Der Kulturkreis Haunstetten heißt Sie auf seiner Homepage herzlich willkommen

Wir wollen ein Kulturprogramm für und in Haunstetten mit seinen über 27000 Einwohnern bieten.

Ein Programm, das alle Bereiche der Kultur umfasst und den Bürgerinnen und Bürgern auch die Möglichkeit bietet, selbst aktiv zu werden. Dafür arbeiten wir ehrenamtlich seit 1990. Haunstetten mit seiner reichen Vergangenheit ist zu schade, nur reine "Schlafstadt" zu sein.

Neu: Kulturkreis Haunstetten sucht Zeitzeugnisse Näheres erfahren Sie



Information

Fördermitglieder des Kulturkreises Haunstetten

Wir bedanken uns bei folgenden Institutionen und Firmen für ihre Förderung der Arbeit des Kulturkreises

Partner in Kultur sind

  • Kulturamt der Stadt Augsburg
  • Stadtteilbücherei Haunstetten, Tattenbachstr. 15
  • Augusta-Bank eG Raiffeisen-Volksbank
  • hre Brille - Augenoptik GmbH, Inningerstr. 6
  • Gärtnerei Türk, Tal 3
  • Goldschmiede Haunstetten, Hofackerstr. 9
  • Ruhesitz Wetterstein GmbH, Königsbrunner Str.
  • Evangelische Christuskirche Haunstetten
  • kath. Stadtpfarrei St. Pius
  • Freie Evangelische Gemeinde

Verantwortlich für das Programm

Heinrich Bachmann, Andrea Brehme, Gerlinde Eberle, Harald Eckard, Jutta Goßner, Anita Höfle, Andreas Jäckel, Ludwig Luger, Anette Mayer, Petra Löw, Regina Tobias, Bülent Gecgüner, Lea Höfle und für die ortsgeschichtliche Sammlung Gertrud Widmeier und ihr Team.

Mitgliedsbeitrag

Jahresbeitrag: EUR 30,--

Mit 2,50 EUR pro Monat ermöglichen Sie ein abwechslungsreiches Kulturangebot in Ihrer Umgebung. Bei Veranstaltungen bitte Mitgliederausweis mitbringen. Mitglieder erhalten bei allen Veranstaltungen Ermäßigung (außer bei Führungen, Fahrten)

Die Ermäßigung wird dann an der Abendkasse zurückerstattet.

Unsere Beitrittserklärung ist im PDF Format und kann abgerufen werden.

Ortsgeschichtliche Sammlung

Sind Sie an Informationen über die Ortsgeschichte Haunstettens interessiert?
Besuchen Sie die Ortsgeschichtliche Sammlung des Kulturkreises.
Öffnungszeiten: Jeden 1. Mittwoch des Monats, 10.30 - 12.00 Uhr
Altes Rathaus Nebengebäude 1. Stock, Tattenbachstr. 15a

Vorverkaufssstellen

Broschüren des Kulturkreises Haunstetten

Heft 1: Haunstetten im Bombenkrieg v. Karl Filser und Ludwig Feigl (Preis: 5,00 €)

Heft 2: Haunstetten im Jahre 1945 v. Karl Filser und Ludwig Feigl (Preis: 5,00 €)

Heft 3: Haunstetten - Archäologie eines Augsburter Vororts (Preis: 5,00 €)
Zehn Jahre Ausgrabungen von 1986 bis 1996, reich bebildert, 8 Farbseiten!!!, verfasst von Dr. Lothar Bakker dem Leiter des römischenMuseums.

Heft 4: "Die Straßennamen von Haunstetten und ihre Bedeutung" von Wilfried Matzke (Preis: 14,90 €)
Wißner-Verlag 2021. 64 Seiten im DIN-A4-Format, 105 Abbildungen, acht Haunstetter Stadtpläne von1938 bis 2021 und zwei Luftbilder

Die Broschüren können in der Stadtteilbücherei ausgeliehen und im Ortsgeschichtlichen Archiv, Tattenbachstr.15a (jeweils mittwochs von 15:00 bis 16:00 Uhr) zu den o.g. Preisen erworben werden.




Programm

Unser Programm ist im PDF Format und kann abgerufen werden.


In Kürze

Programm ab Mai 2022 für die nächsten drei Monate.

TitelTerminvonbisTreffpunktKostenAnmeldungBeschreibung
Offener Archiv-Vormittag2022-06-0110:3012:00Altes Rathaus Haunstetten, Nebengebäude, 1. Stock, Tattenbachstr. 15aWegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich unter kulturkreishaunstetten.gossner@t-online.de oder 0821 811518.Haben Sie Fragen zur Haunstetter Geschichte? Dann ist hier die Gelegenheit! Sie können sich informieren über die Geschichte Haunstettens vom ulrikanischen Dorf über die Eingemeindung bis zur Gegenwart.
Eine umfangreiche regional ausgerichtete Bibliothek steht ebenfalls zur Verfügung. Falls Sie alte Fotos, Broschüren, Berichte über Haunstetten besitzen, bringen Sie sie doch mit!
Haunstetter Geschichte mit Straßennamen erklärt2022-06-1514:3000:00Pfarrsaal von St. Georg, Bürgermeister- Widmeier-Straße 8Eintritt: frei - Spenden willkommenunter buecherei.haunstetten@augsburg.de oder 0821-324 2726Vortrag in Zusammenarbeit mit der Pfarrei St. Georg
Herr Wilfried Matzke, ehem. Leiter des Geodatenamts in Augsburg, erklärt die Haunstetter Geschichte mit Straßennamen.
Das neue Kulturkreis-Buch "Die Straßennamen von Haunstetten" kann für 14,90 Euro vor und nach dem Vortrag erworben werden
Feierstunde2022-06-2418:0000:00Pfarrsaal St. Pius, Mittelfeldstraße 4Eintritt: frei50 Jahre Eingemeindung 1972 - 2022
Dauer: 90 Minuten
Kostenlose Einlasskarten sind wegen begrenzter Teilnehmerzahl ab 01.06.22 erhältlich bei unseren Vorverkaufsstellen Ihre Brille und Stadtteilbücherei Haunstetten sowie im Pfarrbüro St.Pius
Im Jahr 2022 jährt sich zum 50. Mal die Eingemeindung Haunstettens (zusammen mit Göggingen, Inningen und Bergheim) nach Augsburg im Rahmen der damaligen bayerischen Gebietsreform.
Der Kulturkreis Haunstetten lädt zusammen mit der Stadt Augsburg zu einer Feierstunde für alle Haunstetter ein.
Frau Oberbürgermeisterin Eva Weber wird uns die Grüße der Stadt überbringen, ein Beitrag erklärt die Hintergründe der Gebietsreform und versucht eine Bewertung, auch aus Haunstetter Sicht, eine Bildershow nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Geschichte Haunstettens.
Das Duo "Klangvergnügen" umrahmt die Beiträge.
Danach laden wir zum geselligen Gespräch untereinander ein!
Ausstellung 50 Jahre Eingemeindung2022-06-2500:0000:00Pfarrsaal St. Pius, Mittelfeldstraße 4
Termin: Samstag 25.06. bis Freitag 01.07.2022
Eintritt: freiFünf Kommunen – Eine Stadt. Die Gebietsreform von 1972 und die Eingemeindungen von Bergheim, Göggingen, Haunstetten und Inningen nach Augsburg
Das Stadtarchiv Augsburg zeigt in einer reich bebilderten Ausstellung, wie die EIngemeindung der vier eigenständigen Kommunen 1972 nach Augsburg im Rahmen der bayerischen Gebietsreform verlief.
Die Historie von Haunstetten, Göggingen, Bergheim und Inningen wird ebenso beleuchtet, wie der Protest der Bevölkerung, die schwierigen Verhandlungen und das stetige Zusammenwachsen im Laufe der Jahre.
Führung Flugplatzheide mit Herrn Dr. Pfeuffer2022-07-0115:0000:00BischofsackerwegEintritt: frei - Spenden willkommenWegen begrenzter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich unter: Tel.: 0821-889139Das als "Haunstetter Flugplatzheide" bekannte Gebiet in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) ist schon seit langem als Lebensraum zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten bekannt. Diese ca. 8 Hektar große Heidelandschaft wurde im Jahr 2020 unter Naturschutz gestellt.
Herr Dr. E. Pfeuffer, ein ausgewiesener Kenner der Heide, wird Sie in einer Führung über Botanik und Geschichte des ehemaligen Haunstetter Flugplatzes informieren.
Offener Archiv-Vormittag2022-07-0610:3012:00Altes Rathaus Haunstetten, Nebengebäude, 1. Stock, Tattenbachstr. 15aWegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich unter kulturkreishaunstetten.gossner@t-online.de oder 0821 811518.Haben Sie Fragen zur Haunstetter Geschichte? Dann ist hier die Gelegenheit! Sie können sich informieren über die Geschichte Haunstettens vom ulrikanischen Dorf über die Eingemeindung bis zur Gegenwart.
Eine umfangreiche regional ausgerichtete Bibliothek steht ebenfalls zur Verfügung. Falls Sie alte Fotos, Broschüren, Berichte über Haunstetten besitzen, bringen Sie sie doch mit!
Führung zu Stätten des Nationalsozialismus in Haunstetten sowie Erinnerungsorte2022-07-0910:3000:00Inninger Straße / Ecke Herman-Frieb-Straße Dauer: ca. 1,5 StundenEintritt: frei - Spenden willkommenWegen begrenzter Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich unter kulturkreis haunstetten.gossner@t-online.de oder 0821- 811518Das damals selbständige Haunstetten war wegen der kriegswichtigen Messerschmitt AG ein Ort, an dem Häftlinge des größten KZ-Außenlagers im Raum Augsburg, Zwangsarbeiter, die Zivilbevölkerung und Soldaten
Opfer der nationalsozialistischen Diktatur wurden.
Die Führung führt Sie u.a. über das KZ-Außenlager, die Fremdarbeiterlager, die Holzhaussiedlung, den neuen Friedhof, die Kirche St. Pius bis zur Messerschmittsiedlung und den Wohnungen der Displaced Persons.
Bitte informieren Sie sich zur Teilname an den Veranstaltungen über die aktuell geltenden Corona-Regelungen!



Pressemitteilung

Haunstetter Geschichte mit Straßennamen erklärt

Vortrag in Zusammenarbeit mit der Pfarrei St. Georg
Termin: Mittwoch, 15.06.22, 14.30 Uhr
Ort: Pfarrsaal von St. Georg, Bürgermeister- Widmeier-Straße 8

Eintritt: frei - Spenden willkommen

Herr Wilfried Matzke, ehem. Leiter des Geodatenamts in Augsburg, erklärt die Haunstetter Geschichte mit Straßennamen.
Das neue Kulturkreis-Buch "Die Straßennamen von Haunstetten" kann für 14,90 Euro vor und nach dem Vortrag erworben werden.

Jutta Goßner

18.05.2022

Person
Haunstetter Straßennamen

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:18.05.2022


Prof. Dr. Ernst Troeltsch wurde 1865 in Haunstetten geboren

Prof. Ernst Troeltsch wurde am 17. Februar 1865 (gestorben 1923 in Berlin) als ältester Sohn einer Arztfamilie in Haunstetten in der heutigen Tattenbachstraße geboren.

Er war einer der einflussreichsten Intellektuellen des späten Kaiserreichs und der frühen Weimarer Republik. Als herausragender Vertreter des liberalen Protestantismus galt sein Hauptanliegen den gesellschaftlichen Auswirkungen und Aufgaben der christlichen Religion.

Sein Vater (1832 - 1917) stammt aus einer begüterten Augsburger Kaufmannsfamilie. Noch heute kann man das "Troeltsch-Haus" in der Annastraße sehen, das 1859 von seinem Bruder seines Vaters Karl erworben worden war.

Vater Ernst hatte in Erlangen, Zürich und Würzburg Medizin studiert. Nach drei Jahren als Arzt im neu erbauten Hauptkrankenhaus in Augsburg war er bis 1862 praktischer Arzt in Füssen und dann in Haunstetten, wo er im Haus des Bierbrauers und Bürgermeisters Peter Moos wohnte. 1865 verlegte er seine Praxis nach Augsburg. Als hoch angesehener Mediziner, Delegierter der schwäbischen Ärztekammer, Armenarzt wurde er 1893 zum bay. Hofrat ernannt. Mutter Eugenie (1841-1914) stammte aus Nürnberg.

Die gebildete, fromme und sozial engagierte Familie prägte Ernst Troeltsch zeit seines Lebens.

Sein Geburtshaus in Haunstetten war ab 1911 als Gastwirtschaft "Zur Linde" bekannt. Im Jahr 1791 war es von Xaver Bauhof, dem Angehörigen eines Haunstetter Geschlechts, errichtet worden; 2004 wurde es trotz Protesten des Denkmalschutzes und des Kulturkreises Haunstetten abgerissen. Die Tafel, die ab 1983 an die Geburtsstätte des weltberühmten Theologen erinnerte, ist seitdem verschollen.

Ernst wuchs im Apothekergäßchen und später in der Philippine-Welser-Straße mit drei jüngeren Schwestern und seinem Bruder Rudolf auf. Dieser wurde Jurist und war 1922 als Oberstaatsanwalt mit dem heute noch berühmten Hinterkaifeck-Mord befasst.

Bis zum Abitur besuchte Ernst das Gymnasium bei St. Anna, studierte dann am kgl. Lyzeum bei St. Stephan in Augsburg und ab 1884 evangelische Theologie an den Universitäten Erlangen, Berlin und Göttingen.

Mit 27 Jahren wurde Troeltsch ordentlicher Professor in Bonn. 1894 wechselte er an die Universität Heidelberg. Von 1909 bis 1914 war er auch Abgeordneter der Badischen Ständeversammlung. Ab 1915 hatte Troeltsch eine Professur für Religions-‚ Sozial- und Geschichts-Philosophie und christliche Religionsgeschichte an der Universität Berlin inne.

Als Publizist erwarb sich Troeltsch seit 1918 den Rang eines führenden linksbürgerlichen Zeitdiagnostikers, der die Gefährdungen der jungen Demokratie differenziert und illusionslos analysierte. Er, der sich selbst als Theologen und politischen Menschen bezeichnete, war einer der wenigen deutschen Intellektuellen, der die Demokratie und Republik von Weimar aktiv unterstützte.

1919 bis 1921 war Troeltsch für die liberale Deutsche Demokratische Partei (DDP) Mitglied der Verfassunggebenden Preußischen Landesversammlung und zugleich Staatssekretär im Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung.

Seiner Heimat Augsburg blieb Ernst Troeltsch stets verbunden. So hielt er 1905 im Goldenen Saal eine Festrede zum 100.Todestag Friedrich Schillers. Auch seine Eltern und Geschwister besuchte er oft.

Kurz vor einer Vortragsreise nach England starb Troeltsch 1923. Begraben wurde er auf dem Invalidenfriedhof in Berlin; sein Grab fiel 1961 dem Mauerbau zum Opfer.
1965, zum 100jährigenGeburtstag des großen Theologen, beschloss der Stadtrat Haunstettens die bisherige Rennwiesenstraße nach dem berühmten Sohn zu benennen.

Am 17. Februar, dem Geburtstag von Ernst Troeltsch, wurde 1981 in Haunstetten die internationale Ernst-Troeltsch-Gesellschaft gegründet. 1985 benannte die Universität Augsburg einen Hörsaal nach ihm. Auch Im Evangelischen Forum Annahof in Augsburg trägt ein Vortragssaal seinen Namen.

Jutta Goßner Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Geburtshaus Tattenbachstraße

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:24.04.2022


Prof. Dr. Ernst Troeltsch wurde 1865 in Haunstetten geboren

Person
Verschwundene Gedenktafel

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:24.04.2022


Prof. Dr. Ernst Troeltsch wurde 1865 in Haunstetten geboren

Person
Haus von Karl Troeltsch in der Annastraße Augsburg

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:24.04.2022


Prof. Dr. Ernst Troeltsch wurde 1865 in Haunstetten geboren

Person
Abbruch seines Geburtshauses

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:24.04.2022


Führung durch die Halle 116

Wehrmachtskaserne - Außenlager des KZ Dachau - US-Armee

Termin: Samstag, 30.04.2022
Uhrzeit: 10:30 bis 12:00 Uhr
Eintritt und Führung : kostenfrei - Spenden erbeten
Treffpunkt: Karl-Nolan-Straße 2, 86150 Augsburg

Führung: Bernhard Kammerer (Bürgeraktion Pfersee)

Anmeldung wegen begrenzter Teilnehmerzahl bis 29.04.2022
unter kulturkreishaunstetten.gossner@t-online.de oder 0821 811518

Als am 13.04.1944 das Außenlager Haunstetten des KZ Dachau durch alliierte Bombenangriffe vollständig zerstört worden war, mussten die über 2300 überlebenden KZ-Insassen auf andere Orte verteilt werden, auch in die "Halle 116" nach Augsburg-Pfersee. Ab Mai 1944 bis Mitte Mai 1945 firmierte die ehemalige Fahrzeughalle als Außenlager Pfersee des KZ Dachau. Auf Beschluss des Augsburger Stadtrats wird die Halle 116 erhalten und darin ein Lern- und Erinnerungsort eingerichtet.

Jutta Goßner, Vorsitzende Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Führung durch die Halle 116

Foto/Bild:Vorsitzende Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:11.04.2022


Willibald Popp oder Wie kam ein Pferd ins Haunstetter Stadtwappen?

1952 wurde der aufstrebenden Gemeinde Haunstetten durch das Bay. Staatsministerium des Innern der Titel "Stadt" verliehen. In kürzester Zeit musste der Gemeinderat in Abstimmung mit dem Hauptstaatsarchiv ein Stadtwappen entwickelt werden.

Und in diesem Wappen sehen wir oben einen springenden Schimmel. Was ist der Grund?

Der springende Schimmel war Teil des Wappens von Reichsabt Willibald Popp (geb. 1653 Rain - gest. 1735 Augsburg), er hatte aber gleich zwei in seinem Abtswappen. In Erinnerung an die langen Jahrhunderte der Zugehörigkeit Haunstettens zum Benediktiner-Reichskloster St. Ulrich und Afra und die großen Verdienste Popps für Haunstetten wurde von den Verantwortlichen der Schimmel für das neue Stadtwappen ausgewählt.

Wer war nun dieser Willibald Popp? (Bild 3)
Am 25.Juli 1653 wurde Willibald als Sohn einer Brauereibesitzerfamilie in Rain am Lech geboren. Vater Dietrich und Mutter Ursula waren wohlhabend, sie stifteten u.a. 1671 einen Altar für die Rainer Pfarrkirche. Auch waren mehrere Vertreter der Familie Popp im 17.Jahrhundert Bürgermeister oder Ratsmitglieder von Rain.

Bereits 1673 trat er in das Kloster St. Ulrich und Afra ein. Bis 1678 studierte Willibald in Dillingen und Rom. In Rom wurde er auch zum Priester geweiht.1694 wurde er zum Abt des Augsburger Benediktinerklosters gewählt und übte das Amt bis zu seinem Tode 41 Jahre aus. Er war laut W.Liebhart ein echter Barockprälat „gelehrt, baufreudig, streitfest, respräsentationssüchtig und verschwenderisch“. Das Kloster erlebte unter ihm eine letzte große Blüte, doch hinterließ er nach seinem Tod zerrüttete Finanzen.

Geradezu ein barocker "Bauboom" , unterbrochen nur durch den blutigen Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714 ) fand unter Abt Willibald in den Besitztümern des Klosters statt. Es würde den Rahmen sprengen, alle seine Baumaßnahmen aufzuzählen, deshalb nur einige Beispiele:

Nachdem die Kirche St. Afra im Felde (Friedberg) im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt worden war, ließ Popp zum 1400.Afra-Jubiläum 1704 eine neue Kirche errichten (fertiggestellt 1712) Hier sehen wir über dem Chorbogen sein Wappen.

Die Pfarrkirche St.Michael in Pfaffenhofen an der Glonn, die kirchenrechtlich zum Bistum Freising gehörte, ließ Popp 1718/20 prachtvoll erneuern.

In Neuhäder (Gem.Häder) ließ er die Marienkapelle 1719/20 als Nachfolgerin einer bereits 1593 erwähnten bedeutenden Wallfahrtskapelle errichten.

Um 1726/30 ließ er die Pfarrkirche St. Georg in Haunstetten renovieren und barockisieren mit Neubau des Langhauses, der Chor- und Turmerhöhung als Oktogon mit Zwiebelhaube, den neuen Decken – und Wandfresken durch Johann Georg Wolcker und der erlesenen Stuckdekoration durch F.X. Feichtmayr d.Ä. Noch heute sehen wir im Langhaus von St. Georg Popps Wappen. Im Chorraum malte Wolcker den Abt als hl. Willibald, der auf die nun prachtvoll erneuerte Pfarrkirche weist.

Der Basilika in Augsburg widmete Willibald Popp seine größte Aufmerksamkeit, fanden dort ja die kostspieligen Feste statt:
Nach seiner Abwahl ließ der Sakristei die prachtvolle Allerheiligenkapelle anbauen als würdigen Aufbewahrungsort für die zahlreichen Reliquienschreine mit den Gebeinen der frühen Augsburger Bischöfe wie Wikterp oder Adalbero. Deren Umbettung 1698 wurde mit großem Pomp gefeiert, u.a mit einer Prozession vom Dom nach St. Ulrich und Afra.

Aus Anlass des 700jährigen Stiftungsfestes des Benediktinerklosters im Oktober 1712, das eine Woche lang gefeiert wurde, ließ Popp die ganze Basilika, vor allem die Altäre glanzvoll restaurieren, einen neuen Marmorboden legen und bestellte fünf neue Glocken. (Die Glocken mussten im 1.Weltkrieg abgegeben werden und wurden eingeschmolzen.) Glaubt man den Angaben, wurden während des Jubiläums fast 1000 Messen gehalten.

Zahlreiche prächtig bestickte Paramente stiftete er dem Kloster, kostbare Reliquiare, Silberleuchter für den Hochaltar, Rauchfässer, Lavabogarnituren ... Vieles wurde aus Geldnot später verkauft oder ging verloren.

Zum Thema Wissenschaft ist hervorzuheben, dass Popp sich intensiv
um die bis 1810 bestehende Benediktineruniversität in Salzburg kümmerte, an der z.B. Leopold Mozart (ohne großen Erfolg) 1737-39 studierte. So schickte er Patres aus Augsburg als Professoren nach Salzburg. Einige Jahre war er Mitglied des Univesitätspräsidiums.

Auch der Musikpflege widmete sich der kunstsinnige Willibald Popp intensiv und in der Staatsbibliothek Augsburg finden wir noch heute Bücher aus seiner Privatbibliothek.

Gegenüber der Stadt Augsburg war Abt Willibald Popp aber sehr streitbar und verteidigte erfolgreich ihr gegenüber den Status der Reichsunmittelbarkeit des Klosters, u.a. mit diversen Rechtsprozessen.

Sie sehen also, was alles ein Pferd im Wappen von Haunstetten uns erzählen kann ...

Jutta Goßner
Kulturkreis Haunstetten e.V.
28.02.2022

Person
Reichsabt Wilibald Popp

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:04.03.2022


Willibald Popp oder Wie kam ein Pferd ins Haunstetter Stadtwappen?

Person
Wappen von Popp in ST.Georg

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:04.03.2022


Willibald Popp oder Wie kam ein Pferd ins Haunstetter Stadtwappen?


Person
Hl.Willibald St.Georg

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:04.03.2022


Willibald Popp oder Wie kam ein Pferd ins Haunstetter Stadtwappen?


Person
Deckblatt mit Wappen Stadterhebungsfeier am 06.09.1952

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:04.03.2022


Führung durch die Halle 116

Wehrmachtskaserne - Außenlager des KZ Dachau - US-Armee

Termin: Samstag, 19.03.2022
Uhrzeit: 10:30 bis 11:30 Uhr
Eintritt und Führung : kostenfrei
Treffpunkt: Karl-Nolan-Straße 2, 86150 Augsburg

Führung: Bernhard Kammerer (Bürgeraktion Pfersee)

Anmeldung wegen begrenzter Teilnehmerzahl bis 18.03.22
unter kulturkreishaunstetten.gossner@t-online.de oder 0821 811518

Als am 13.04.1944 das Außenlager Haunstetten des KZ Dachau durch alliierte Bombenangriffe vollständig zerstört worden war, mussten die über 2300 überlebenden KZ-Insassen auf andere Orte verteilt werden, auch in die "Halle 116" nach Augsburg-Pfersee. Ab Mai 1944 bis Mitte Mai 1945 firmierte die ehemalige Fahrzeughalle als Außenlager Pfersee des KZ Dachau. Auf Beschluss des Augsburger Stadtrats wird die Halle 116 erhalten und darin ein Lern- und Erinnerungsort eingerichtet.

Jutta Goßner, Vorsitzende Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Halle 116

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:04.03.2022


Die Straßennamen von Haunstetten

Das neue Buch des Kulturkreises Haunstetten e.V.

Straßennamen dienen nicht nur der Adressierung und Orientierung. Sie überliefern auch Heimatgeschichte.

Haunstetten mit seiner über 2000 jährigen Geschichte ist ein Ort, der für viele Menschen - auch wenn sie von weit her kommen - "Heimat" bedeutet. Die Straßennamen sollen von dieser langen Geschichte - vom Beginn unter den Römern über das Dorf im Besitz des Reichsklosters St. Ulrich und Afra bis hin zum Stadtteil von Augsburg - erzählen.

Nun kann der Kulturkreis dieses Buch mit den Bedeutungen der amtlichen Namen für die 245 Straßen, Wege und Plätze im Stadtteil Haunstetten (236), im Bereich der Volkssiedlung (5) und im Ortsteil Siebenbrunn (4) herausgeben.

Viel Interessantes wurde vom Autor, unserem Mitglied Wilfried Matzke und anderen Kulturkreis-Mitgliedern zusammengetragen. Besonderer Dank geht an Dr. Bernd und Gabriele Wißner vom Haunstetter Wißner Verlag, ohne deren Unterstützung dieses hochwertige Werk nicht möglich gewesen wäre. Prima, dass auch die Produktion in Haunstetten erfolgen konnte - bei der
traditionsreichen Druckerei Walch.

Facts:

• Erhältlich für 14,90 EUR im Buchhandel sowie in Haunstetten bei "Ihre Brille" in der Inninger Straße 6, der Gärtnerei Türk in Tal 3, der Stadtteilbücherei Haunstetten in der Tattenbachstr.15 (jeweils zu den Öffnungszeiten) und während der Adventszeit im Weihnachtsmarkt der Pfarrei St. Georg

• 64 Seiten im DIN-A4-Format, 105 Abbildungen, acht Haunstetter Stadtpläne von1938 bis 2021 und zwei Luftbilder

• Erstes Druckwerk über Augsburger Straßennamen seit dem Jahr 1833

• Herausgegeben vom Kulturkreis Haunstetten, erschienen im Haunstetter Wißner Verlag, produziert in der Haunstetter Druckerei Joh. Walch

Jutta Goßner, 1. Vorsitzende
Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Die Straßennamen von Haunstetten

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:30.11.2021


Die Straßennamen von Haunstetten

Person
Die Straßennamen von Haunstetten

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:30.11.2021


Die Straßennamen von Haunstetten

Person
Die Straßennamen von Haunstetten

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:30.11.2021


Geschichte KZ-Außenlager Haunstetten

Die Tragödien hinter dem Hermann-Frieb-Park:

Das KZ-Außenlager Haunstetten

Friedlich liegt der Hermann-Frieb-Park in der Sonne, ein idyllisches Fleckchen gleich neben der Inninger Straße: Grüner Rasen, mächtige Bäume, Lachen von Kindern und Jugendlichen, Senioren auf einladenden Parkbänken.

Nur wenige Haunstetter wissen noch um die grausame Vergangenheit dieser Idylle: Hier befand sich von 09.02.1943 bis 20.04.1944 eines der größten KZ-Außenlager der Luftfahrtindustrie Deutschlands.

Wie kam es dazu?

Aufgrund des zunehmenden Mangels an deutschen Arbeitskräften in den Jahren des 2.Weltkrieges für die Rüstungsindustrie der Messerschmittwerke kamen zuerst Kriegsgefangene zum Einsatz - Später nach und nach mehrere Tausend Zwangs- und Fremdarbeiter , die u.a. in Baracken der Lager Uhu und Star an der Inninger Straße wohnten.

Als diese Arbeitskräfte nicht ausreichten wurde von der SS im Februar 1943 auf Wunsch der Messerschmitt-Werke ein Außenlager des KZ-Dachaus erbaut und die SS "vermietete" die Häftlinge an die Messerschmitt AG. Davor war das Areal eine Kiesgrube, dann ein Militärinternierungslager.

Da KZ-Außenlager war von einem hohen elektrisch geladenen Stacheldrahtzaun mit Sichtmatten umgeben. An den vier Ecken standen Wachtürme. Die Gefangenen aus ganz Europa lebten in ca. 22 Holzbaracken. Im Januar 1944 gab es bereits 2695 Häftlinge. Die ersten 200 waren im Frühjahr 1943 aus dem KZ Mauthausen (Österreich) gekommen, die anderen offiziell aus Dachau. Eine Erweiterung auf 4500 war von der Messerschmitt AG geplant.
Es waren meist junge Männer, politische Gefangene, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas usw. Männer mit technischen Kenntnisse waren von Messerschmitt besonders begehrt.

Sie arbeiteten fast ausnahmslos bei Messerschmitt in der Produktion der Me-210 und Me-410. Zu Fuß mussten sie in Kolonnen zu Messerschmitt laufen, bewacht von SS und Hunden. Täglich sahen die Haunstetter die Kolonnen der ausgemergelten Häftlinge zu ihrer 12 Stunden Schicht Viele Namen der verantwortlichen SS-Lagerleiter und der Wachmannschaft sind dem Kulturkreis Haunstetten nach umfangreicher Recherche nun bekannt.
Das Leben im Lager war für die Häftlinge voller Angst, Misshandlungen (z.B. Schläge oder das "auf sie Hetzen der Hunde") und Tod geprägt.
So schildert der überlebende Häftling Edmond Falkuss (1916-2010) in einem Interview, dass im Frühjahr 1944 vier entflohene, aber gefasste Häftlinge auf dem Appellplatz gehängt wurden; alle Häftlinge mussten dabei zusehen. Ebenso wurden acht des Diebstahls von Lebensmittelresten verdächtigte Häftlinge im Frühjahr 1944 gehängt. In der Regel mussten die Gehängten zur Abschreckung einen Tag hängen bleiben.

Aber auch Lagerälteste , selbst KZ-Häftlinge, waren von ihren Mithäftlingen gefürchtete Schläger. Ein Beispiel ist Hugo Zier(geb-1906): In seinen Memoiren berichtet der im KZ Dachau inhaftierte polnische Genaralkonsul M.Grabinski (1893-1960), wie Zier in Dachau mit Vorliebe Priester misshandelte. Den Weihbischof von Wloclawek ( Leslau), Michael Kozal (geb.1906), schlug er im Januar 1943 so brutal, dass dieser, schwer verletzt, daran starb. Zier wurde "In Anerkennung seiner Verdienste", so der Generalkonsul in seinem posthum 2007 erschienenen Buch, als Lagerältester ins Außenlager Haunstetten versetzt.

Durch alliierte Luftangriffe wurde das Lager am 13.April 1944 vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die zahlreichen Angriffe forderten viele Todesopfer, da z.B. die Häftlinge die Luftschutzbunker nicht aufsuchen durften. Die Überlebenden mussten einige Tage im Freien auf dem Schießplatz im Wald "hausen".

Ab 20.04.1944 wurden die KZ-Häftlinge auf andere KZ-Außenlager verteilt, so z.B. Gablingen, Leonberg, Pfersee. Am 25.04.1945 mussten auf Befehl der SS alle den sog. "Todesmarsch" von Pfersee nach Klimmach (bei Schwabmünchen) antreten. Dort wurde sie, unter ihnen von den heranrückenden US-Truppen befreit.

Die Stadt Augsburg ließ 1985 im Park zur mahnenden Erinnerung eine Tafel mit Stahlkranz des Bildhauers Claus Scheele errichten.
Im Jahr 2008 erfolgte die Aufstellung einer Stele durch den Kulturkreis Haunstetten e.V. mit den über 120 von Kulturkreisvorstandsmitglied Heinrich Bachmann ermittelten Namen samt Nationalität, Geburts- und Sterbedaten der Opfern der Bombenangriffe des KZs

Wunderbar, dass wir heute die Idylle in Frieden und einem demokratischen Staat genießen können, doch darf man das Grauen dahinter nicht vergessen.

Jutta Goßner
Vorsitzende Kulturkreis Haunstetten e.V.

06.11.2021

Person
KZ-Außenlager Haunstetten

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:07.11.2021




Projekte

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere besonderen Projekte vor, die wir in Haunstetten planen, oder auch schon in die Tat umgesetzt haben.

Klicken Sie auf die Vorschaubilder, und Sie bekommen nähere Informationen.

Zeitzeugnisse
Wappenschild
Fahradtour 2
Pax
QR Code
Straßennamen
Postkartenmotive
Bilderausstellung
Maibaum
Grabstein
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Ortsarchive

Ortsgeschichtliche Sammlung

Dieses Archiv hat Ludwig Feigl aufgebaut. Im Lauf seines Lebens hat er eine stattliche Sammlung an schriftlichen Zeugnissen und Bilddokumenten zusammengetragen. In dieser Sammlung finden sich nicht nur Berichte zum aktuellen Geschehen, sondern auch Geschichten und Begebenheiten aus früherer Zeit.

In über 60 Ordnern kann sich der interessierte Besucher informieren über Geschichte allgemein (Bayern, Schwaben), Archäologie und die Geschichte Haunstettens vom ulrikanischen Dorf bis zur Stadt und bis zur Eingemeindung nach Augsburg, alte Anwesen und Ihre Besitzer, Straßennamen und ihre Herkunft, Gewässer, Wald- und Forstwesen, Landwirtschaft, Gewerbe, Industriebetriebe, wie z.B. Martini, Spinnerei & Weberei und die Kunstmühle, Kirchen und Schulen, Kindergärten, und soziale Einrichtungen, Gesundheitswesen, Vereine, die freiwillige Feuerwehr, Mundart, Brauchtum und Theater in Haunstetten.

Über Siebenbrunn gibt es ebenso Unterlagen, wie über die nähere Umgebung von Haunstetten. Es existieren Dokumente über die früheren Gemeinderatssitzungen, Wahlen, politische Parteien, Bürgermeister. Eine weitere Sammlung ist lebenden und verstorbenen Haunstetter Persönlichkeiten gewidmet. Auch über Georg Käß und die Gräfin Tattenbach liegt umfangreiches Material vor. In mehreren Ordnern wird über die Zeit des Zweiten Weltkriegs, die Nachkriegszeit und die amerikanische Besatzung berichtet. In einer bislang 50 Ordner umfassenden und stetig wachsenden Sammlung wird chronologisch alles dokumentiert, was über Haunstetten in der Presse zu finden ist.

Ein weiterer Bestandteil des Archivs ist die umfangreiche Fotosammlung. Zu fast allem, was in Ordnern dokumentiert ist, gibt es auch Bildmaterial. Viele Haunstetter Straßen wurden fotografiert, Gesamtansichten und einzelne Gebäude, es wurden Feste, Feiern und Klassentreffen im Bild festgehalten. Luftaufnahmen zeigen die Ausdehnung Haunstettens im Lauf der Jahre. Besonders interessant sind alte Postkarten und Aufnahmen von Haunstetter Straßen und Plätzen.

Interessante Dokumente und Fotos aus Privatbesitz, die sich z.B. in Haunstetter Nachlässen finden und zum Wegwerfen zu schade sind, nimmt das Archiv gerne an, um sie vor dem Vergessen zu bewahren.

Zu den Öffnungszeiten kann sich der interessierte Bürger im Leseraum gemütlich niederlassen und in aller Ruhe schmökern und in Geschichte schwelgen.

Gertrud Widmeier und Ludwig Luger freuen sich auf Ihren Besuch und beantworten gern Ihre Fragen.

Öffnungszeiten: jeden 1. Mittwoch des Monats von 10:30 - 12:00 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel.: 0821 / 81 24 24
Ort: altes Rathaus, Nebengebäude, 1. Stock, Tattenbachstr. 15a


Online Archive
Begriff
Startdatum
Enddatum





Bibliothek

Bücherliste Kulturkreis Haunstetten e.V.

TitelAutorenPublikationsdatumVerlagSeitenISBN
1.9.3.9 Ein Versuch über den Umgang mit Erinnerung an den Zweiten WeltkriegVorsteher, Dieter1989DHM GmbH
111 Orte in Augsburg, die man gesehen haben mussNagler, Gregor18/06/2015Emons Verlag2409783954515981
25 Jahre Steuerkanzlei Walter SetteleMenschen Dr., Peter; Dann Dipl. KfM., Wilfried; Feigl, Ludwig; Buchnee Prof. Dr., Herbert; Söffing Prof. Dr., Günter; Kotter, KkausBrigitte Settele Verlag118
350 Jahre Hasenbrauerei AugsburgEberlein Dr., Hans
Albertus MagnusBergh, Hendrik van1980Busse-Seewald1203-512-00602-7
Alltag und Brauch in Bayerisch-Schwaben. Die schwäbischen Antworten auf die Umfrage des Bayerischen Vereins in München von 1908/09 (Veröffentlichungen ... zur historischen Volks- und Landeskunde)Willi, Gerhard09/07/1999Wißner-Verlag7713-89639-146-1
Armenfürsorge und DaseinsvorsorgrStaatl. Archive Bayern1992Verlagsdruckerei Schmidt
AugsburgSchreiber, Franz2004Wartberg639783831314065
AugsburgWißner, Bernd2004Wißner-Verlag1259783896394293
Augsburg - Bilder einer Stadt um 1900: Historische FotografienSchreiber, Franz10/2001Wartberg649783831311002
Augsburg - Die Stadt des Pyrs und ReichsadlersBüchler, Josef1963Die Brigg
Augsburg - Portrait einer FliegerstadtReiniger, Robert1995Presse-Druck- und Verlaggs-GmbH Augsburg192
Augsburg auf dem Weg ins IndustriezeitalterPlößl, Elisabeth1985Müller Rainer A.
Augsburg im RampenlichtSchweinberger, Willy1986AWO Werbung
Augsburg so wie es warWegele, Ludwig Augsburg -1974Gondrom1043770003713
Augsburger GeheimnisseBast, Eva-Maria; Thissen, Heike11/2017Bast Medien GmbH1909783946581277
Augsburger Geheimnisse: 50 Spannende Geschichten aus der Fuggerstadt (Geheimnisse der Heimat)Bast, Eva-Maria; Thissen, Heike30/10/2017Bast Medien GmbH192978-3-946581-27-7
Augsburger Stadtlexikon (German Edition)Grünsteudel, Günther01/01/1998Perlach3-922769-28-4
Augusta Sacra - Heilige, Selige und Glaubenszeugen des Bistums AugsburgGroll, Thomas; Ansbacher, Walter28/11/2018Fink, Josef382978-3-95976-192-5
Ballon und Luftschiffahrt in AugsburgEckert, Alfred1976Wulf Bergner239
Bayerisch Schwaben. Blickpunkte: Vielfalt der schwäbisch-bayerischen Landschaft. Vor- und Frühgeschichte. Vom Ries bis zum Allgäu- vom Ulmer Winkel ... Burgen und Schlösser, Kirchen und KlösterHollo, Harald; Laß, Walter14/07/2003Satz und Grafik Partner1639783935438001
Bayerische GeschichteHubensteiner, Benno1980Süddeutscher360
Bis zum SanktnimmerleinstagPanitz, Reiner2005Reiner Panitz1833-9522805-1-8
Chronik der Familie WalchWalch1984
Chronik der Pfarrei St. Ulrich KönigsbrunnTeichner, A; Behrendt, WPfarrei St Ulrich
Das grosse Buch unserer beliebtesten Volkslieder. Kein schöner Land....Linke, Norbert [Hrsg.]:1983Niedernhausen/Ts., Falken-Verlag 1983.03-8068-4150-0
Das Kriegsende 1945 in MeringWeber, Johann1996Eigenverlag101
Das Kriegsende in Schwaben 1945Fassl, Peter25/04/2005Satz und Grafik Partner1849783935438520
Das LechfeldHuyer, Rrich1967Mayer Josef209
Das schwäbische DonaumoosMäck, UlrichBrigitte Settele Verlag204
Das Werk von fünf Generationen - 150 Jahre DierigDierig AG
Der alte Pfarrhof HaunstettenKotter, Ludwig; Schätzl, Lothar; Reiprich, Gert; Bergmann, Ingrid; Stiefenhofee, Hans; Streitberger, Karl; Hofmann, Alfred; Schneider, Anton; Settele, WalterBrigitte Settele Verlag64
Der Beginn des Zweiten Weltkrieges - Heft 47Bundeszentrale für Heimatdienst
Der LechPfeuffer, Eberhard2010Wißner-Verlag1849783896397683
Der Lech und seine AbenteuerMiller, Franz R.1990Allgäuer Zeitungsverlag128
Deutschland steckt voller MerkwürdigkeitenRoden, Hans1963Hans E. Günther228
Die AlamannenFuchs Dr., Karlheinz1997Wbg Theiss5283-8062-1302-X
Die Austreibung der Juden aus SchwabenRömer, Gernot1987Presse-Druck- und Verlaggs-GmbH Augsburg256
Die Kleene aus der SalzmarktstraßeButs, Rita2012Andreas, Peter273978-3-935881-88-3
Die Lechhochwasser Katastrophe 1910Mayer, G.1914Verlag der Stadtgemeinde
Die Schneedörfer und Orte der Umgebung im BöhmerwaldLang, Otto1988Schwabenverlag AG Aalen/Ellwangen359
Die Straßennamen von Haunstetten und ihre BedeutungWilfried Matzke2021Wißner-Verlag64978-3-95786-294-5
Die Urkunden des Archivs der Grafen von TattenbachMutzbauer, Otto1967Karl Zink Verlag384
Ein Band durch fünf Generstionen - Martini gestern und heutePöhl, Karl Otto1957Verlag Mensch und Arbeit
Endstation 1920. Die Geschichte der königlich-bayerischen StaatsbahnÜcker, Bernhard1972Süddeutscher1583-7991-5704-2
Ernst TroeltschDrescher, Hans-Georg1991Vandenhoeck & Ruprecht5573-525-55418-4
Es war gerade, als würde alles bersten: Augsburg im BombenkriegPöhlmann, Markus07/01/2019Volk Verlag168978-3-86222-282-7
Ethik und GeschichtsphilosophieTroeltsch, Ernst01/01/1995Beltz Athenäum09783895470905
Exile from LatviaKapeikis, Harry G.11/2007Trafford Publishing3169781425134006
Für die VergessenenRömer, Gernot1984Presse-Druck- und Verlaggs-GmbH Augsburg229
Gau ChronikHinterbrandner, Gerhard Und Marianne2004Altbayrisch-schwäbischer Gauverband
Gelebtes Miteinander. Der "Preis Augsburger Friedensfest" und seine ökumenischen ImpulseMenacher, Peter13/02/1997Wißner-Verlag2163-89639-079-1
Gemeindewappen des Landkreises AugsburgKorhammer, Hermann1965Selbstverlag des Landkreises Augsburg118
GöggingenSchneider, Otto; Zelzer, Maria; Stoll, Siegfried; Müller, Hannelore1969Selbstverlag der Stadt Göggingen303
Grabfunde der späten Bronzezeit und der Urnenfelderzeit von Augsburg-Haunstetten und Friedberg in BayernWirth, Stefan1998Wißner-Verlag2013-89639-121-6
Grundriss der Heimatkunde des Landkreises AugsburgEberlein Dr., Hans1969Selbstverlag des Landkreises Augsburg428
Grüß Gott in Bayerisch-Schwaben. Heitere und besinnliche Geschichten und Gedichte im Jahreslauf von Land und Leuten in Mundart und Hochdeutsch für Schwaben und NichtschwabenWächter, Hermann; Ruchti-Settele, BrigitteBrigitte Settele Verlag1333-932939-30-1
Haunstetten Geschichte-Episoden-BilderFeigl, Ludwig; Reiprich, GertBrigitte Settele Verlag172
Historische Grenzsteine in Bayerisch-SchwabenPfundner, Thomas05/11/2015Konrad, A H2029783874375689
Jahrbuch 50. JahrgangGroll, Thomas2016Kunstverlag Josef Fink978-3-95976-067-6
Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte, 51. Jahrgang, 2017Groll, Thomas; Ansbacher, Walter27/11/2017Fink, Josef940978-3-95976-109-3
Johann Evangelist HolzerWiercinski, Thomas; (Augsburg), Diözesanmuseum St. Afra; Augsburg, Kunstsammlungen und Museen; Ferdinandeum, Tiroler Landesmuseum05/2010Haymon Verlag4489783852186412
Kardinal Otto Truchseß von Waldburg (1514–1573): Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte, 49. Jahrgang, 2015Thomas, Groll09/11/2015Fink, Josef430978-3-89870-986-6
Kommunale Archive in Bayern (German Edition)unbekannt03-87717-702-6
König Ludwig und seine SchlösserLinde, Fritz1926Georg Kummer Verlag32
Königtum, Adel und Klöster im Gebiet zwischen Oberer Oller und LechSchwarzmeier, Hansmartin1961Verlag Schwäbischen Forschungsgemeinschaft
Liebes ThierhauptenBauer, Karl2001Kulturforum Thierhaupten
Literatur in Bayerisch SchwabenPörnbacher, Hans1979Anton H. Konrad Berlag2043-87437-161-1
Machtergreifung in Augsburg: Anfänge der NS-Diktatur 1933-1937 (Beiträge zur Geschichte der Stadt Augsburg)Cramer-Fürtig, Michael15/09/2008Wißner-Verlag4489783896396549
Mittelschwbischer VolksspiegelSchindlmayr, HansVerlag Bayerisches Schulmuseum Augsburg
Münchner Porträts -Wilhelm HoegnerBaumgärtner, Franz Josef1957Günter Olzog43
Museen in Schwaben: Ein Führer zu 145 Sammlungen, Schlössern und Gedenkstätten zwischen Bodensee und RiesChrobaczek, Christiane01/01/1992Bezirk Schwaben1603-9802516-1-6
Mut zur FeigheitEitel, Joachim12/01/2017E.I.-Verlag265978-3-00-054787-4
Muttergotteskapelle HaunstettenReiprich, Gert; Feigl, Ludwig; Kießling, Hermann; Streitberger, Karl; Settele, BrigitteBrigitte Settele Verlag112
Noch ein Stück von mir.Wohlfarth, Fritz1997Fritz Wohlfarth2883-00-002288-0
Nördlingen Schicksalstunde 1634Zipperer, G.A.Georg Wagner71
Nördlingen, die Georgskirche und St. SalvatorSchmid, Elmar D.1977Konrad Theiss Verlag, Stuttgart,1673-8062-0167-6
SchwartamagaWagner, GeorgUnion deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart
Settele - Geschichte einer schwäbischen FamilieBüchner Prof. Dr., Herbert; Feigl, Ludwig; Reiprich, GertBrigitte Settele Verlag108
So viel Anfang war nie. Deutsche Städte 1945 - 1949Glaser, Hermann; Pufendorf, Lutz von; Schöneich, Michael.01/04/1992Siedler Verlag3393-88680-350-3
Technische Denkmale in AugsburgRuckdeschel, Wilhelm1984Brigitte Settele Verlag139
Textilbleichen in Deutschland: Die Industrialisierung einer unterschätzten Branche (Studien zur Regionalgeschichte)Schlicht, Udo11/06/2010Verlag für Regionalgeschichte384978-3-89534-672-9
Überleben durch Arbeit?Schalm, Sabine2009Metropol-Verlag368978-3-940938-45-9
Und alles war stillLasky, Melvin J.24/10/2014Rowohlt Berlin496978-3-87134-7085
Unsere bayerische HeimatBeron, AlfredEigenverlag336
Verein für Augsburger Bistumsgeschichte Jahrbuch 50. JahrgangGroll, Thomas2016
Verwaltet und verwahrt. Armenpolitik und Arme in Augsburg. Vom Ende der reichsstädtischen Zeit bis zum Ersten WeltkriegEser, Susanne F.01/2001Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart3503-7995-0469-9
Via Claudia AugustaWagner, Richard198660
Via Claudia Augusta - RadwandernLokale Aktionsgruppe Via Claudia Augusta1998EOS Verlag963-88096-456-4
Wasser - Kunst - AugsburgEmmendörfer, Christoph; Trepesch, Christof2018Schnell & Steiner4489783795433000
WBG Wohnungsbaugesellschaft der Stadt AugsburgWolf Dr., Barbara2002Schoder Druck
Wider Laster und sunde. (Veroffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur, 33).eds), Josef KIRMEIER (JAHN, Wolfgang & BROCKHOFF, Evamaria,1997Haus d. Bayer. Gesch.1803-927233-50-1
Willy Messerschmitt. Pionier der Luftfahrt und des LeichtbauesEbert, Hans J; Kaiser, Johann B; Peters, Klaus1992Bernard & Graefe4323-7637-6103-9
Wo fänd ich deinesgleichenHeimatkreis ReichenbergHelmut Preußler Verlag3-934679-12-9

Gedenkstätte und Errinnerungsorte in Haunstetten


Haunstetten in der Zeit des Nationalsozialismus

Person
Namensstele der Opfer des KZ-Außenlagers durch die Bombenangriffe (Bild: Kulturkreis)

Das damals selbständige Haunstetten war wegen der kriegswichtigen Messerschmitt AG ein Ort, an dem Häftlinge des größten KZ-Außenlagers im Raum Augsburg, Zwangsarbeiter, die Zivilbevölkerung und Soldaten Opfer der nationalsozialistischen Diktatur wurden.

Der Kulturkreis Haunstetten e.V. hat Stätten aus der Zeit des Nationalsozialismus sowie Erinnerungsorte in einer Übersicht zusammengestellt.

Stätten des Nationalsozialismus in Haunstetten sowie Erinnerungsorte

Nr.KurzbeschreibungLageBeschreibung
1Gedenkstätte für die Opfer der Kriege und der GewaltNeuer Friedhof, HopfenstraßeFür die Opfer des Nationalsozialismus errichtete 1970 die Stadt Haunstetten das gespaltene Steinmonument (Bildhauer Christian Angerbauer), dass die Zerrissenheit der Welt durch Krieg und sinnlose Gewalt symbolisiert.
2aKriegergedächtnis-glocke (Die Glocke von 1788 musste 1942 zur Einschmelzung abgegeben werden.)Muttergotteskapelle, PoststraßeDie Glocke, 1953 gestiftet vom Heimat- und Volkstrachtenverein, trägt die Widmung "Zu Ehren der in den Weltkriegen 1914-1918 und 1939-1945 Gefallenen und Vermissten der Stadt Haunstetten. Hl. Maria bitte für sie."
2bGedenktafel der in Haunstetten wohnenden litauischen Displaced PersonsMuttergotteskapelle, PoststraßeÜbersetzte lateinische Inschrift “Hier, im Heiligtum Mariens, beteten die Litauer, die Söhne des Marienlandes, als der Sturm des Krieges tobte und sie ins Gebiet von Augsburg verschlagen waren, kniefällig um Kraft, die Leiden der Verbannung zu ertragen und um die Freiheit des Vaterlandes. 1945-1949“. Gestiftet um 1950.
2cGefallenengedenkstätte "Grabmal des unbekannten Soldaten"Muttergotteskapelle, Poststraße, Westseite1954 wurde sie angelegt vom Heimat- und Volkstrachtenverein für die Gefallenen des 2.WK. Ein unbekannter Soldat, der bei einem Bombenangriff auf Haunstetten starb und vorher im Alten Friedhof beigesetzt war, bekam hier seine letzte Ruhestätte.
3aFarbglasfenster (Nordseite) "Kraft des Hl. Geistes in den Zeugen"Kath. Pfarrkirche St.Pius, Mittelfeldstraße1995-1997 gestaltete Prof. B.Weißhaar ein Glasbild mit den Namen von Widerstandskämpfern gegen die NS-Diktatur, z.B. Mitglieder der "Weißen Rose": Willi Graf, Hans u. Sophie Scholl, Christoph Probst, Kurt Huber, Alexander Schmorell; sowie Edith Stein, Dietrich Bonhoeffer, Hermann Josef Wehrle u.a.
3bZwei Steinreliefs an den Außenwänden bei beiden EingängenKath Pfarrkirche St.Pius, MittelfeldstraßeIn Erinnerung an die Opfer des Haunstetter KZ-Außenlagers schuf Prof. Fritz König, Landshut, 1965 diese Reliefs. Seine Vorlage war ein Kreuz, gestaltet aus den griechischen Wörtern für Licht und Leben, das Dachauer KZ-Häftlinge für einen inhaftierten Bischof geschnitzt hatten.
4aGedenkstätte für die zivilen BombenopferAlter Friedhof, Bgm.-Widmeier-StraßeDie ursprüngliche Anlage stammt von Anfang der 1990er Jahren und wurde von der Stadt Augsburg durch den Künstler Philipp Jäger bei dem sich dort bereits befindlichen Massengrab ziviler Opfer angelegt. Umgestaltet 2006 wegen der Auflösung zahlreicher alter Familiengräber.
4bTafel mit den Namen der gefallenen bzw. vermissten Haunstetter Soldaten des 2.WKAlter Friedhof, Bgm.-Widmeier-Straße, Westmauer2009 wurden neben der Stele für die Gefallenen des 1. WKs vom Kulturkreis Haunstetten e.V. beim Alten Friedhof Gedenktafeln mit den Namen der gefallenen und vermissten Haunstetter und Siebenbrunner Soldaten des 2.WK enthüllt. Auch die Namen von gefallenen Angehörigen der Heimatvertriebenen, die ab 1946 nach Haunstetten kamen, wurden aufgenommen.
4cGrabanlage für in Haunstetten verstorbene Displaced PersonsAlter Friedhof, Bgm.-Widmeier-Straße26 Personen baltischer Abstammung wurden 1945-49 beigesetzt. 1995 wurden die Einzelgräber auf Initiative des Kulturkreises Haunstetten in einer kleinen Grabanlage zusammengefasst.
5aMunitionsbunkerHaunstetter Wald1934 - 1936 wurde nördlich des seit dem 19. Jh. vorhandenen Schießplatzes von der Heeresmunitionsnebenanstalt Augsburg des Wehrkreis VII ein Munitionslager mit 13 Munitionsbunkern für die Artillerie angelegt. Nach Ende des 2.WK bis 1961 wurde das Munitionslager von US-Truppen genutzt. 1961 erfolgt die Übernahme durch die Bundeswehr.
Aus Sorge um das Trinkwasser wurde es 1975 stillgelegt. Die Bunker sind noch vorhanden.
5bSchießplatzHaunstetter Wald1886 nahm das Generalkommando des I. Armeekorps nach Rodungen den Schießplatz in Betrieb und übergab ihn der Augsburger Garnisonsverwaltung. Dokumente zeigen, dass während des 2.Weltkrieges auf dem Schießplatz auch Hinrichtungen zum Tode verurteilter deutscher Soldaten und Fremdarbeiter stattfanden. Historische Forschungen bestätigten 2022, dass mindestens 25 Wehrmachtssoldaten durch Erschießen exekutiert wurden.
Der Betrieb des Schießplatzes nach 1945 durch die US-Armee und später auch der Bundeswehr wurde 1985 aus Trinkwasserschutzgründen eingestellt.
5cFliegertechnische VorschuleArberstraßeDie Turnhalle ist der einzige erhaltene Teil der 1937 erbauten Fliegertechnischen Vorschule, einer militärischen Einrichtung des Reichsluftfahrtministeriums. Alle Flugzeugfabriken hatten im Nationalsozialismus angegliederte Ausbildungsstätten für Lehrlinge. Die Lage war nahe der Messerschmitt-Werke ideal geeignet. Nach dem Krieg war Die Schule von US-Militär besetzt. Nach Nutzungen als Krankenhaus und Pflegeheim wurde sie 2000 abgerissen.
6Werk III und Werk IV. Werk I und II sowie der Werksflughafen lagen auf Augsburger Gebiet.Werk IV an der Königsbrunner Straße, Werk III westlich der WeddingenstraßeIn den 1920er Jahren begann die Flugzeugindustrie in Haunstetten. Viele nationalsozialistische Politiker besuchten die Werke, z.B. Hitler, Göring ... 1938 wurden die Bay. Flugzeugwerke in Messerschmitt AG umbenannt. Betriebsleiter waren Willy Messerschmitt, Theo Croneiß sowie Rakan Kokothaki. Die Werke wurden ab 1943 mehrmals bombardiert, weshalb die AG Produktionszweige in 31 Produktionsstätten und 18 Außenlager verlagerte.
Im Mai 1933 gab es 82 Mitarbeiter, Ende 1939 fast 9.000, 1942 12000. 1945 waren von den ca.18.000 Mitarbeitern etwa 8000 Fremd- und Zwangsarbeiter außerdem ca. 2700 KZ-Häftlinge des Außenlagers Haunstetten.
7KZ-Außenlager Haunstetten des KZ DachauHermann-Frieb-Straße, Inninger StraßeIm Februar 1943 wurde auf Wunsch der Messerschmitt AG ein bestehendes Kriegsgefangenenlager auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube innerhalb weniger Tage zu einem KZ ausgebaut. Architekt Freilinger (Augsburg; auch Architekt der Karl-Wahl-Siedlung. Es gab insg. ca. 2700 Häftlinge aus allen Teilen Europas.
Das Lager wurde mit einem hohem elektr. Stacheldrahtzaun, mit Sichtschutzmatten und vier Wachtürmen an den Ecken von der Außenwelt abgeschirmt. Die Häftlinge, die ersten 200 kamen aus dem KZ Mauthausen, dann aus Dachau, waren in ca.22 Holzbaracken untergebracht, die Unterkünfte der SS-Wachmannschaften lagen an der gegenüberliegenden Seite der Inninger Straße. Die Baracken waren in Stuben mit 30 bis 50 Personen eingeteilt. Es diente ab 1944 auch als Polizeigefängnis Augsburg nach Zerstörung der Augsburger Justizinfrastruktur.
Zahlreiche Tötungen von KZ-Häftlingen sind nachweisbar. Nach der Zerstörung durch Luftangriffe vom 13.04.1944 mussten die Häftlinge einige Tage auf dem Schießplatz hausen, bevor sie in andere Lager, z.B. Gablingen, Leonberg, Pfersee verteilt werden konnten. Kein Wiederaufbau.
8HolzhaussiedlungRandstraße, Hochstiftstraße WestseiteDie Häuser wurden Anfang der 1940er Jahre als Fertigholzhäuser (Doppelhäuser) für Arbeiter der Messerschmitt AG vor allem von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen erbaut. Auch an anderen Standorten der Luftfahrtindustrie, z.B. Peenemünde, Hannover wurden diese Holzhäuser aufgestellt (insgesamt 36 Siedlungen).
9aHeimbausiedlung (heute IGEWO-Siedlung)Breitwiesen-, Tauben-, Goldammer-, Brachvogel-, Star-, RechenstraßeVon Heimbau Bayern beauftragt wurde die Siedlung 1939-1940 von der Bay. Heimstätte für die "Gefolgschaft" der Messerschmitt AG erbaut. (Architekten: Freilinger, Hegele, Wenzel). Bereits ab 1939 errichtete man in der Siedlung Baracken für Fremd- und Zwangsarbeiter der Messerschmitt AG.
1945-1950 wohnten in zwei Dritteln der Siedlung (bis Goldammerstraße) baltische Displaced Persons, die in die USA, Kanada und Australien auswanderten. Von 1950-1957 war sie von der US-Armee für Unteroffiziere beschlagnahmt.
9bBreitwiesensiedlungNördl. Ende der Breitwiesenstraße, nördlich der Pflugstraße1931 war eine Kleinsiedlergenossenschaft gegründet worden. 1932 - 37 wurden Doppelhäuser, ab 1934 auch Einzelhäuser erbaut. Die Häuser entstanden privat., die Gemeinde Haunstetten war Trägerin (= Heimstättenausgeber), der Architekt Karl Settele. Die Häuser wurden nachträglich in die eigentliche Messerschmitt-Siedlung aufgenommen.
9cEigentliche Messerschmitt-SiedlungGebiet: begrenzt durch Sämannstraße im Norden, im Süden Flachsstraße, im Westen Rechen- bzw. Postillionstraße, im Osten Breitwiesenstraße1937-1939 wurden durch die Bay. Heimstätte im Auftrag der Messerschmitt AG Siedlerstellen und Reihenfamilienhäuser gebaut. Bewohner waren Arbeiter der Messerschmittwerke. 1938 erfolgte der Bau des "Siedlerheimes" an der Sämannstraße. 1940-1945 errichtete man zwischen den Häusern zahlreiche Holzbaracken für Zwangs- und Fremdarbeiter.
9dBarackensiedlungen für Zwangs- und FremdarbeiterLager Uhu, Lager Star, an der Inninger Straße sowie Lager an der FlachsstraßeIm Anschluss an das KZ-Außenlager in Richtung Westen und auf der gegenüberliegenden Seite der Inninger Straße Richtung Nordosten schlossen sich Zwangsarbeiterlager an; es gab sie auch an der Flachsstraße und an einigen kleinen Stellen. Die Unterkünfte errichtete man für ca. 7000 Zwangs- und Fremdarbeiter der Messerschmitt AG und anderer Kleinbetriebe. Bewohner der Siedlungen, die nach 1945 für die DPs und US-Soldaten weichen musste, lebten später in diesen Baracken. Ab 1946 brachte man dort auch Vertriebene aus den Ostgebieten unter.
Kulturkreis Haunstetten e.V. Jutta Goßner Stand: 18.02.2022


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Person

Frau Jutta Goßner

Vorsitzende

Tel. (0821) 811518

kulturkreishaunstetten@web.de

Kulturkreis Haunstetten sucht Zeitzeugnisse


Displaced Persons aus den baltischen Staaten nach 1945 in Haunstetten

Auch 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs weiß man, so Kulturkreis Vorsitzende Jutta Goßner und Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, in Haunstetten wenig über die Schicksale der sog. Displaced Persons, die hier jahrelang gewohnt hatten.

Die Displaced Persons waren Personen, die infolge des Zweiten Weltkriegs aus ihrer Heimat durch direkte oder indirekte Folgen des Krieges vertrieben, verschleppt oder geflohen waren. Dazu zählen alle Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, ehemalige KZ -Häftlinge und Osteuropäer. Nicht darunter fallen per definitionem die deutschen Flüchtlinge und Heimatvertriebenen.

Von ca.sechs Millionen DP´s in den drei westlichen Zonen konnten ca.eine Million von den Alliierten nicht repatriiert, d.h. in ihre alte Heimat zurückgeführt werden. Es waren vor allem Balten, deren Heimat die Sowjetunion besetzt und ihr kommunistisches Regime errichtet hatte.
Da die DP´s kein Geld und keine Unterkunft hatten, beschlagnahmten die US-Amerikaner als Besatzungsmacht ab Mai 1945 Wohnungen auch in Haunstetten - vermutlich vor allem im Bereich Goldammer-/Flachs-/Postillion- und Hofackerstraße, (aber auch im Hochfeld). Die deutschen Bewohner mussten sie verlassen und die DP´s zogen ein.

Erst 1949/50 wurden die Wohnungen in Haunstetten zurückgegeben.
Die über 1000 Blatt starken Dokumente der beiden DP- Lager (Hochfeld und in Haunstetten) wurden dann 1950 in die USA nach Chicago gebracht.

Bei der Recherche nach diesem Personenkreis“, so Vorsitzende Jutta Goßner und Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, „ stießen wir jedoch auf einige Spuren der baltischen DP´s, die heute noch in Haunstetten sichtbar sind. Wir möchten aber gerne mehr wissen.“

Die Muttergotteskapelle war unmittelbar nach 1945 das Zentrum der litauischen Gemeinde, denn die Uno-Organisation UNRRA hatte nach 1945 in Haunstetten ein Lager für nichtdeutsche Flüchtlinge und Vertriebene, so genannte Displaced Persons errichtet, viele stammten aus Litauen (ca. 500-1000 in Haunstetten – 2000 im Baltic Camp Hochfeld; heute zeugt davon noch dort das sog.Litauer-Kreuz), den baltischen Staaten oder der Ukraine. An der rechten Langhausseite der Kapelle (siehe Foto) erinnert daran eine Gedenktafel.

Im Alten Haunstetter Friedhof ist ein kleines Gräberfeld dieses Personenkreises zu finden; auf den einfachen Grabtafeln kann man ihre Schicksale ablesen. – (siehe Foto). (Die Gräberliste vom 24.11.1953 liegt dem Kulturkreis vor). Beispiel: Der lettische Volksschullehrer Janins Hintergebr (geb.29.03.1903, gestorben 20.02.1949 in Haunstetten) oder litauische Richter Julyonas Boreisa (geb. 12.04.1881, gest. 08.11.1947)

Viele der ehemaligen DP´s aus Haunstetten wanderten, als die Hoffnung auf die Wiederherstellung der baltischen Staaten nicht erfüllt wurde, in den 50er Jahren nach Australien, den USA oder Kanada aus.

Wer Hinweise, Unterlagen, Erinnerungen, Fotos etc. an diesen Personenkreis besitzt oder sich noch an diese Zeit erinnern kann, der melde sich bitte bei Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, TEL. 0821 813883.

Erstellt am 17.06.2010

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Verantwortlich für dieses Angebot gemäß § 5 TMG:
Kulturkreis Haunstetten e.V.
Tattenbachstraße 15a
86179 Augsburg
www.kulturkreis-haunstetten.de
Eingetragen Registergericht Augsburg mit der Vereinsregisternummer VR 1696

Kontaktdaten

Inhaltlich verantwortlich gemäß § 55 Absatz 2 RStV:
1.Vorsitzende Jutta Goßner
Angerstraße 27
86179 Augsburg
jutta.gossner@t-online.de
Tel.0821 811518

Umsetzung & ehrenamtliche Betreuung

Bülent Gecgüner
gecguener@gmx.de

Haftungshinweis

Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Der Kulturkreis Haunstetten e.V. übernimmt keine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit von Inhalten, die von anderen Trägern bereitgestellt werden und auch nicht dafür, dass die Inhalte frei von Rechten Dritter sind.

Urheberrecht

Sämtliche auf www.kulturkreis-haunstetten.de veröffentlichten Inhalte sind urheberrechtlich oder durch sonstige Rechte geschützt. Die Nutzungsrechte stehen dem Kulturkreis Haunstetten e.V. oder seinen Lizenzgebern zu. Ohne vorherige schriftliche Genehmigung sind Nutzungen der Inhalte insgesamt oder in Teilen unzulässig. Die Genehmigung der Nutzung kann bei den Rechteinhabern erbeten werden. Eine Genehmigung reicht nur so weit, wie dem Kulturkreis Haunstetten e.V. Rechte übertragen wurden.

Haftungsausschluss für unberechtigt geltend gemachte Kosten

Wir sind um die urheberrechtliche Richtigkeit unserer Internetseiten bemüht und greifen nur auf selbst erstellte Inhalte sowie auf lizenzierte und lizenzfreie Werke zurück. Sollten dennoch Inhalte oder Aufmachung der Internetseite Rechte Dritter oder gesetzliche Vorschriften verletzen, bitten wir um umgehende Mitteilung an den im Impressum genannten Verantwortlichen. Wir sichern zu, die geltend gemachte Verletzung unverzüglich zu prüfen und zu Recht beanstandete Inhalte und Links sofort zu entfernen, so dass von Seiten der Berechtigten die Einschaltung eines Rechtsanwalts nicht erforderlich ist. Vom Berechtigten ohne vorherige Kontaktaufnahme mit uns ausgelöste Rechtsberatungs- und andere Kosten werden wir aus diesem Grund vollumfänglich zurückweisen. Falls beabsichtigt wird, solche Kosten gerichtlich geltend zu machen, weisen wir darauf hin, dass wir in diesem Fall Gegenklage auf Nichttragung der Kosten wegen fehlender Ursächlichkeit erheben werden. Wir danken für Ihr Verständnis.

Datenschutzerklärung

 

1. Datenschutz

 

Wir nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Wir behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend der gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie dieser Datenschutzerklärung.

 

Erhebung personenbezogener Daten bei Nutzung unserer Website.

Personenbezogene Daten sind alle Daten, die auf Sie persönlich beziehbar sind, z. B. Name, Adresse, E-Mail-Adressen, Nutzerverhalten.

Verantwortlicher gem. Art. 4 Abs. 7 EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) ist Jutta Goßner, Angerstraße 27, 86179 Augsburg, jutta.gossner@t-online.de.

 

 

 

Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angaben personenbezogener Daten möglich. Soweit personenbezogene Daten erhoben werden, erfolgt dies auf freiwilliger Basis.

Die geschieht z.B. bei Ihrer Kontaktaufnahme mit uns per E-Mail oder über ein Kontaktformular. Hier werden die von Ihnen mitgeteilten Daten (Ihre E-Mail-Adresse, ggf. Ihr Name und Ihre Telefonnummer) von uns gespeichert, um Ihre Anfrage beantworten zu können.

Die in diesem Zusammenhang anfallenden Daten werden gelöscht, nachdem die Speicherung nicht mehr erforderlich ist bzw. Die Verarbeitung wird eingeschränkt falls gesetzliche Aufbewahrungspflichten bestehen.

 

Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung zum Zwecke der Kontaktaufnahme mit uns erfolgt nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO auf Grundlage Ihrer freiwillig erteilten Einwilligung.

 

Falls wir für einzelne Funktionen unseres Angebots auf beauftragte Dienstleister zurückgreifen oder Ihre Daten für werbliche Zwecke nutzen möchten, werden wir Sie untenstehend im Detail über die jeweiligen Vorgänge informieren. Dabei nennen wir auch die festgelegten Kriterien der Speicherdauer.

 

 

2. Rechte der Betroffenen

 

Sie haben jederzeit folgende Rechte hinsichtlich der Sie betreffenden personenbezogenen Daten:

-Recht auf Auskunft, Art. 15 DSGVO

-Recht auf Berichtigung oder Löschung, Art. 16,17 DSGVO

-Recht auf Einschränkung der Verarbeitung, Art.18 DSGVO

-Recht auf Datenübertragbarkeit. Art. 20 DSGVO

-Recht auf Widerspruch gegen die Verarbeitung, Art. 21 DSGVO

 

 

Widerspruch oder Widerruf gegen die Verarbeitung Ihrer Daten

 

Falls Sie eine Einwilligung zur Verarbeitung Ihrer Daten erteilt haben, können Sie diese jederzeit widerrufen. Ein solcher Widerruf beeinflusst die Zulässigkeit der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten für die Zukunft.

Sie können der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten für Zwecke der Werbung und Datenanalyse jederzeit widersprechen. Über Ihren Widerspruch können Sie uns unter folgenden Kontaktdaten informieren: jutta.gossner@t-online.de

Ist die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten unser berechtigtes Interesse, können Sie Widerspruch gegen die Verarbeitung einlegen.

Wir bitten Sie um Angabe der Gründe, weshalb wir Ihre personenbezogenen Daten nicht wie von uns durchgeführt verarbeiten sollten. Im Falle Ihres begründeten Widerspruchs prüfen wir die Sachlage und werden entweder die Datenverarbeitung einstellen oder Ihnen unsere zwingenden schutzwürdigen Gründe aufzeigen, aufgrund derer wir die Verarbeitung fortführen.

Sie haben zudem das Recht, sich bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten durch uns zu beschweren.

 

 

 

3. Erhebung personenbezogener Daten bei Besuch unserer Webseite

 

Beim Aufrufen der Webseite, wenn Sie kein Kontaktformular ausfüllen oder sonstige Angabenmachen,werden nur solche personenbezogenen Daten gespeichert, die Ihr Browser an unseren Server übermittelt.

Es werde in diesem Fall nur die Daten erhoben, die für uns technisch erforderlich sind, um Ihnen unsere Website anzuzeigen und die Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten.

 

-IP-Adresse

-Datum und Uhrzeit der Anfrage

-Zeitzonendifferenz zur Greenwich Mean Time (GMT)

-Inhalt der Anforderung (konkrete Seite)

-Zugriffsstatus/HTTP-Statuscode

-jeweils übertragene Datenmenge

-Website, von der die Anforderung kommt

-Browser

-Betriebssystem und dessen Oberfläche

-Sprache und Version der Browsersoftware

 

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1f DS-GVO, das berechtigte Interesse.

 

 

4. Server-Logfiles

 

Der Websitebetreiber bzw. Seitenprovider erhebt Daten über Zugriffe auf die Seite und speichert diese als Server-Logfiles ab. Folgende Daten werden so protokolliert:

- Besuchte Website

- Uhrzeit zum Zeitpunkt des Zugriffes

- Menge der gesendeten Daten in Byte

- Quelle/Verweis, von welchem Sie auf die Seite gelangten

- Verwendeter Browser

- Verwendetes Betriebssystem

- Verwendete IP-Adresse (ggf.: in anonymisierter Form)

Die erhobenen Daten dienen lediglich statistischen Auswertungen und zur Verbesserung der Website. Der Websitebetreiber behält sich allerdings vor, die Server-Logfiles nachträglich zu überprüfen, sollten konkrete Anhaltspunkte auf eine rechtswidrige Nutzung hinweisen.

 

Rechtsgrundlage ist nach Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO die Erfüllung eines Vertrags oder vorvertraglicher Maßnahmen.

 

Einsatz von Cookies:

 

Zusätzlich zu den zuvor genannten Daten werden bei der Nutzung unserer Website Cookies auf Ihrem Rechner gespeichert. Cookies sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden und die Ihr Browser speichert. Sie dienen dazu, das Internetangebot insgesamt nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen

Cookies werden in folgende Obergruppen unterteilt:

 

Transiente Cookies (temporärer Einsatz)

Persistente Cookies (zeitlich beschränkter Einsatz)

Third-Party Cookies (von Drittanbietern)

 

 

Transiente Cookies werden automatisiert gelöscht, wenn Sie den Browser schließen. Dazu zählen insbesondere die Session-Cookies. Diese speichern eine sogenannte Session-ID, mit welcher sich verschiedene Anfragen Ihres Browsers der gemeinsamen Sitzung zuordnen lassen. Dadurch kann Ihr Rechner wiedererkannt werden, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren.

 

Persistente Cookies werden automatisiert nach einer vorgegebenen Dauer gelöscht, die sich je nach Cookie unterscheiden kann.Sie können die Cookies in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers jederzeit löschen

 

Third Party Cookies sind Cookies von Drittanbietern. Diese werden von einer anderen Website angelegt.Sie werden z. B. von Werbetreibenden genutzt, die über ihre Werbeschaltungen auf anderen Seiten mit den Cookies Nutzerinformationen sammeln. Es handelt sich dabei um Datensätze, die im Browser des Nutzers hinterlegt werden, wenn er eine Seite mit der Werbung besucht. Besucht er erneut eine Seite mit Werbung des gleichen Anbieters, wird er wiedererkannt. Ein Beispiel hierfür sind auch die Gefällt mir-Buttons von Facebook. Beim Benutzen dieser Schaltfläche wird ein Cookie gesetzt, welches von Facebook gelesen werden kann. Ein solches Cookie wird als Drittanbieter-Cookie bezeichnet.

 

Sie können Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das setzen von Cookis informiert werden und Cookies nur im Einzelfal erlauben, die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen sowie da automatische Löschen der Cookies beim Schließen des Browsers aktivieren.

Bei Deaktivierung von Cookies kann die Funktionalität dieser Website eingeschränkt sein.

 

 

Flash-Cookies/HTML5 storage objects  

 

 

Die Flash-Cookies werden nicht durch Ihren Browser erfasst, sondern durch Ihr Flash-Plug-in. Weiterhin nutzen wir HTML5 storage objects, die auf Ihrem Endgerät abgelegt werden. Diese Objekte speichern die erforderlichen Daten unabhängig von Ihrem verwendeten Browser und haben kein automatisches Ablaufdatum. Wenn Sie keine Verarbeitung der Flash-Cookies wünschen, müssen Sie ein entsprechendes Add-On installieren,

z.B. Better Privacy für Mozilla Firefox (https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/betterprivacy/)

oder das Adobe-Flash-Killer-Cookie für Google Chrome.

Die Nutzung von HTML5 storage objects können Sie verhindern, indem Sie in Ihrem Browser den privaten Modus einsetzen. Zudem empfehlen wir, regelmäßig Ihre Cookies und den Browser-Verlauf manuell zu löschen.

 

 

SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung

 

Diese Seite nutzt aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Übertragung der Inhalte eine SSL-bzw. TLS-Verschlüsselung. Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie daran, dass die Adresszeile des Browsers von http:// auf https:// wechselt und an dem Schloss-Symbol in Ihrer Browserzeile.

 

Wenn die SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung aktiviert ist, können die Daten, die Sie an uns übermitteln, nicht von Dritten mitgelesen werden.

 

 

 

Google Webfonts

 

Unsere Website nutzt Google Web Fonts. Beim Aufruf einer Seite lädt Ihr Browser die benötigten Web Fonts in ihren Browsercache, um Texte und Schriftarten korrekt anzuzeigen.

Hierbei verbindet sich Ihr Browser mit den Servern von Google.

Hierdurch erlangt Google die Information, dass über Ihre IP-Adresse unsere Website aufgerufen wurde.

Die Nutzung von Google Web Fonts ermöglicht eine einheitliche Darstellung unseres Angebots.

 

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, das berechtigte Interesse.

 

Weitere Informationen zum Anbieter:

Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA.

Google Web Fonts finden  https://developers.google.com/fonts/faq

Datenschutzerklärung https://www.google.com/policies/privacy/.

Google hat sich dem EU-US Privacy Shield unterworfen, https://www.privacyshield.gov/EU-US-Framework