Der Kulturkreis Haunstetten heißt Sie auf seiner Homepage herzlich willkommen

Wir wollen ein Kulturprogramm für und in Haunstetten mit seinen über 27000 Einwohnern bieten.

Ein Programm, das alle Bereiche der Kultur umfasst und den Bürgerinnen und Bürgern auch die Möglichkeit bietet, selbst aktiv zu werden. Dafür arbeiten wir ehrenamtlich seit 1990. Haunstetten mit seiner reichen Vergangenheit ist zu schade, nur reine "Schlafstadt" zu sein.

Neu: Kulturkreis Haunstetten sucht Zeitzeugnisse Näheres erfahren Sie



Information

Fördermitglieder des Kulturkreises Haunstetten

Wir bedanken uns bei folgenden Institutionen und Firmen für ihre Förderung der Arbeit des Kulturkreises

Partner in Kultur sind

  • Kulturamt der Stadt Augsburg
  • Stadtteilbücherei Haunstetten, Tattenbachstr. 15
  • Augusta-Bank eG Raiffeisen-Volksbank
  • hre Brille - Augenoptik GmbH, Inningerstr. 6
  • Gärtnerei Türk, Tal 3
  • Goldschmiede Haunstetten, Hofackerstr. 9
  • Ruhesitz Wetterstein GmbH, Königsbrunner Str.
  • Evangelische Christuskirche Haunstetten
  • kath. Stadtpfarrei St. Pius
  • Freie Evangelische Gemeinde

Verantwortlich für das Programm

Heinrich Bachmann, Andrea Brehme, Gerlinde Eberle, Harald Eckard, Jutta Goßner, Anita Höfle, Andreas Jäckel, Ludwig Luger, Anette Mayer, Petra Löw, Regina Tobias, Bülent Gecgüner, Lea Höfle und für die ortsgeschichtliche Sammlung Gertrud Widmeier und ihr Team.

Mitgliedsbeitrag

Jahresbeitrag: EUR 30,--

Mit 2,50 EUR pro Monat ermöglichen Sie ein abwechslungsreiches Kulturangebot in Ihrer Umgebung. Bei Veranstaltungen bitte Mitgliederausweis mitbringen. Mitglieder erhalten bei allen Veranstaltungen Ermäßigung (außer bei Führungen, Fahrten)

Die Ermäßigung wird dann an der Abendkasse zurückerstattet.

Unsere Beitrittserklärung ist im PDF Format und kann abgerufen werden.

Ortsgeschichtliche Sammlung

Sind Sie an Informationen über die Ortsgeschichte Haunstettens interessiert?
Besuchen Sie die Ortsgeschichtliche Sammlung des Kulturkreises.
Öffnungszeiten: Jeden 1. Mittwoch des Monats, 10.30 - 12.00 Uhr
Altes Rathaus Nebengebäude 1. Stock, Tattenbachstr. 15a

Vorverkaufssstellen

Broschüren des Kulturkreises Haunstetten

Heft 1: Haunstetten im Bombenkrieg v. Karl Filser und Ludwig Feigl (Preis: 5,00 €)

Heft 2: Haunstetten im Jahre 1945 v. Karl Filser und Ludwig Feigl (Preis: 5,00 €)

Heft 3: Haunstetten - Archäologie eines Augsburter Vororts (Preis: 5,00 €)
Zehn Jahre Ausgrabungen von 1986 bis 1996, reich bebildert, 8 Farbseiten!!!, verfasst von Dr. Lothar Bakker dem Leiter des römischenMuseums.

Heft 4: "Die Straßennamen von Haunstetten und ihre Bedeutung" von Wilfried Matzke (Preis: 14,90 €)
Wißner-Verlag 2021. 64 Seiten im DIN-A4-Format, 105 Abbildungen, acht Haunstetter Stadtpläne von1938 bis 2021 und zwei Luftbilder

Heft 5: "Wenn ich an früher denk`... Haunstetten in alten Fotos" (Preis 10,00 €)
Texte: Jutta Goßner, Gerlinde Eberle, Anita Höfle. Layout: Anita Ulrich.

Die Broschüren können in der Stadtteilbücherei ausgeliehen und im Ortsgeschichtlichen Archiv, Tattenbachstr.15a (jeweils mittwochs von 15:00 bis 16:00 Uhr) zu den o.g. Preisen erworben werden.




Programm

Unser Programm ist im PDF Format und kann abgerufen werden.


In Kürze

Programm ab Oktober 2022 für die nächsten drei Monate.

TitelTerminvonbisTreffpunktKostenAnmeldungBeschreibung



Pressemitteilung

Theaterfahrt nach Neusäß

Romulus der Große
Komödie von Friedrich Dürrenmatt

Termin: Samstag, 15.10.2022
Ort: Theatersaal der Schauspielgruppe Neusäß
Eintritt: incl. Fahrt 23,-- EUR
Treffpunkt: 18:15 Uhr, ehem. Rathaus Haunstetten, Tattenbachstraße 15
Anmeldung: bis 05.10.2022 unter Tel.: 0821 889139

In Friedrich Dürrenmatts Drama "Romulus der Große" erhebt sich der letzte römische Kaiser zum Richter über den in seinen Augen verkommenen und dekadenten Staat. In der Folge überlässt er das Römische Reich kampflos den überlegenen Germanen. Das Stück spielt vom Morgen des 15. bis zum Morgen des 16. März 476 in der Villa des Kaisers Romulus in Campanien.

Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Theaterfahrt nach Neusäß

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:17.09.2022


In Siebenbrunn, der ehemaligen Meringerau weideten jahrhundertelang die Schlachtochsen der Reichsstadt Augsburg

Mit dem Anwachsen der Bevölkerung im Spätmittelalter wurde die Lebensmittelversorgung - auch in der Reichsstadt Augsburg - ein immer größer werdendes Problem.

Aus diesem Grund musste Augsburg seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts immer mehr Ochsen, vor allem aus Ungarn einführen.

Zwischen 1350 und Ende des 18.Jahrhunderts wurden jedes Jahr bis zu 200.000 Ochsen aus der ungarischen Tiefebene nach Süddeutschland getrieben, um die Fleischnachfrage der Bürger in den Städten befriedigen zu können. Ein wichtiges Ziele war Augsburg, eine der damals bedeutendsten Handelsstädte Europas.

Die Ochsen, die aus der ungarischen Tiefebene, zum Teil auch aus Transsylvanien stammten, waren bis zu 1.000 Kilometer und mehrere Wochen unterwegs, bis sie ans Ziel gelangten. Ochsenherden bestanden meist aus 60 bis 200 Tieren. Hauptumschlagsplatz für Ochsen aus Ungarn war Wien. Die Triebwege nach Süddeutschland verliefen an der Donau entlang nach Schärding. Von dort aus führten die Wege in unterschiedlichen Route. Nach Augsburg führten zwei Wege: einer über das Dachauer Land, ein zweiter über das Schrobenhausener Land.
Das Ochsenfleisch war in dieser Zeit durch den massenhaften Import günstiger als Getreide. Überdies war der Ochsenhandel nicht so starken Risiken ausgesetzt wie die Getreideproduktion. Missernten ließen die Preise für Korn oft in die Höhe schnellen und auch die Transportkosten trugen zum hohen Preisniveau des Getreides bei. Das Vieh musste indes nicht verladen werden, es brachte sich selbst zum Zielort. Die Qualität des ausländischen Fleisches war zudem besser als die des heimischen Viehs, denn dieses wurde in der Regel zur landwirtschaftlichen Arbeit oder als Zugtier benutzt. Das importierte graue Steppenrind wies einen höheren Fettanteil und ein höheres
Gewicht . Die entscheidende Eigenschaft des ungarischen Rindes war aber, dass es nach dem langen Weg immer noch ein höheres Schlachtgewicht als die einheimischen Tiere aufwies. Zudem konnten die ungarischen Ochsen schnell auf den Mastflächen ihr Ursprungsgewicht wieder erreichen. Die Gewinnspannen waren sehr hoch, viele Augsburg Metzger kamen durch den Ochsenhandel zu großem Wohlstand, so die Familie Burkhard.

Da die Reichsstadt Augsburg keine Weideflächen für die Ochsen in ihren Stadtmauern besaß, mussten die Metzger für die Flächen in der südlich gelegenen Meringer Au, die den Wittelsbachern gehörte und also "Ausland" war, einen Vertrag abschließen und Pacht bezahlen. Mit dem Vertrag von 1569 schuf das Augsburger Metzgerhandwerk eine Grundlage für die durchgehende Nutzung der Meringer Au in den folgenden Jahrhunderten. Als Obergrenze der dort gleichzeitige weidenden Ochsen wurden zuerst 500, später 700 Ochsen festgelegt. Zwei städtische Aumeister waren Ansprechpartner für alle Angelegenheiten der Ochsenmast. Überdies mussten die Metzger einen Hirten aus Mering einstellen. Da das rauer gewordene Klima eine durchgehende Weidehaltung verbot, gab es in der Meringer Au große Ochsenställe. Das nötige Winterfutter zu beschaffen, war für die Metzger aber nicht immer einfach.

Elias Holl erbaute 1606-1609 die heutige Stadtmetzg am unteren Perlachberg; 127 Metzgerbänke (Art Verkaufstheken) gab es in der großen Erdgeschosshalle. Geschlachtet wurde aber in der Stadtmetzg nicht, sondern in offenen Schlachthütten (Eine lag z.B. beim Kloster Maria Stern, eine andere beim Dominikanerkloster.)

Der Ochsen- bzw. Rindermarkt lag anfangs mitten in der Stadt, in der heutigen Philippine-Welser-Straße. 1488 erwarben die Fugger dort ein Haus am Rindermarkt, in dem sich auch ihre "Goldene Schreibstube" befand. Über dem Portal sieht man noch heute das Fuggersche Lilienwappen.

Ab Mitte des 15.Jahrhundert verlegte man den Markt in die Jakobervorstadt, in die breite Jakoberstraße.

Kaum etwas zeugt heute in Siebenbrunn von der jahrhundertelangen Mast der ungarischen Ochsen, nur der Ochsenbach und der Ochsenbachweg.

Wenn Sie aber einen leibhaftigen ungarischen Ochsen erleben möchten, müssen Sie nach Landshut in die Ochsenau fahren. Seit 2019 weiden dort wieder diese ganz besonderen Tiere.

Jutta Goßner

Person
Fuggerhaus am Rindermarkt

Foto/Bild:Kulturkreises Haunstetten e.V.

Datum:08.09.2022


In Siebenbrunn, der ehemaligen Meringerau weideten jahrhundertelang die Schlachtochsen der Reichsstadt Augsburg

Person
Jakoberstraße ehem.Ochsenmarkt

Foto/Bild:Kulturkreises Haunstetten e.V.

Datum:08.09.2022


In Siebenbrunn, der ehemaligen Meringerau weideten jahrhundertelang die Schlachtochsen der Reichsstadt Augsburg

Person
Sadtmetzg 5

Foto/Bild:Kulturkreises Haunstetten e.V.

Datum:08.09.2022


In Siebenbrunn, der ehemaligen Meringerau weideten jahrhundertelang die Schlachtochsen der Reichsstadt Augsburg

Person
Stadtmetzg mit Ochsen

Foto/Bild:Kulturkreises Haunstetten e.V.

Datum:08.09.2022


Haunstetter Friedenstafel

Am 31. Juli fand auf dem Spielplatz Breitwiesenstraße/Ecke Rot-Kreuz-Platz zum ersten Mal eine Kleine Friedenstafel im Stadtteil Haunstetten statt. Sie ist Teil des Rahmenprogramms zum Augsburger Friedensfest. Die DITIB Türkisch-Islamische Gemeinde in Haunstetten, die katholischen Pfarreien Sankt Albert, Sankt Georg, Sankt Pius, die Evangelische Christuskirche und der Kulturkreis Haunstetten haben dieses Treffen von Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen organisiert.

Nach Grußworten von Herrn Bürgermeister Bernd Kränzle und Frau Dr. Margret Spohn vom Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg erklärten die Veranstalter auf Plakaten, was sie mit dem Motto #"Zusammenhalt" des diesjährigen Friedensfestes verbinden: "Gemeinsam Lösungen finden", "Zusammen finden wir den rechten Weg", "Einander wachsen lassen", "Im Bedarfsfall einander helfen", "Mit Vertrauen anfangen".

Danach nutzten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher– wie bei der großen Friedenstafel auf dem Rathausplatz – die Gelegenheit, sich kennenzulernen und auszutauschen und dabei die mitgebrachten Speisen und Getränke zu teilen. Die ebenfalls in großer Zahl gekommenen Kinder hatten großen Spaß mit den vielfältigen Angeboten des Spielmobils.

Unter den Besuchern waren auch der Landtagsabgeordnete Andreas Jäckel sowie vom Augsburger Stadtrat Frau Margarete Heinrich und Herr Josef Hummel.
Am Ende waren sich alle einig, dass dieser gelungene Auftakt in den nächsten Jahren wiederholt werden soll.

Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Haunstetter Friedenstafel

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:09.08.2022


Haunstetter Friedenstafel

Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Haunstetter Friedenstafel

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:09.08.2022


Haunstetter Friedenstafel

Kulturkreis Haunstetten e.V.

Person
Haunstetter Friedenstafel

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:09.08.2022


Neue Straßenbenennung in Haunstetten nach Christian Angerbauer

Haunstetten kann zahlreiche Straßennamen mit Stadtteilbezug vorweisen. Kürzlich hat der Stadtrat wieder einmal einem Benennungsvorschlag des Kulturkreises Haunstetten e.V. zugestimmt. Im Ratsinformationssystem finden Sie den einstimmigen Beschluss: https://ratsinfo.augsburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=13204Das neue Wohnquartier an der Königsbrunner Straße südlich vom E-Center wird zukünftig durch den "Christian-Angerbauer-Weg" erschlossen.

Doch wer war dieser Christian Angerbauer?

Christian Angerbauer - ein Künstler prägt Haunstetten

Wie kein anderer Künstler der Moderne prägte Christian Angerbauer (1925-2008) mit seinen Werken Haunstetten. Christian Angerbauer, gebürtiger Berliner, wuchs in Dießen am Ammersee auf. In Dießen und Oberammergau absolvierte er auch seine Ausbildung zum Bildhauer, zum Holz- und Fassmaler (Fassmalerei ist das Handwerk der Bemalung und Vergoldung von Kunstgegenständen.) und in der Holzschnitzkunst.
Seit 1956 lebte Angerbauer mit seiner Familie in Haunstetten. Schnell konnte er mit seiner freundlichen, bescheidenen Art die Herzen der Haunstetter gewinnen und immer, wenn es um eine Skulptur, eine Plastik oder ein Denkmal ging, sagten die Bürger stolz "Des soll der Angerbauer machen, dann passt`s scho."
In seiner Werkstatt schuf er dann, bald weit über Schwaben hinaus anerkannt, Werke, die uns heute noch in Haunstetten begegnen.

Viele von Angerbauers Werken zeugen von seinem tiefen Glauben. Kunst ist für ihn nie wertfrei, sondern soll stets eine Botschaft transportieren.

Aus seinem umfangreichen Oeuvre kann man nur Beispiele aufführen.

1970 schuf die Stadt Haunstetten auf dem Neuen Friedhof ihre zentrale Gedenkstätte für die Opfer von der Kriege und Gewalt. Das monumentale Steinkreuz ist gespalten und zeigt so die Zerrissenheit und Zerstörung. Auf Bronzeplatten bildete Angerbauer Szenen ab, die den Schrecken und die Gräuel des Krieges darstellen.

Im Mittelpunkt des Alten Friedhofs steht seit 1972 ein mächtiger Obelisk. Angerbauer hat auf ihm den Weg der Menschen durch das Leben dargestellt. Das Bronzekreuz oben zeugt von der Erlösung des Gläubigen durch Christi Tod.
Nicht weit davon finden wir das Priestergrab der Pfarrei St. Georg mit dem von ihm geschaffenen Steinmosaik; es stellt Jesus, den Gekreuzigten dar.

Auf dem Georg-Käß-Platz entstand 1972 der Handwerkerbrunnen. Er bildet den Mittelpunkt einer Grünanlage. Mit dem Brunnen aus Bronze wollte der Stadtrat von Haunstetten an die einstige Bedeutung der Landwirtschaft und des Handwerks erinnern. Das Stadtwappen sowie die Figurengruppen eines Schmiedes mit Amboss und eines bäuerlichen Paares zieren ihn.

Das Haunstetter Denkmal vor dem ehemaligen Rathaus wurde von Christian Angerbauer zur Jahrtausendwende errichtet. Zahlreiche Reliefs weisen die Bürgerinnen und Bürger auf die Geschichte Haunstetten hin: Schon in vorgeschichtlicher Zeit siedelten hier Menschen. Zur Römerzeit führte die Via Claudia vorbei, 1006 bis 1802 gehörte das Dorf zum Reichsstift St. Ulrich und Afra und im 2.Weltkrieg wurde es durch Luftangriffe schwer getroffen. Auch die Ansiedlung der Heimatvertriebenen ab 1946 wurde thematisiert.

St. Georg war vor der Renovierung 1996/97 mit vielen Kunstwerken Angerbauers ausgestattet. Heute sehen wir noch seinen beeindruckenden bronzenen Passionszyklus (1966).

1964 schuf Angerbauer den Grundstein für das neue Gotteshaus St. Pius. Er zeigt das Wappen des damaligen Bischofs Joseph Stimpfle, seinen Wahlspruch "Plebi Dei Peregrinati" (= Dem pilgernden Volk Gottes) und das Datum des ersten Spatenstiches durch Pfarrer Hans Stiefenhofer. 1972 kam als Kunstwerk der mächtige Osterleuchter hinzu. Und vor dem Kindergarten steht ein kleines Kind mit Teddy, das den Besuchern zuwinkt.

Zahlreiche Kinder wurden schon im 1965 geschaffenen Taufbecken Angerbauers in St. Albert getauft. Der Ambo aus Holz und Bronze, ebenfalls von 1965, zeigt "Jesus predigt den Menschen".

Für die Ev. Christuskirche schuf Angerbauer 1987 zwei Hochreliefs aus Holz die "Taufe Jesu am Jordan" und die "Predigt des hl. Paulus". Die antike Säule bei Paulus erinnert an seine geistesgeschichtliche Herkunft aus der Antike; der siebenarmige Leuchter zeigt die Verbindung von Johannes zum Judentum.

Auch für Gebrauchskunst war Christian Angerbauer ein geschätzter Künstler: Ich erinnere nur an die Türgriffe der Eingangstüren der neuen Sporthalle des TSV Haunstetten oder 1975 an die künstlerische Gestaltung des Maibaums mit Figuren und Wappen

Zahlreiche private Brunnen verdanken wir der langjährigen Freundschaft Christian Angerbauers mit Walter und Brigitte Settele: so den St.-Ulrichs- Brunnen (1981) am Alten Pfarrhof.

Jutta Goßner

Person
Szene Mahnmal Neuer Friedhof 2

Foto/Bild:Kulturkreises Haunstetten e.V.

Datum:11.07.2022


Neue Straßenbenennung in Haunstetten nach Christian Angerbauer

Person
Denkmal zur Jahrtausendwende Detail Römische Eroberung

Foto/Bild:Kulturkreises Haunstetten e.V.

Datum:11.07.2022


Neue Straßenbenennung in Haunstetten nach Christian Angerbauer

Person
Mosaik Priestergrab im Alten Friedhof

Foto/Bild:Kulturkreises Haunstetten e.V.

Datum:11.07.2022


Neue Straßenbenennung in Haunstetten nach Christian Angerbauer

Person
Gedenkstätte Neuer Friedhof

Foto/Bild:Kulturkreises Haunstetten e.V.

Datum:11.07.2022


Neue Straßenbenennung in Haunstetten nach Christian Angerbauer

Person
Detail des Mahnmal Neuer Friedhof

Foto/Bild:Kulturkreises Haunstetten e.V.

Datum:11.07.2022


Neue Straßenbenennung in Haunstetten nach Christian Angerbauer

Person
Skulptur Alter FriedhofI

Foto/Bild:Kulturkreises Haunstetten e.V.

Datum:11.07.2022


Neue Straßenbenennung in Haunstetten nach Christian Angerbauer

Person
Christian Angerbauer in seiner Werkstatt

Foto/Bild:Kulturkreises Haunstetten e.V.

Datum:11.07.2022


Wenn ich an früher denk ..

Das Fotobuch des Kulturkreises Haunstetten e.V. kann bei Augenoptik "Ihre Brille", Inninger Straße 6 und in der Stadtteilbücherei Haunstetten, Tattenbachstraße 15 zum Preis von 10,00 EUR erworben werden. Während der Ausstellung des Stadtarchivs zu Eingemeindung im Pfarrsaal von St. Pius, Mittelfeldstraße (bis 01.07.2022) ist es auch dort erhältlich. Jeweils zu den Öffnungszeiten!

Mit der ISBN-Nummer 978-3-98191718-5 können Sie es überdies in jeder Buchhandlung bestellen.

Person
Kulturkreisbuch

Foto/Bild:Kulturkreises Haunstetten e.V.

Datum:28.06.2022


Geschichte KZ-Außenlager Haunstetten

Die Tragödien hinter dem Hermann-Frieb-Park:

Das KZ-Außenlager Haunstetten

Friedlich liegt der Hermann-Frieb-Park in der Sonne, ein idyllisches Fleckchen gleich neben der Inninger Straße: Grüner Rasen, mächtige Bäume, Lachen von Kindern und Jugendlichen, Senioren auf einladenden Parkbänken.

Nur wenige Haunstetter wissen noch um die grausame Vergangenheit dieser Idylle: Hier befand sich von 09.02.1943 bis 20.04.1944 eines der größten KZ-Außenlager der Luftfahrtindustrie Deutschlands.

Wie kam es dazu?

Aufgrund des zunehmenden Mangels an deutschen Arbeitskräften in den Jahren des 2.Weltkrieges für die Rüstungsindustrie der Messerschmittwerke kamen zuerst Kriegsgefangene zum Einsatz - Später nach und nach mehrere Tausend Zwangs- und Fremdarbeiter , die u.a. in Baracken der Lager Uhu und Star an der Inninger Straße wohnten.

Als diese Arbeitskräfte nicht ausreichten wurde von der SS im Februar 1943 auf Wunsch der Messerschmitt-Werke ein Außenlager des KZ-Dachaus erbaut und die SS "vermietete" die Häftlinge an die Messerschmitt AG. Davor war das Areal eine Kiesgrube, dann ein Militärinternierungslager.

Da KZ-Außenlager war von einem hohen elektrisch geladenen Stacheldrahtzaun mit Sichtmatten umgeben. An den vier Ecken standen Wachtürme. Die Gefangenen aus ganz Europa lebten in ca. 22 Holzbaracken. Im Januar 1944 gab es bereits 2695 Häftlinge. Die ersten 200 waren im Frühjahr 1943 aus dem KZ Mauthausen (Österreich) gekommen, die anderen offiziell aus Dachau. Eine Erweiterung auf 4500 war von der Messerschmitt AG geplant.
Es waren meist junge Männer, politische Gefangene, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas usw. Männer mit technischen Kenntnisse waren von Messerschmitt besonders begehrt.

Sie arbeiteten fast ausnahmslos bei Messerschmitt in der Produktion der Me-210 und Me-410. Zu Fuß mussten sie in Kolonnen zu Messerschmitt laufen, bewacht von SS und Hunden. Täglich sahen die Haunstetter die Kolonnen der ausgemergelten Häftlinge zu ihrer 12 Stunden Schicht Viele Namen der verantwortlichen SS-Lagerleiter und der Wachmannschaft sind dem Kulturkreis Haunstetten nach umfangreicher Recherche nun bekannt.
Das Leben im Lager war für die Häftlinge voller Angst, Misshandlungen (z.B. Schläge oder das "auf sie Hetzen der Hunde") und Tod geprägt.
So schildert der überlebende Häftling Edmond Falkuss (1916-2010) in einem Interview, dass im Frühjahr 1944 vier entflohene, aber gefasste Häftlinge auf dem Appellplatz gehängt wurden; alle Häftlinge mussten dabei zusehen. Ebenso wurden acht des Diebstahls von Lebensmittelresten verdächtigte Häftlinge im Frühjahr 1944 gehängt. In der Regel mussten die Gehängten zur Abschreckung einen Tag hängen bleiben.

Aber auch Lagerälteste , selbst KZ-Häftlinge, waren von ihren Mithäftlingen gefürchtete Schläger. Ein Beispiel ist Hugo Zier(geb-1906): In seinen Memoiren berichtet der im KZ Dachau inhaftierte polnische Genaralkonsul M.Grabinski (1893-1960), wie Zier in Dachau mit Vorliebe Priester misshandelte. Den Weihbischof von Wloclawek ( Leslau), Michael Kozal (geb.1906), schlug er im Januar 1943 so brutal, dass dieser, schwer verletzt, daran starb. Zier wurde "In Anerkennung seiner Verdienste", so der Generalkonsul in seinem posthum 2007 erschienenen Buch, als Lagerältester ins Außenlager Haunstetten versetzt.

Durch alliierte Luftangriffe wurde das Lager am 13.April 1944 vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die zahlreichen Angriffe forderten viele Todesopfer, da z.B. die Häftlinge die Luftschutzbunker nicht aufsuchen durften. Die Überlebenden mussten einige Tage im Freien auf dem Schießplatz im Wald "hausen".

Ab 20.04.1944 wurden die KZ-Häftlinge auf andere KZ-Außenlager verteilt, so z.B. Gablingen, Leonberg, Pfersee. Am 25.04.1945 mussten auf Befehl der SS alle den sog. "Todesmarsch" von Pfersee nach Klimmach (bei Schwabmünchen) antreten. Dort wurde sie, unter ihnen von den heranrückenden US-Truppen befreit.

Die Stadt Augsburg ließ 1985 im Park zur mahnenden Erinnerung eine Tafel mit Stahlkranz des Bildhauers Claus Scheele errichten.
Im Jahr 2008 erfolgte die Aufstellung einer Stele durch den Kulturkreis Haunstetten e.V. mit den über 120 von Kulturkreisvorstandsmitglied Heinrich Bachmann ermittelten Namen samt Nationalität, Geburts- und Sterbedaten der Opfern der Bombenangriffe des KZs

Wunderbar, dass wir heute die Idylle in Frieden und einem demokratischen Staat genießen können, doch darf man das Grauen dahinter nicht vergessen.

Jutta Goßner
Vorsitzende Kulturkreis Haunstetten e.V.

06.11.2021

Person
KZ-Außenlager Haunstetten

Foto/Bild:Kulturkreis Haunstetten e.V.

Datum:07.11.2021




Projekte

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unsere besonderen Projekte vor, die wir in Haunstetten planen, oder auch schon in die Tat umgesetzt haben.

Klicken Sie auf die Vorschaubilder, und Sie bekommen nähere Informationen.

Zeitzeugnisse
Wappenschild
Fahradtour 2
Pax
QR Code
Straßennamen
Postkartenmotive
Bilderausstellung
Maibaum
Grabstein
Gefallene
Fahradtour 1
Digitalisierung
Fahradtour 3


Ortsarchive

Ortsgeschichtliche Sammlung

Dieses Archiv hat Ludwig Feigl aufgebaut. Im Lauf seines Lebens hat er eine stattliche Sammlung an schriftlichen Zeugnissen und Bilddokumenten zusammengetragen. In dieser Sammlung finden sich nicht nur Berichte zum aktuellen Geschehen, sondern auch Geschichten und Begebenheiten aus früherer Zeit.

In über 60 Ordnern kann sich der interessierte Besucher informieren über Geschichte allgemein (Bayern, Schwaben), Archäologie und die Geschichte Haunstettens vom ulrikanischen Dorf bis zur Stadt und bis zur Eingemeindung nach Augsburg, alte Anwesen und Ihre Besitzer, Straßennamen und ihre Herkunft, Gewässer, Wald- und Forstwesen, Landwirtschaft, Gewerbe, Industriebetriebe, wie z.B. Martini, Spinnerei & Weberei und die Kunstmühle, Kirchen und Schulen, Kindergärten, und soziale Einrichtungen, Gesundheitswesen, Vereine, die freiwillige Feuerwehr, Mundart, Brauchtum und Theater in Haunstetten.

Über Siebenbrunn gibt es ebenso Unterlagen, wie über die nähere Umgebung von Haunstetten. Es existieren Dokumente über die früheren Gemeinderatssitzungen, Wahlen, politische Parteien, Bürgermeister. Eine weitere Sammlung ist lebenden und verstorbenen Haunstetter Persönlichkeiten gewidmet. Auch über Georg Käß und die Gräfin Tattenbach liegt umfangreiches Material vor. In mehreren Ordnern wird über die Zeit des Zweiten Weltkriegs, die Nachkriegszeit und die amerikanische Besatzung berichtet. In einer bislang 50 Ordner umfassenden und stetig wachsenden Sammlung wird chronologisch alles dokumentiert, was über Haunstetten in der Presse zu finden ist.

Ein weiterer Bestandteil des Archivs ist die umfangreiche Fotosammlung. Zu fast allem, was in Ordnern dokumentiert ist, gibt es auch Bildmaterial. Viele Haunstetter Straßen wurden fotografiert, Gesamtansichten und einzelne Gebäude, es wurden Feste, Feiern und Klassentreffen im Bild festgehalten. Luftaufnahmen zeigen die Ausdehnung Haunstettens im Lauf der Jahre. Besonders interessant sind alte Postkarten und Aufnahmen von Haunstetter Straßen und Plätzen.

Interessante Dokumente und Fotos aus Privatbesitz, die sich z.B. in Haunstetter Nachlässen finden und zum Wegwerfen zu schade sind, nimmt das Archiv gerne an, um sie vor dem Vergessen zu bewahren.

Zu den Öffnungszeiten kann sich der interessierte Bürger im Leseraum gemütlich niederlassen und in aller Ruhe schmökern und in Geschichte schwelgen.

Gertrud Widmeier und Ludwig Luger freuen sich auf Ihren Besuch und beantworten gern Ihre Fragen.

Öffnungszeiten: jeden 1. Mittwoch des Monats von 10:30 - 12:00 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel.: 0821 / 81 24 24
Ort: altes Rathaus, Nebengebäude, 1. Stock, Tattenbachstr. 15a


Online Archive
Begriff
Startdatum
Enddatum





Bibliothek

Bücherliste Kulturkreis Haunstetten e.V.

TitelAutorenPublikationsdatumVerlagSeitenISBN
1.9.3.9 Ein Versuch über den Umgang mit Erinnerung an den Zweiten WeltkriegVorsteher, Dieter1989DHM GmbH
111 Orte in Augsburg, die man gesehen haben mussNagler, Gregor18/06/2015Emons Verlag2409783954515981
25 Jahre Steuerkanzlei Walter SetteleMenschen Dr., Peter; Dann Dipl. KfM., Wilfried; Feigl, Ludwig; Buchnee Prof. Dr., Herbert; Söffing Prof. Dr., Günter; Kotter, KkausBrigitte Settele Verlag118
350 Jahre Hasenbrauerei AugsburgEberlein Dr., Hans
Albertus MagnusBergh, Hendrik van1980Busse-Seewald1203-512-00602-7
Alltag und Brauch in Bayerisch-Schwaben. Die schwäbischen Antworten auf die Umfrage des Bayerischen Vereins in München von 1908/09 (Veröffentlichungen ... zur historischen Volks- und Landeskunde)Willi, Gerhard09/07/1999Wißner-Verlag7713-89639-146-1
Armenfürsorge und DaseinsvorsorgrStaatl. Archive Bayern1992Verlagsdruckerei Schmidt
AugsburgSchreiber, Franz2004Wartberg639783831314065
AugsburgWißner, Bernd2004Wißner-Verlag1259783896394293
Augsburg - Bilder einer Stadt um 1900: Historische FotografienSchreiber, Franz10/2001Wartberg649783831311002
Augsburg - Die Stadt des Pyrs und ReichsadlersBüchler, Josef1963Die Brigg
Augsburg - Portrait einer FliegerstadtReiniger, Robert1995Presse-Druck- und Verlaggs-GmbH Augsburg192
Augsburg auf dem Weg ins IndustriezeitalterPlößl, Elisabeth1985Müller Rainer A.
Augsburg im RampenlichtSchweinberger, Willy1986AWO Werbung
Augsburg so wie es warWegele, Ludwig Augsburg -1974Gondrom1043770003713
Augsburger GeheimnisseBast, Eva-Maria; Thissen, Heike11/2017Bast Medien GmbH1909783946581277
Augsburger Geheimnisse: 50 Spannende Geschichten aus der Fuggerstadt (Geheimnisse der Heimat)Bast, Eva-Maria; Thissen, Heike30/10/2017Bast Medien GmbH192978-3-946581-27-7
Augsburger Stadtlexikon (German Edition)Grünsteudel, Günther01/01/1998Perlach3-922769-28-4
Augusta Sacra - Heilige, Selige und Glaubenszeugen des Bistums AugsburgGroll, Thomas; Ansbacher, Walter28/11/2018Fink, Josef382978-3-95976-192-5
Ballon und Luftschiffahrt in AugsburgEckert, Alfred1976Wulf Bergner239
Bayerisch Schwaben. Blickpunkte: Vielfalt der schwäbisch-bayerischen Landschaft. Vor- und Frühgeschichte. Vom Ries bis zum Allgäu- vom Ulmer Winkel ... Burgen und Schlösser, Kirchen und KlösterHollo, Harald; Laß, Walter14/07/2003Satz und Grafik Partner1639783935438001
Bayerische GeschichteHubensteiner, Benno1980Süddeutscher360
Bis zum SanktnimmerleinstagPanitz, Reiner2005Reiner Panitz1833-9522805-1-8
Chronik der Familie WalchWalch1984
Chronik der Pfarrei St. Ulrich KönigsbrunnTeichner, A; Behrendt, WPfarrei St Ulrich
Das grosse Buch unserer beliebtesten Volkslieder. Kein schöner Land....Linke, Norbert [Hrsg.]:1983Niedernhausen/Ts., Falken-Verlag 1983.03-8068-4150-0
Das Kriegsende 1945 in MeringWeber, Johann1996Eigenverlag101
Das Kriegsende in Schwaben 1945Fassl, Peter25/04/2005Satz und Grafik Partner1849783935438520
Das LechfeldHuyer, Rrich1967Mayer Josef209
Das schwäbische DonaumoosMäck, UlrichBrigitte Settele Verlag204
Das Werk von fünf Generationen - 150 Jahre DierigDierig AG
Der alte Pfarrhof HaunstettenKotter, Ludwig; Schätzl, Lothar; Reiprich, Gert; Bergmann, Ingrid; Stiefenhofee, Hans; Streitberger, Karl; Hofmann, Alfred; Schneider, Anton; Settele, WalterBrigitte Settele Verlag64
Der Beginn des Zweiten Weltkrieges - Heft 47Bundeszentrale für Heimatdienst
Der LechPfeuffer, Eberhard2010Wißner-Verlag1849783896397683
Der Lech und seine AbenteuerMiller, Franz R.1990Allgäuer Zeitungsverlag128
Deutschland steckt voller MerkwürdigkeitenRoden, Hans1963Hans E. Günther228
Die AlamannenFuchs Dr., Karlheinz1997Wbg Theiss5283-8062-1302-X
Die Austreibung der Juden aus SchwabenRömer, Gernot1987Presse-Druck- und Verlaggs-GmbH Augsburg256
Die Kleene aus der SalzmarktstraßeButs, Rita2012Andreas, Peter273978-3-935881-88-3
Die Lechhochwasser Katastrophe 1910Mayer, G.1914Verlag der Stadtgemeinde
Die Schneedörfer und Orte der Umgebung im BöhmerwaldLang, Otto1988Schwabenverlag AG Aalen/Ellwangen359
Die Straßennamen von Haunstetten und ihre BedeutungWilfried Matzke2021Wißner-Verlag64978-3-95786-294-5
Die Urkunden des Archivs der Grafen von TattenbachMutzbauer, Otto1967Karl Zink Verlag384
Ein Band durch fünf Generstionen - Martini gestern und heutePöhl, Karl Otto1957Verlag Mensch und Arbeit
Endstation 1920. Die Geschichte der königlich-bayerischen StaatsbahnÜcker, Bernhard1972Süddeutscher1583-7991-5704-2
Ernst TroeltschDrescher, Hans-Georg1991Vandenhoeck & Ruprecht5573-525-55418-4
Es war gerade, als würde alles bersten: Augsburg im BombenkriegPöhlmann, Markus07/01/2019Volk Verlag168978-3-86222-282-7
Ethik und GeschichtsphilosophieTroeltsch, Ernst01/01/1995Beltz Athenäum09783895470905
Exile from LatviaKapeikis, Harry G.11/2007Trafford Publishing3169781425134006
Für die VergessenenRömer, Gernot1984Presse-Druck- und Verlaggs-GmbH Augsburg229
Gau ChronikHinterbrandner, Gerhard Und Marianne2004Altbayrisch-schwäbischer Gauverband
Gelebtes Miteinander. Der "Preis Augsburger Friedensfest" und seine ökumenischen ImpulseMenacher, Peter13/02/1997Wißner-Verlag2163-89639-079-1
Gemeindewappen des Landkreises AugsburgKorhammer, Hermann1965Selbstverlag des Landkreises Augsburg118
GöggingenSchneider, Otto; Zelzer, Maria; Stoll, Siegfried; Müller, Hannelore1969Selbstverlag der Stadt Göggingen303
Grabfunde der späten Bronzezeit und der Urnenfelderzeit von Augsburg-Haunstetten und Friedberg in BayernWirth, Stefan1998Wißner-Verlag2013-89639-121-6
Grundriss der Heimatkunde des Landkreises AugsburgEberlein Dr., Hans1969Selbstverlag des Landkreises Augsburg428
Grüß Gott in Bayerisch-Schwaben. Heitere und besinnliche Geschichten und Gedichte im Jahreslauf von Land und Leuten in Mundart und Hochdeutsch für Schwaben und NichtschwabenWächter, Hermann; Ruchti-Settele, BrigitteBrigitte Settele Verlag1333-932939-30-1
Haunstetten Geschichte-Episoden-BilderFeigl, Ludwig; Reiprich, GertBrigitte Settele Verlag172
Historische Grenzsteine in Bayerisch-SchwabenPfundner, Thomas05/11/2015Konrad, A H2029783874375689
Jahrbuch 50. JahrgangGroll, Thomas2016Kunstverlag Josef Fink978-3-95976-067-6
Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte, 51. Jahrgang, 2017Groll, Thomas; Ansbacher, Walter27/11/2017Fink, Josef940978-3-95976-109-3
Johann Evangelist HolzerWiercinski, Thomas; (Augsburg), Diözesanmuseum St. Afra; Augsburg, Kunstsammlungen und Museen; Ferdinandeum, Tiroler Landesmuseum05/2010Haymon Verlag4489783852186412
Kardinal Otto Truchseß von Waldburg (1514–1573): Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte, 49. Jahrgang, 2015Thomas, Groll09/11/2015Fink, Josef430978-3-89870-986-6
Kommunale Archive in Bayern (German Edition)unbekannt03-87717-702-6
König Ludwig und seine SchlösserLinde, Fritz1926Georg Kummer Verlag32
Königtum, Adel und Klöster im Gebiet zwischen Oberer Oller und LechSchwarzmeier, Hansmartin1961Verlag Schwäbischen Forschungsgemeinschaft
Liebes ThierhauptenBauer, Karl2001Kulturforum Thierhaupten
Literatur in Bayerisch SchwabenPörnbacher, Hans1979Anton H. Konrad Berlag2043-87437-161-1
Machtergreifung in Augsburg: Anfänge der NS-Diktatur 1933-1937 (Beiträge zur Geschichte der Stadt Augsburg)Cramer-Fürtig, Michael15/09/2008Wißner-Verlag4489783896396549
Mittelschwbischer VolksspiegelSchindlmayr, HansVerlag Bayerisches Schulmuseum Augsburg
Münchner Porträts -Wilhelm HoegnerBaumgärtner, Franz Josef1957Günter Olzog43
Museen in Schwaben: Ein Führer zu 145 Sammlungen, Schlössern und Gedenkstätten zwischen Bodensee und RiesChrobaczek, Christiane01/01/1992Bezirk Schwaben1603-9802516-1-6
Mut zur FeigheitEitel, Joachim12/01/2017E.I.-Verlag265978-3-00-054787-4
Muttergotteskapelle HaunstettenReiprich, Gert; Feigl, Ludwig; Kießling, Hermann; Streitberger, Karl; Settele, BrigitteBrigitte Settele Verlag112
Noch ein Stück von mir.Wohlfarth, Fritz1997Fritz Wohlfarth2883-00-002288-0
Nördlingen Schicksalstunde 1634Zipperer, G.A.Georg Wagner71
Nördlingen, die Georgskirche und St. SalvatorSchmid, Elmar D.1977Konrad Theiss Verlag, Stuttgart,1673-8062-0167-6
SchwartamagaWagner, GeorgUnion deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart
Settele - Geschichte einer schwäbischen FamilieBüchner Prof. Dr., Herbert; Feigl, Ludwig; Reiprich, GertBrigitte Settele Verlag108
So viel Anfang war nie. Deutsche Städte 1945 - 1949Glaser, Hermann; Pufendorf, Lutz von; Schöneich, Michael.01/04/1992Siedler Verlag3393-88680-350-3
Technische Denkmale in AugsburgRuckdeschel, Wilhelm1984Brigitte Settele Verlag139
Textilbleichen in Deutschland: Die Industrialisierung einer unterschätzten Branche (Studien zur Regionalgeschichte)Schlicht, Udo11/06/2010Verlag für Regionalgeschichte384978-3-89534-672-9
Überleben durch Arbeit?Schalm, Sabine2009Metropol-Verlag368978-3-940938-45-9
Und alles war stillLasky, Melvin J.24/10/2014Rowohlt Berlin496978-3-87134-7085
Unsere bayerische HeimatBeron, AlfredEigenverlag336
Verein für Augsburger Bistumsgeschichte Jahrbuch 50. JahrgangGroll, Thomas2016
Verwaltet und verwahrt. Armenpolitik und Arme in Augsburg. Vom Ende der reichsstädtischen Zeit bis zum Ersten WeltkriegEser, Susanne F.01/2001Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart3503-7995-0469-9
Via Claudia AugustaWagner, Richard198660
Via Claudia Augusta - RadwandernLokale Aktionsgruppe Via Claudia Augusta1998EOS Verlag963-88096-456-4
Wasser - Kunst - AugsburgEmmendörfer, Christoph; Trepesch, Christof2018Schnell & Steiner4489783795433000
WBG Wohnungsbaugesellschaft der Stadt AugsburgWolf Dr., Barbara2002Schoder Druck
Wider Laster und sunde. (Veroffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur, 33).eds), Josef KIRMEIER (JAHN, Wolfgang & BROCKHOFF, Evamaria,1997Haus d. Bayer. Gesch.1803-927233-50-1
Willy Messerschmitt. Pionier der Luftfahrt und des LeichtbauesEbert, Hans J; Kaiser, Johann B; Peters, Klaus1992Bernard & Graefe4323-7637-6103-9
Wo fänd ich deinesgleichenHeimatkreis ReichenbergHelmut Preußler Verlag3-934679-12-9

Gedenkstätte und Errinnerungsorte in Haunstetten


Haunstetten in der Zeit des Nationalsozialismus

Person
Namensstele der Opfer des KZ-Außenlagers durch die Bombenangriffe (Bild: Kulturkreis)

Das damals selbständige Haunstetten war wegen der kriegswichtigen Messerschmitt AG ein Ort, an dem Häftlinge des größten KZ-Außenlagers im Raum Augsburg, Zwangsarbeiter, die Zivilbevölkerung und Soldaten Opfer der nationalsozialistischen Diktatur wurden.

Der Kulturkreis Haunstetten e.V. hat Stätten aus der Zeit des Nationalsozialismus sowie Erinnerungsorte in einer Übersicht zusammengestellt.

Stätten des Nationalsozialismus in Haunstetten sowie Erinnerungsorte

Nr.KurzbeschreibungLageBeschreibung
1Gedenkstätte für die Opfer der Kriege und der GewaltNeuer Friedhof, HopfenstraßeFür die Opfer des Nationalsozialismus errichtete 1970 die Stadt Haunstetten das gespaltene Steinmonument (Bildhauer Christian Angerbauer), dass die Zerrissenheit der Welt durch Krieg und sinnlose Gewalt symbolisiert.
2aKriegergedächtnis-glocke (Die Glocke von 1788 musste 1942 zur Einschmelzung abgegeben werden.)Muttergotteskapelle, PoststraßeDie Glocke, 1953 gestiftet vom Heimat- und Volkstrachtenverein, trägt die Widmung "Zu Ehren der in den Weltkriegen 1914-1918 und 1939-1945 Gefallenen und Vermissten der Stadt Haunstetten. Hl. Maria bitte für sie."
2bGedenktafel der in Haunstetten wohnenden litauischen Displaced PersonsMuttergotteskapelle, PoststraßeÜbersetzte lateinische Inschrift “Hier, im Heiligtum Mariens, beteten die Litauer, die Söhne des Marienlandes, als der Sturm des Krieges tobte und sie ins Gebiet von Augsburg verschlagen waren, kniefällig um Kraft, die Leiden der Verbannung zu ertragen und um die Freiheit des Vaterlandes. 1945-1949“. Gestiftet um 1950.
2cGefallenengedenkstätte "Grabmal des unbekannten Soldaten"Muttergotteskapelle, Poststraße, Westseite1954 wurde sie angelegt vom Heimat- und Volkstrachtenverein für die Gefallenen des 2.WK. Ein unbekannter Soldat, der bei einem Bombenangriff auf Haunstetten starb und vorher im Alten Friedhof beigesetzt war, bekam hier seine letzte Ruhestätte.
3aFarbglasfenster (Nordseite) "Kraft des Hl. Geistes in den Zeugen"Kath. Pfarrkirche St.Pius, Mittelfeldstraße1995-1997 gestaltete Prof. B.Weißhaar ein Glasbild mit den Namen von Widerstandskämpfern gegen die NS-Diktatur, z.B. Mitglieder der "Weißen Rose": Willi Graf, Hans u. Sophie Scholl, Christoph Probst, Kurt Huber, Alexander Schmorell; sowie Edith Stein, Dietrich Bonhoeffer, Hermann Josef Wehrle u.a.
3bZwei Steinreliefs an den Außenwänden bei beiden EingängenKath Pfarrkirche St.Pius, MittelfeldstraßeIn Erinnerung an die Opfer des Haunstetter KZ-Außenlagers schuf Prof. Fritz König, Landshut, 1965 diese Reliefs. Seine Vorlage war ein Kreuz, gestaltet aus den griechischen Wörtern für Licht und Leben, das Dachauer KZ-Häftlinge für einen inhaftierten Bischof geschnitzt hatten.
4aGedenkstätte für die zivilen BombenopferAlter Friedhof, Bgm.-Widmeier-StraßeDie ursprüngliche Anlage stammt von Anfang der 1990er Jahren und wurde von der Stadt Augsburg durch den Künstler Philipp Jäger bei dem sich dort bereits befindlichen Massengrab ziviler Opfer angelegt. Umgestaltet 2006 wegen der Auflösung zahlreicher alter Familiengräber.
4bTafel mit den Namen der gefallenen bzw. vermissten Haunstetter Soldaten des 2.WKAlter Friedhof, Bgm.-Widmeier-Straße, Westmauer2009 wurden neben der Stele für die Gefallenen des 1. WKs vom Kulturkreis Haunstetten e.V. beim Alten Friedhof Gedenktafeln mit den Namen der gefallenen und vermissten Haunstetter und Siebenbrunner Soldaten des 2.WK enthüllt. Auch die Namen von gefallenen Angehörigen der Heimatvertriebenen, die ab 1946 nach Haunstetten kamen, wurden aufgenommen.
4cGrabanlage für in Haunstetten verstorbene Displaced PersonsAlter Friedhof, Bgm.-Widmeier-Straße26 Personen baltischer Abstammung wurden 1945-49 beigesetzt. 1995 wurden die Einzelgräber auf Initiative des Kulturkreises Haunstetten in einer kleinen Grabanlage zusammengefasst.
5aMunitionsbunkerHaunstetter Wald1934 - 1936 wurde nördlich des seit dem 19. Jh. vorhandenen Schießplatzes von der Heeresmunitionsnebenanstalt Augsburg des Wehrkreis VII ein Munitionslager mit 13 Munitionsbunkern für die Artillerie angelegt. Nach Ende des 2.WK bis 1961 wurde das Munitionslager von US-Truppen genutzt. 1961 erfolgt die Übernahme durch die Bundeswehr.
Aus Sorge um das Trinkwasser wurde es 1975 stillgelegt. Die Bunker sind noch vorhanden.
5bSchießplatzHaunstetter Wald1886 nahm das Generalkommando des I. Armeekorps nach Rodungen den Schießplatz in Betrieb und übergab ihn der Augsburger Garnisonsverwaltung. Dokumente zeigen, dass während des 2.Weltkrieges auf dem Schießplatz auch Hinrichtungen zum Tode verurteilter deutscher Soldaten und Fremdarbeiter stattfanden. Historische Forschungen bestätigten 2022, dass mindestens 25 Wehrmachtssoldaten durch Erschießen exekutiert wurden.
Der Betrieb des Schießplatzes nach 1945 durch die US-Armee und später auch der Bundeswehr wurde 1985 aus Trinkwasserschutzgründen eingestellt.
5cFliegertechnische VorschuleArberstraßeDie Turnhalle ist der einzige erhaltene Teil der 1937 erbauten Fliegertechnischen Vorschule, einer militärischen Einrichtung des Reichsluftfahrtministeriums. Alle Flugzeugfabriken hatten im Nationalsozialismus angegliederte Ausbildungsstätten für Lehrlinge. Die Lage war nahe der Messerschmitt-Werke ideal geeignet. Nach dem Krieg war Die Schule von US-Militär besetzt. Nach Nutzungen als Krankenhaus und Pflegeheim wurde sie 2000 abgerissen.
6Werk III und Werk IV. Werk I und II sowie der Werksflughafen lagen auf Augsburger Gebiet.Werk IV an der Königsbrunner Straße, Werk III westlich der WeddingenstraßeIn den 1920er Jahren begann die Flugzeugindustrie in Haunstetten. Viele nationalsozialistische Politiker besuchten die Werke, z.B. Hitler, Göring ... 1938 wurden die Bay. Flugzeugwerke in Messerschmitt AG umbenannt. Betriebsleiter waren Willy Messerschmitt, Theo Croneiß sowie Rakan Kokothaki. Die Werke wurden ab 1943 mehrmals bombardiert, weshalb die AG Produktionszweige in 31 Produktionsstätten und 18 Außenlager verlagerte.
Im Mai 1933 gab es 82 Mitarbeiter, Ende 1939 fast 9.000, 1942 12000. 1945 waren von den ca.18.000 Mitarbeitern etwa 8000 Fremd- und Zwangsarbeiter außerdem ca. 2700 KZ-Häftlinge des Außenlagers Haunstetten.
7KZ-Außenlager Haunstetten des KZ DachauHermann-Frieb-Straße, Inninger StraßeIm Februar 1943 wurde auf Wunsch der Messerschmitt AG ein bestehendes Kriegsgefangenenlager auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube innerhalb weniger Tage zu einem KZ ausgebaut. Architekt Freilinger (Augsburg; auch Architekt der Karl-Wahl-Siedlung. Es gab insg. ca. 2700 Häftlinge aus allen Teilen Europas.
Das Lager wurde mit einem hohem elektr. Stacheldrahtzaun, mit Sichtschutzmatten und vier Wachtürmen an den Ecken von der Außenwelt abgeschirmt. Die Häftlinge, die ersten 200 kamen aus dem KZ Mauthausen, dann aus Dachau, waren in ca.22 Holzbaracken untergebracht, die Unterkünfte der SS-Wachmannschaften lagen an der gegenüberliegenden Seite der Inninger Straße. Die Baracken waren in Stuben mit 30 bis 50 Personen eingeteilt. Es diente ab 1944 auch als Polizeigefängnis Augsburg nach Zerstörung der Augsburger Justizinfrastruktur.
Zahlreiche Tötungen von KZ-Häftlingen sind nachweisbar. Nach der Zerstörung durch Luftangriffe vom 13.04.1944 mussten die Häftlinge einige Tage auf dem Schießplatz hausen, bevor sie in andere Lager, z.B. Gablingen, Leonberg, Pfersee verteilt werden konnten. Kein Wiederaufbau.
8HolzhaussiedlungRandstraße, Hochstiftstraße WestseiteDie Häuser wurden Anfang der 1940er Jahre als Fertigholzhäuser (Doppelhäuser) für Arbeiter der Messerschmitt AG vor allem von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen erbaut. Auch an anderen Standorten der Luftfahrtindustrie, z.B. Peenemünde, Hannover wurden diese Holzhäuser aufgestellt (insgesamt 36 Siedlungen).
9aHeimbausiedlung (heute IGEWO-Siedlung)Breitwiesen-, Tauben-, Goldammer-, Brachvogel-, Star-, RechenstraßeVon Heimbau Bayern beauftragt wurde die Siedlung 1939-1940 von der Bay. Heimstätte für die "Gefolgschaft" der Messerschmitt AG erbaut. (Architekten: Freilinger, Hegele, Wenzel). Bereits ab 1939 errichtete man in der Siedlung Baracken für Fremd- und Zwangsarbeiter der Messerschmitt AG.
1945-1950 wohnten in zwei Dritteln der Siedlung (bis Goldammerstraße) baltische Displaced Persons, die in die USA, Kanada und Australien auswanderten. Von 1950-1957 war sie von der US-Armee für Unteroffiziere beschlagnahmt.
9bBreitwiesensiedlungNördl. Ende der Breitwiesenstraße, nördlich der Pflugstraße1931 war eine Kleinsiedlergenossenschaft gegründet worden. 1932 - 37 wurden Doppelhäuser, ab 1934 auch Einzelhäuser erbaut. Die Häuser entstanden privat., die Gemeinde Haunstetten war Trägerin (= Heimstättenausgeber), der Architekt Karl Settele. Die Häuser wurden nachträglich in die eigentliche Messerschmitt-Siedlung aufgenommen.
9cEigentliche Messerschmitt-SiedlungGebiet: begrenzt durch Sämannstraße im Norden, im Süden Flachsstraße, im Westen Rechen- bzw. Postillionstraße, im Osten Breitwiesenstraße1937-1939 wurden durch die Bay. Heimstätte im Auftrag der Messerschmitt AG Siedlerstellen und Reihenfamilienhäuser gebaut. Bewohner waren Arbeiter der Messerschmittwerke. 1938 erfolgte der Bau des "Siedlerheimes" an der Sämannstraße. 1940-1945 errichtete man zwischen den Häusern zahlreiche Holzbaracken für Zwangs- und Fremdarbeiter.
9dBarackensiedlungen für Zwangs- und FremdarbeiterLager Uhu, Lager Star, an der Inninger Straße sowie Lager an der FlachsstraßeIm Anschluss an das KZ-Außenlager in Richtung Westen und auf der gegenüberliegenden Seite der Inninger Straße Richtung Nordosten schlossen sich Zwangsarbeiterlager an; es gab sie auch an der Flachsstraße und an einigen kleinen Stellen. Die Unterkünfte errichtete man für ca. 7000 Zwangs- und Fremdarbeiter der Messerschmitt AG und anderer Kleinbetriebe. Bewohner der Siedlungen, die nach 1945 für die DPs und US-Soldaten weichen musste, lebten später in diesen Baracken. Ab 1946 brachte man dort auch Vertriebene aus den Ostgebieten unter.
Kulturkreis Haunstetten e.V. Jutta Goßner Stand: 18.02.2022


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Kulturkreis Haunstetten sucht Zeitzeugnisse


Displaced Persons aus den baltischen Staaten nach 1945 in Haunstetten

Auch 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs weiß man, so Kulturkreis Vorsitzende Jutta Goßner und Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, in Haunstetten wenig über die Schicksale der sog. Displaced Persons, die hier jahrelang gewohnt hatten.

Die Displaced Persons waren Personen, die infolge des Zweiten Weltkriegs aus ihrer Heimat durch direkte oder indirekte Folgen des Krieges vertrieben, verschleppt oder geflohen waren. Dazu zählen alle Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene, ehemalige KZ -Häftlinge und Osteuropäer. Nicht darunter fallen per definitionem die deutschen Flüchtlinge und Heimatvertriebenen.

Von ca.sechs Millionen DP´s in den drei westlichen Zonen konnten ca.eine Million von den Alliierten nicht repatriiert, d.h. in ihre alte Heimat zurückgeführt werden. Es waren vor allem Balten, deren Heimat die Sowjetunion besetzt und ihr kommunistisches Regime errichtet hatte.
Da die DP´s kein Geld und keine Unterkunft hatten, beschlagnahmten die US-Amerikaner als Besatzungsmacht ab Mai 1945 Wohnungen auch in Haunstetten - vermutlich vor allem im Bereich Goldammer-/Flachs-/Postillion- und Hofackerstraße, (aber auch im Hochfeld). Die deutschen Bewohner mussten sie verlassen und die DP´s zogen ein.

Erst 1949/50 wurden die Wohnungen in Haunstetten zurückgegeben.
Die über 1000 Blatt starken Dokumente der beiden DP- Lager (Hochfeld und in Haunstetten) wurden dann 1950 in die USA nach Chicago gebracht.

Bei der Recherche nach diesem Personenkreis“, so Vorsitzende Jutta Goßner und Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, „ stießen wir jedoch auf einige Spuren der baltischen DP´s, die heute noch in Haunstetten sichtbar sind. Wir möchten aber gerne mehr wissen.“

Die Muttergotteskapelle war unmittelbar nach 1945 das Zentrum der litauischen Gemeinde, denn die Uno-Organisation UNRRA hatte nach 1945 in Haunstetten ein Lager für nichtdeutsche Flüchtlinge und Vertriebene, so genannte Displaced Persons errichtet, viele stammten aus Litauen (ca. 500-1000 in Haunstetten – 2000 im Baltic Camp Hochfeld; heute zeugt davon noch dort das sog.Litauer-Kreuz), den baltischen Staaten oder der Ukraine. An der rechten Langhausseite der Kapelle (siehe Foto) erinnert daran eine Gedenktafel.

Im Alten Haunstetter Friedhof ist ein kleines Gräberfeld dieses Personenkreises zu finden; auf den einfachen Grabtafeln kann man ihre Schicksale ablesen. – (siehe Foto). (Die Gräberliste vom 24.11.1953 liegt dem Kulturkreis vor). Beispiel: Der lettische Volksschullehrer Janins Hintergebr (geb.29.03.1903, gestorben 20.02.1949 in Haunstetten) oder litauische Richter Julyonas Boreisa (geb. 12.04.1881, gest. 08.11.1947)

Viele der ehemaligen DP´s aus Haunstetten wanderten, als die Hoffnung auf die Wiederherstellung der baltischen Staaten nicht erfüllt wurde, in den 50er Jahren nach Australien, den USA oder Kanada aus.

Wer Hinweise, Unterlagen, Erinnerungen, Fotos etc. an diesen Personenkreis besitzt oder sich noch an diese Zeit erinnern kann, der melde sich bitte bei Vorstandsmitglied Heinrich Bachmann, TEL. 0821 813883.

Erstellt am 17.06.2010

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Cookies werden in folgende Obergruppen unterteilt:

 

Transiente Cookies (temporärer Einsatz)

Persistente Cookies (zeitlich beschränkter Einsatz)

Third-Party Cookies (von Drittanbietern)

 

 

Transiente Cookies werden automatisiert gelöscht, wenn Sie den Browser schließen. Dazu zählen insbesondere die Session-Cookies. Diese speichern eine sogenannte Session-ID, mit welcher sich verschiedene Anfragen Ihres Browsers der gemeinsamen Sitzung zuordnen lassen. Dadurch kann Ihr Rechner wiedererkannt werden, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren.

 

Persistente Cookies werden automatisiert nach einer vorgegebenen Dauer gelöscht, die sich je nach Cookie unterscheiden kann.Sie können die Cookies in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers jederzeit löschen

 

Third Party Cookies sind Cookies von Drittanbietern. Diese werden von einer anderen Website angelegt.Sie werden z. B. von Werbetreibenden genutzt, die über ihre Werbeschaltungen auf anderen Seiten mit den Cookies Nutzerinformationen sammeln. Es handelt sich dabei um Datensätze, die im Browser des Nutzers hinterlegt werden, wenn er eine Seite mit der Werbung besucht. Besucht er erneut eine Seite mit Werbung des gleichen Anbieters, wird er wiedererkannt. Ein Beispiel hierfür sind auch die Gefällt mir-Buttons von Facebook. Beim Benutzen dieser Schaltfläche wird ein Cookie gesetzt, welches von Facebook gelesen werden kann. Ein solches Cookie wird als Drittanbieter-Cookie bezeichnet.

 

Sie können Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das setzen von Cookis informiert werden und Cookies nur im Einzelfal erlauben, die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen sowie da automatische Löschen der Cookies beim Schließen des Browsers aktivieren.

Bei Deaktivierung von Cookies kann die Funktionalität dieser Website eingeschränkt sein.

 

 

Flash-Cookies/HTML5 storage objects  

 

 

Die Flash-Cookies werden nicht durch Ihren Browser erfasst, sondern durch Ihr Flash-Plug-in. Weiterhin nutzen wir HTML5 storage objects, die auf Ihrem Endgerät abgelegt werden. Diese Objekte speichern die erforderlichen Daten unabhängig von Ihrem verwendeten Browser und haben kein automatisches Ablaufdatum. Wenn Sie keine Verarbeitung der Flash-Cookies wünschen, müssen Sie ein entsprechendes Add-On installieren,

z.B. Better Privacy für Mozilla Firefox (https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/betterprivacy/)

oder das Adobe-Flash-Killer-Cookie für Google Chrome.

Die Nutzung von HTML5 storage objects können Sie verhindern, indem Sie in Ihrem Browser den privaten Modus einsetzen. Zudem empfehlen wir, regelmäßig Ihre Cookies und den Browser-Verlauf manuell zu löschen.

 

 

SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung

 

Diese Seite nutzt aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Übertragung der Inhalte eine SSL-bzw. TLS-Verschlüsselung. Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie daran, dass die Adresszeile des Browsers von http:// auf https:// wechselt und an dem Schloss-Symbol in Ihrer Browserzeile.

 

Wenn die SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung aktiviert ist, können die Daten, die Sie an uns übermitteln, nicht von Dritten mitgelesen werden.

 

 

 

Google Webfonts

 

Unsere Website nutzt Google Web Fonts. Beim Aufruf einer Seite lädt Ihr Browser die benötigten Web Fonts in ihren Browsercache, um Texte und Schriftarten korrekt anzuzeigen.

Hierbei verbindet sich Ihr Browser mit den Servern von Google.

Hierdurch erlangt Google die Information, dass über Ihre IP-Adresse unsere Website aufgerufen wurde.

Die Nutzung von Google Web Fonts ermöglicht eine einheitliche Darstellung unseres Angebots.

 

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, das berechtigte Interesse.

 

Weitere Informationen zum Anbieter:

Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA.

Google Web Fonts finden  https://developers.google.com/fonts/faq

Datenschutzerklärung https://www.google.com/policies/privacy/.

Google hat sich dem EU-US Privacy Shield unterworfen, https://www.privacyshield.gov/EU-US-Framework