrer, musste bereits 1803 ein detaillierte Aufstellung der ehemals der Reichsabtei gehörenden Besitztümer an das kurfürstliche Rentamt ( heutiges Finanzamt) übermitteln, das waren z.B. das Amtsgebäude, der Zehntstadel, die Muttergotteskapelle ...

Um diese Zeit, das genaue Datum ist unklar, kaufte die Gemeinde Haunstetten von Bayern die Muttergotteskapelle, da sie als unnötig abgerissen werden sollte.
Der Amtssitz des ulrikanischen Vogts (das Schlösschen) war dem letzten Abt Gregor Schäffler vom bay. Kurfürst zeitlebens als Sommersitz versprochen worden, wenn er die dort notwendigen Reparaturen aus eigener Tasche zahle. Doch nach Abt Gregors Tod 1806 wurde das Schlösschen abgerissen und das Areal an Domvikar Sturmfeder verkauft. Heute steht hier die Eichendorffschule.

Der jüngste Pater der Reichsabtei Peter Maria Mayr (geboren 1778 in Wörishofen) war nach dem Ende "seines" Klosters mit königlicher Genehmigung 1810 Pfarrer der Wallfahrtskirche in Klimmach (bei Schwabmünchen) FOTO geworden.

Ab 1816 bis 1825 war er Pfarrer und Nachfolger Pfarrer F.X. Rids in der ehemaligen Klosterpfarrei Haunstetten und wohnte im, 1794 noch vom Kloster erbauten Pfarrhof an der heutigen Bgm.--Widmeier-Straße.
Der Pater war ein gelehrter und frommer Mann, der viele Bücher für die Gläubigen schrieb und in verschiedenen Verlagen in Augsburg veröffentlichte. (FOTO) wie z.B. "Neue Litaneien nebst einer Kreuzwegandacht", "Unterricht über hl.Sakramente der Buße, der Firmung und des Altares". "Gebetbuch für katholische Christen, welche wirklich sein wollen, was sie heißen".
In der Pfarrei Haunstetten brachte er "viele Verbesserungen hervor" lobte sein ehemaliger Mit-Pater Placidus Braun; so z.B. neue Glocken für St.Georg.

Seine Dienstjahre beendete der ehemalige Benediktinerpater Peter Maria Mayr als Pfarrer in Billenhausen bei Krumbach, das bis zur Säkularisation zur Reichsabtei Ursberg gehörte. (FOTO) Im Ruhestand wohnte er ab 1843 in Augsburg, nahe seinem ehemaligem Kloster, zelebrierte täglich in der jetzigen Pfarrkirche St.Ulrich und Afra eine Messe und starb 1857 in Litera B 62 (heutige Weite Gasse). FOTO

Jutta Goßner
Vorsitzende des Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Peter Maria Mayr

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:05.04.2021


Corona ins Stadtteilarchiv Haunstetten

Der Kulturkreis Haunstetten e.V. fordert die Bürger*innen Haunstettens auf, Unterlagen über die Zeit der Corona-Pandemie in unserem Stadtteil dem Stadtteilarchiv zu überlassen.
Wir denken an Plakate, Werbung, Informationsschriften usw. zum Thema Corona, die sich aber nur auf die Situation in Haunstetten beziehen.
Wir möchten diese Zeit für die Nachwelt dokumentieren!

Melden Sie sich unter kulturkreishaunstetten@web.de.
Sie können Material auch in den Briefkasten unserer Geschäftsstelle, Tattenbachstr.15a einwerfen.

Danke für Ihre Mithilfe

Jutta Goßner
Vorsitzende Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Corona ins Stadtteilarchiv Haunstetten

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:25.02.2021




Projekte

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere besonderen Projekte vor, die wir in Haunstetten planen, oder auch schon in die Tat umgesetzt haben.

Klicken Sie auf die Vorschaubilder, und Sie bekommen nähere Informationen.

Zeitzeugnisse
Wappenschild
Fahradtour 2
Pax
QR Code
Straßennamen
Postkartenmotive
Bilderausstellung
Maibaum
Grabstein
Gefallene
Fahradtour 1
Digitalisierung
Fahradtour 3


Ortsarchive

Ortsgeschichtliche Sammlung

Dieses Archiv hat Ludwig Feigl aufgebaut. Im Lauf seines Lebens hat er eine stattliche Sammlung an schriftlichen Zeugnissen und Bilddokumenten zusammengetragen. In dieser Sammlung finden sich nicht nur Berichte zum aktuellen Geschehen, sondern auch Geschichten und Begebenheiten aus früherer Zeit.

In über 60 Ordnern kann sich der interessierte Besucher informieren über Geschichte allgemein (Bayern, Schwaben), Archäologie und die Geschichte Haunstettens vom ulrikanischen Dorf bis zur Stadt und bis zur Eingemeindung nach Augsburg, alte Anwesen und Ihre Besitzer, Straßennamen und ihre Herkunft, Gewässer, Wald- und Forstwesen, Landwirtschaft, Gewerbe, Industriebetriebe, wie z.B. Martini, Spinnerei & Weberei und die Kunstmühle, Kirchen und Schulen, Kindergärten, und soziale Einrichtungen, Gesundheitswesen, Vereine, die freiwillige Feuerwehr, Mundart, Brauchtum und Theater in Haunstetten.

Über Siebenbrunn gibt es ebenso Unterlagen, wie über die nähere Umgebung von Haunstetten. Es existieren Dokumente über die früheren Gemeinderatssitzungen, Wahlen, politische Parteien, Bürgermeister. Eine weitere Sammlung ist lebenden und verstorbenen Haunstetter Persönlichkeiten gewidmet. Auch über Georg Käß und die Gräfin Tattenbach liegt umfangreiches Material vor. In mehreren Ordnern wird über die Zeit des Zweiten Weltkriegs, die Nachkriegszeit und die amerikanische Besatzung berichtet. In einer bislang 50 Ordner umfassenden und stetig wachsenden Sammlung wird chronologisch alles dokumentiert, was über Haunstetten in der Presse zu finden ist.

Ein weiterer Bestandteil des Archivs ist die umfangreiche Fotosammlung. Zu fast allem, was in Ordnern dokumentiert ist, gibt es auch Bildmaterial. Viele Haunstetter Straßen wurden fotografiert, Gesamtansichten und einzelne Gebäude, es wurden Feste, Feiern und Klassentreffen im Bild festgehalten. Luftaufnahmen zeigen die Ausdehnung Haunstettens im Lauf der Jahre. Besonders interessant sind alte Postkarten und Aufnahmen von Haunstetter Straßen und Plätzen.

Interessante Dokumente und Fotos aus Privatbesitz, die sich z.B. in Haunstetter Nachlässen finden und zum Wegwerfen zu schade sind, nimmt das Archiv gerne an, um sie vor dem Vergessen zu bewahren.

Zu den Öffnungszeiten kann sich der interessierte Bürger im Leseraum gemütlich niederlassen und in aller Ruhe schmökern und in Geschichte schwelgen.

Gertrud Widmeier und Ludwig Luger freuen sich auf Ihren Besuch und beantworten gern Ihre Fragen.

Öffnungszeiten: jeden 1. Mittwoch des Monats von 10:30 - 12:00 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel.: 0821 / 81 24 24
Ort: altes Rathaus, Nebengebäude, 1. Stock, Tattenbachstr. 15a


Online Archive
Begriff
Startdatum
Enddatum





Bibliothek

Bücherliste Kulturkreis Haunstetten e.V.

AutorenTitelPublikationsdatumVerlagSeitenISBN
Vorsteher, Dieter1.9.3.9 Ein Versuch über den Umgang mit Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg1989DHM GmbH
Nagler, Gregor111 Orte in Augsburg, die man gesehen haben muss18/06/2015Emons Verlag2409783954515981
Menschen Dr., Peter; Dann Dipl. KfM., Wilfried; Feigl, Ludwig; Buchnee Prof. Dr., Herbert; Söffing Prof. Dr., Günter; Kotter, Kkaus25 Jahre Steuerkanzlei Walter SetteleBrigitte Settele Verlag118
Eberlein Dr., Hans350 Jahre Hasenbrauerei Augsburg
Bergh, Hendrik vanAlbertus Magnus1980Busse-Seewald1203-512-00602-7
Willi, GerhardAlltag und Brauch in Bayerisch-Schwaben. Die schwäbischen Antworten auf die Umfrage des Bayerischen Vereins in München von 1908/09 (Veröffentlichungen ... zur historischen Volks- und Landeskunde)09/07/1999Wißner-Verlag7713-89639-146-1
Staatl. Archive BayernArmenfürsorge und Daseinsvorsorgr1992Verlagsdruckerei Schmidt
Schreiber, FranzAugsburg2004Wartberg639783831314065
Wißner, BerndAugsburg2004Wißner-Verlag1259783896394293
Schreiber, FranzAugsburg - Bilder einer Stadt um 1900: Historische Fotografien10/2001Wartberg649783831311002
Büchler, JosefAugsburg - Die Stadt des Pyrs und Reichsadlers1963Die Brigg
Reiniger, RobertAugsburg - Portrait einer Fliegerstadt1995Presse-Druck- und Verlaggs-GmbH Augsburg192
Plößl, ElisabethAugsburg auf dem Weg ins Industriezeitalter1985Müller Rainer A.
Schweinberger, WillyAugsburg im Rampenlicht1986AWO Werbung
Wegele, Ludwig Augsburg -Augsburg so wie es war1974Gondrom1043770003713
Bast, Eva-Maria; Thissen, HeikeAugsburger Geheimnisse11/2017Bast Medien GmbH1909783946581277
Bast, Eva-Maria; Thissen, HeikeAugsburger Geheimnisse: 50 Spannende Geschichten aus der Fuggerstadt (Geheimnisse der Heimat)30/10/2017Bast Medien GmbH192978-3-946581-27-7
Grünsteudel, GüntherAugsburger Stadtlexikon (German Edition)01/01/1998Perlach3-922769-28-4
Groll, Thomas; Ansbacher, WalterAugusta Sacra - Heilige, Selige und Glaubenszeugen des Bistums Augsburg28/11/2018Fink, Josef382978-3-95976-192-5
Eckert, AlfredBallon und Luftschiffahrt in Augsburg1976Wulf Bergner239
Hollo, Harald; Laß, WalterBayerisch Schwaben. Blickpunkte: Vielfalt der schwäbisch-bayerischen Landschaft. Vor- und Frühgeschichte. Vom Ries bis zum Allgäu- vom Ulmer Winkel ... Burgen und Schlösser, Kirchen und Klöster14/07/2003Satz und Grafik Partner1639783935438001
Hubensteiner, BennoBayerische Geschichte1980Süddeutscher360
Panitz, ReinerBis zum Sanktnimmerleinstag2005Reiner Panitz1833-9522805-1-8
WalchChronik der Familie Walch1984
Teichner, A; Behrendt, WChronik der Pfarrei St. Ulrich KönigsbrunnPfarrei St Ulrich
Linke, Norbert [Hrsg.]:Das grosse Buch unserer beliebtesten Volkslieder. Kein schöner Land....1983Niedernhausen/Ts., Falken-Verlag 1983.03-8068-4150-0
Weber, JohannDas Kriegsende 1945 in Mering1996Eigenverlag101
Fassl, PeterDas Kriegsende in Schwaben 194525/04/2005Satz und Grafik Partner1849783935438520
Huyer, RrichDas Lechfeld1967Mayer Josef209
Mäck, UlrichDas schwäbische DonaumoosBrigitte Settele Verlag204
Dierig AGDas Werk von fünf Generationen - 150 Jahre Dierig
Kotter, Ludwig; Schätzl, Lothar; Reiprich, Gert; Bergmann, Ingrid; Stiefenhofee, Hans; Streitberger, Karl; Hofmann, Alfred; Schneider, Anton; Settele, WalterDer alte Pfarrhof HaunstettenBrigitte Settele Verlag64
Bundeszentrale für HeimatdienstDer Beginn des Zweiten Weltkrieges - Heft 47
Pfeuffer, EberhardDer Lech2010Wißner-Verlag1849783896397683
Miller, Franz R.Der Lech und seine Abenteuer1990Allgäuer Zeitungsverlag128
Roden, HansDeutschland steckt voller Merkwürdigkeiten1963Hans E. Günther228
Fuchs Dr., KarlheinzDie Alamannen1997Wbg Theiss5283-8062-1302-X
Römer, GernotDie Austreibung der Juden aus Schwaben1987Presse-Druck- und Verlaggs-GmbH Augsburg256
Buts, RitaDie Kleene aus der Salzmarktstraße2012Andreas, Peter273978-3-935881-88-3
Mayer, G.Die Lechhochwasser Katastrophe 19101914Verlag der Stadtgemeinde
Lang, OttoDie Schneedörfer und Orte der Umgebung im Böhmerwald1988Schwabenverlag AG Aalen/Ellwangen359
Mutzbauer, OttoDie Urkunden des Archivs der Grafen von Tattenbach1967Karl Zink Verlag384
Pöhl, Karl OttoEin Band durch fünf Generstionen - Martini gestern und heute1957Verlag Mensch und Arbeit
Ücker, BernhardEndstation 1920. Die Geschichte der königlich-bayerischen Staatsbahn1972Süddeutscher1583-7991-5704-2
Drescher, Hans-GeorgErnst Troeltsch1991Vandenhoeck & Ruprecht5573-525-55418-4
Pöhlmann, MarkusEs war gerade, als würde alles bersten: Augsburg im Bombenkrieg07/01/2019Volk Verlag168978-3-86222-282-7
Troeltsch, ErnstEthik und Geschichtsphilosophie01/01/1995Beltz Athenäum09783895470905
Kapeikis, Harry G.Exile from Latvia11/2007Trafford Publishing3169781425134006
Römer, GernotFür die Vergessenen1984Presse-Druck- und Verlaggs-GmbH Augsburg229
Hinterbrandner, Gerhard Und MarianneGau Chronik2004Altbayrisch-schwäbischer Gauverband
Menacher, PeterGelebtes Miteinander. Der "Preis Augsburger Friedensfest" und seine ökumenischen Impulse13/02/1997Wißner-Verlag2163-89639-079-1
Korhammer, HermannGemeindewappen des Landkreises Augsburg1965Selbstverlag des Landkreises Augsburg118
Schneider, Otto; Zelzer, Maria; Stoll, Siegfried; Müller, HanneloreGöggingen1969Selbstverlag der Stadt Göggingen303
Wirth, StefanGrabfunde der späten Bronzezeit und der Urnenfelderzeit von Augsburg-Haunstetten und Friedberg in Bayern1998Wißner-Verlag2013-89639-121-6
Eberlein Dr., HansGrundriss der Heimatkunde des Landkreises Augsburg1969Selbstverlag des Landkreises Augsburg428
Wächter, Hermann; Ruchti-Settele, BrigitteGrüß Gott in Bayerisch-Schwaben. Heitere und besinnliche Geschichten und Gedichte im Jahreslauf von Land und Leuten in Mundart und Hochdeutsch für Schwaben und NichtschwabenBrigitte Settele Verlag1333-932939-30-1
Feigl, Ludwig; Reiprich, GertHaunstetten Geschichte-Episoden-BilderBrigitte Settele Verlag172
Pfundner, ThomasHistorische Grenzsteine in Bayerisch-Schwaben05/11/2015Konrad, A H2029783874375689
Groll, ThomasJahrbuch 50. Jahrgang2016Kunstverlag Josef Fink978-3-95976-067-6
Groll, Thomas; Ansbacher, WalterJahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte, 51. Jahrgang, 201727/11/2017Fink, Josef940978-3-95976-109-3
Wiercinski, Thomas; (Augsburg), Diözesanmuseum St. Afra; Augsburg, Kunstsammlungen und Museen; Ferdinandeum, Tiroler LandesmuseumJohann Evangelist Holzer05/2010Haymon Verlag4489783852186412
Thomas, GrollKardinal Otto Truchseß von Waldburg (1514–1573): Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte, 49. Jahrgang, 201509/11/2015Fink, Josef430978-3-89870-986-6
unbekanntKommunale Archive in Bayern (German Edition)03-87717-702-6
Linde, FritzKönig Ludwig und seine Schlösser1926Georg Kummer Verlag32
Schwarzmeier, HansmartinKönigtum, Adel und Klöster im Gebiet zwischen Oberer Oller und Lech1961Verlag Schwäbischen Forschungsgemeinschaft
Bauer, KarlLiebes Thierhaupten2001Kulturforum Thierhaupten
Pörnbacher, HansLiteratur in Bayerisch Schwaben1979Anton H. Konrad Berlag2043-87437-161-1
Cramer-Fürtig, MichaelMachtergreifung in Augsburg: Anfänge der NS-Diktatur 1933-1937 (Beiträge zur Geschichte der Stadt Augsburg)15/09/2008Wißner-Verlag4489783896396549
Schindlmayr, HansMittelschwbischer VolksspiegelVerlag Bayerisches Schulmuseum Augsburg
Baumgärtner, Franz JosefMünchner Porträts -Wilhelm Hoegner1957Günter Olzog43
Chrobaczek, ChristianeMuseen in Schwaben: Ein Führer zu 145 Sammlungen, Schlössern und Gedenkstätten zwischen Bodensee und Ries01/01/1992Bezirk Schwaben1603-9802516-1-6
Eitel, JoachimMut zur Feigheit12/01/2017E.I.-Verlag265978-3-00-054787-4
Reiprich, Gert; Feigl, Ludwig; Kießling, Hermann; Streitberger, Karl; Settele, BrigitteMuttergotteskapelle HaunstettenBrigitte Settele Verlag112
Wohlfarth, FritzNoch ein Stück von mir.1997Fritz Wohlfarth2883-00-002288-0
Zipperer, G.A.Nördlingen Schicksalstunde 1634Georg Wagner71
Schmid, Elmar D.Nördlingen, die Georgskirche und St. Salvator1977Konrad Theiss Verlag, Stuttgart,1673-8062-0167-6
Wagner, GeorgSchwartamagaUnion deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart
Büchner Prof. Dr., Herbert; Feigl, Ludwig; Reiprich, GertSettele - Geschichte einer schwäbischen FamilieBrigitte Settele Verlag108
Glaser, Hermann; Pufendorf, Lutz von; Schöneich, Michael.So viel Anfang war nie. Deutsche Städte 1945 - 194901/04/1992Siedler Verlag3393-88680-350-3
Ruckdeschel, WilhelmTechnische Denkmale in Augsburg1984Brigitte Settele Verlag139
Schlicht, UdoTextilbleichen in Deutschland: Die Industrialisierung einer unterschätzten Branche (Studien zur Regionalgeschichte)11/06/2010Verlag für Regionalgeschichte384978-3-89534-672-9
Schalm, SabineÜberleben durch Arbeit?2009Metropol-Verlag368978-3-940938-45-9
Lasky, Melvin J.Und alles war still24/10/2014Rowohlt Berlin496978-3-87134-7085
Beron, AlfredUnsere bayerische HeimatEigenverlag336
Groll, ThomasVerein für Augsburger Bistumsgeschichte Jahrbuch 50. Jahrgang2016
Eser, Susanne F.Verwaltet und verwahrt. Armenpolitik und Arme in Augsburg. Vom Ende der reichsstädtischen Zeit bis zum Ersten Weltkrieg01/2001Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart3503-7995-0469-9
Wagner, RichardVia Claudia Augusta198660
Lokale Aktionsgruppe Via Claudia AugustaVia Claudia Augusta - Radwandern1998EOS Verlag963-88096-456-4
Emmendörfer, Christoph; Trepesch, ChristofWasser - Kunst - Augsburg2018Schnell & Steiner4489783795433000
Wolf Dr., BarbaraWBG Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Augsburg2002Schoder Druck
eds), Josef KIRMEIER (JAHN, Wolfgang & BROCKHOFF, Evamaria,Wider Laster und sunde. (Veroffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur, 33).1997Haus d. Bayer. Gesch.1803-927233-50-1
Ebert, Hans J; Kaiser, Johann B; Peters, KlausWilly Messerschmitt. Pionier der Luftfahrt und des Leichtbaues1992Bernard & Graefe4323-7637-6103-9
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Frau Jutta Goßner

Vorsitzende

Tel. (0821) 811518

kulturkreishaunstetten@web.de

Kulturkreis Haunstetten sucht Zeitzeugnisse


Displaced Persons aus den baltischen Staaten nach 1945 in Haunstetten

Auch 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs weiß man, so Kulturkreis Vorsitzende Jutta Goßner und Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, in Haunstetten wenig über die Schicksale der sog. Displaced Persons, die hier jahrelang gewohnt hatten.

Die Displaced Persons waren Personen, die infolge des Zweiten Weltkriegs aus ihrer Heimat durch direkte oder indirekte Folgen des Krieges vertrieben, verschleppt oder geflohen waren. Dazu zählen alle Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, ehemalige KZ -Häftlinge und Osteuropäer. Nicht darunter fallen per definitionem die deutschen Flüchtlinge und Heimatvertriebenen.

Von ca.sechs Millionen DP´s in den drei westlichen Zonen konnten ca.eine Million von den Alliierten nicht repatriiert, d.h. in ihre alte Heimat zurückgeführt werden. Es waren vor allem Balten, deren Heimat die Sowjetunion besetzt und ihr kommunistisches Regime errichtet hatte.
Da die DP´s kein Geld und keine Unterkunft hatten, beschlagnahmten die US-Amerikaner als Besatzungsmacht ab Mai 1945 Wohnungen auch in Haunstetten - vermutlich vor allem im Bereich Goldammer-/Flachs-/Postillion- und Hofackerstraße, (aber auch im Hochfeld). Die deutschen Bewohner mussten sie verlassen und die DP´s zogen ein.

Erst 1949/50 wurden die Wohnungen in Haunstetten zurückgegeben.
Die über 1000 Blatt starken Dokumente der beiden DP- Lager (Hochfeld und in Haunstetten) wurden dann 1950 in die USA nach Chicago gebracht.

Bei der Recherche nach diesem Personenkreis“, so Vorsitzende Jutta Goßner und Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, „ stießen wir jedoch auf einige Spuren der baltischen DP´s, die heute noch in Haunstetten sichtbar sind. Wir möchten aber gerne mehr wissen.“

Die Muttergotteskapelle war unmittelbar nach 1945 das Zentrum der litauischen Gemeinde, denn die Uno-Organisation UNRRA hatte nach 1945 in Haunstetten ein Lager für nichtdeutsche Flüchtlinge und Vertriebene, so genannte Displaced Persons errichtet, viele stammten aus Litauen (ca. 500-1000 in Haunstetten – 2000 im Baltic Camp Hochfeld; heute zeugt davon noch dort das sog.Litauer-Kreuz), den baltischen Staaten oder der Ukraine. An der rechten Langhausseite der Kapelle (siehe Foto) erinnert daran eine Gedenktafel.

Im Alten Haunstetter Friedhof ist ein kleines Gräberfeld dieses Personenkreises zu finden; auf den einfachen Grabtafeln kann man ihre Schicksale ablesen. – (siehe Foto). (Die Gräberliste vom 24.11.1953 liegt dem Kulturkreis vor). Beispiel: Der lettische Volksschullehrer Janins Hintergebr (geb.29.03.1903, gestorben 20.02.1949 in Haunstetten) oder litauische Richter Julyonas Boreisa (geb. 12.04.1881, gest. 08.11.1947)

Viele der ehemaligen DP´s aus Haunstetten wanderten, als die Hoffnung auf die Wiederherstellung der baltischen Staaten nicht erfüllt wurde, in den 50er Jahren nach Australien, den USA oder Kanada aus.

Wer Hinweise, Unterlagen, Erinnerungen, Fotos etc. an diesen Personenkreis besitzt oder sich noch an diese Zeit erinnern kann, der melde sich bitte bei Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, TEL. 0821 813883.

Erstellt am 17.06.2010

Impressum

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Kulturkreis Haunstetten e.V.
Tattenbachstraße 15a
86179 Augsburg
www.kulturkreis-haunstetten.de
Eingetragen Registergericht Augsburg mit der Vereinsregisternummer VR 1696

Kontaktdaten

Inhaltlich verantwortlich gemäß § 55 Absatz 2 RStV:
1.Vorsitzende Jutta Goßner
Angerstraße 27
86179 Augsburg
jutta.gossner@t-online.de
Tel.0821 811518

Umsetzung & ehrenamtliche Betreuung

Bülent Gecgüner
gecguener@gmx.de

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